Elevator Pitches in Baden-Württemberg: Die besten Startup-Ideen

  • 1462787130_phpdvJLbj.jpg
    Foto: © Flickr, Junge Unternehmen hoffen auf Investoren, die an den Erfolg ihrer Idee glauben und ihnen beim Wachstum helfen.
Stuttgart. Beim landesweiten Startup-Wettbewerb Elevator Pitch BW werden die besten Startups aus Baden-Württemberg gekrönt. Teilnehmen dürfen Teams, deren Unternehmen seit höchstens drei Jahren besteht. Den Gewinnern winkt ein Preisgeld von bis zu 3.000 Euro. Dem Wettkampf-Finale am 17. Juni in Stuttgart gehen sogenannte Regional Cups voraus, bei denen jeweils zehn Teams mit ihren Ideen gegeneinander antreten. Diese müssen sie innerhalb von drei Minuten überzeugend präsentieren.

Der Name "Elevator Pitch" erwuchs aus der Fantasie, man würde der eigenen Chefin oder dem Chef im Aufzug begegnen und diese Gelegenheit dazu nutzen, ihr oder ihm seine Geschäftsidee vorzuschlagen. Die jeweiligen Gewinner der Regional Cups erhalten Preisgelder von bis zu 300 Euro und qualifizieren sich für das Landesfinale. Die eingereichten Ideen sind vielfältig und reichen vom Karrierenetzwerk bis zum Modemagazin. Laut dem Veranstalter ifex (Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge) geht es bei dem Pitch darum, "Gründerinnen und Gründer zu unterstützen" und "für mehr Unternehmertum im Land zu werben".

In den letzten Jahrzenten haben sich vor allem Technologie-Startups aus dem Silicon Valley durchsetzen können. Unternehmen wie Airbnb, Pinterest oder Uber Taxi gibt es nur aufgrund digitaler Plattformen und Datenbanken, die mithilfe einer App vom Kunden sinn voll genutzt werden können. Anstatt US-amerikanische Ideen zu kopieren, sind europäische Startups mittlerweile mit eigenen Ideen erfolgreich und denken von Anfang an global, erklärt der Skype-Gründer Niklas Zennström im Interview mit der ZEIT. Schon bald könnte ihm zufolge das erste europäische Startup die Zehn-Milliarden-Marke knacken.

Laut Georges Anders von englischsprachigen Magazin Forbes kommt der Erfolg von digitalen Startups nicht von ungefähr: Viele technologische Entwicklungen haben zuvor dazu beigetragen, ihnen den Start zu erleichtern oder gar erst zu ermöglichen. Denn Gründerteams sind meist klein und haben noch nicht viel Kapital. Sie müssen ihr Produkt in kurzer Zeit entwickeln und bewerben, um Aufmerksamkeit von Geldgebern und potenziellen Kunden auf sich zu ziehen. Da kommt es ihnen zugute, wenn sie nicht auch noch einen Serverraum betreuen oder einen PR-Experten einstellen müssen, wie das früher oft nötig war.

Laut Anders sind beispielsweise virtuelle und gemietete Server eine große Erleichterung für Startups, da größere Server-Anbieter ihnen die benötigten Speicherkapazitäten einfach vermieten können. Den Gründern bleibt dann mehr Zeit, um sich ganz auf ihr Produkt zu konzentrieren. Wer zum Beispiel kein eigenes Rechenzentrum betreiben, aber dennoch die volle Kontrolle über die Konfiguration des Servers behalten will, kann bei Unternehmen wie 1&1 einen Root Server mieten. Dieser befindet sich in einem sicheren Rechenzentrum und kann von den Unternehmern flexibel an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Für Startups im IT-Bereich kann das sehr interessant sein.

Für die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer in Stuttgart gilt es jedoch zunächst, die Jury zu überzeugen. Wer es schafft, Aufmerksamkeit zu erzeugen und Investoren an Land zu ziehen, dem stehen auch abseits des Contests viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung offen.


Bildrechte: Flickr Euro Money in Pots Images Money CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

zurück
© Schwäbische Post 09.05.2016 11:43
Ist dieser Artikel lesenswert?
2241 Leser
Kommentar schreiben
nach oben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.