Hier schreibt der KC Schwabsberg 1953 e.V.

Letzte Nagelprobe des Jahres beim Verfolger

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    Am Samstag muss Erstligist KC Schwabsberg ein letztes Mal ran, in diesem Jahr. Mit dem SKC Staffelstein haben die Kegler von der Ostalb zum Auftakt der Hinrunde gleich eine besonders harte Nuss zu knacken.

Kegeln, 1. Bundesliga Männer: Gelingt es Schwabsberg bei den Adam-Riese-Städtern eine eigene Rechnung aufzumachen?

 

Im letzten Spiel des Jahres, zum Auftakt der Rückrunde, müssen Schwabsbergs Kegler beim heimstarken SKC Staffelstein antreten. Eine alles andere als einfache Aufgabe, vorläufig aber die letzte nach einer ganzen Serie von Top-Spielen. Die Oberfranken mussten sich in dieser Saison zuhause erst einmal geschlagen geben und das nur denkbar knapp mit 3 : 5 (3714 : 3716 Kegel) gegen den alten und mutmaßlich auch neuen Deutschen Meisters SKV RW Zerbst 1999.

Staffelstein, das weiß man in der Liga nur zu genau, bedeutet regelmäßig drei Stunden harte Arbeit bei kargem Lohn, denn die Trauben hängen hoch beim oberfränkischen Erstligisten. Die Oberfranken verfügen nicht nur über eines der besten Startduos der Liga sondern auch eine sehr ausgeglichene Mannschaft. Hinzu kommt die etwas gewöhnungsbedürftige Bahnenanlage. Ein Paket, das sehr gut geschnürt und daher nur mit Können und Beharrungsvermögen zu öffnen ist.
Im Auftaktspiel der vergangenen Saison hatten die Kegler von der Ostalb, damals noch mit Fabian Seitz, mit 1 : 7 das Nachsehen, obwohl man eine durchaus ansprechende Leistung abgeliefert hatte. Mit eben diesem Ergebnis wurden die Adam-Riese-Städter zu Saisonbeginn in Schwabsberg abgefertigt, obwohl diese im KC Kegelcenter mit 3661 Kegeln eine wirklich respektable Leistung abgeliefert haben. Ein Ergebnis mit dem man in der Liga auf Augenhöhe mit den anderen Spitenteams der Liga ist und das so auch den Stellenwert der Gastgeber eindeutig definiert. Staffelstein zählt unstrittig zu den Top vier der Liga. Mit acht Verlustpunkten gehören die Oberfranken (10 : 8 Punkte) zu einer geschlossenen Verfolgergruppe, die sich von Bamberg, Dritter (12 : 6 Punkte) bis zum Tabellensiebten Kipfenberg erstreckt. Dahinter, bereits etwas abgeschlagen der Aufsteiger des Vorjahres Güßbach und die beiden letztjährigen Aufsteiger Rudolstadt und Erlangen-Bruck.
Für Schwabsberg ist diese Begegnung das dritte Spitzenspiel in unmittelbarer Folge. Zunächst das Gipfeltreffen in Zerbst, das Duell Dritter gegen Zweiter in Bamberg nun das Verfolgerduell gegen den SKC Staffelstein. Fraglos werden die Gastgeber alles in die Waagschale werfen, um diese Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Schwabsberg wird gut beraten sein sich darauf einzustellen, dass es in diesem Match mit harten Bandagen zur Sache geht. Auf großzügige Geschenke in der Vorweihnachtszeit sollte man sich da nicht einstellen, eher darauf, dass sich die Staffelsteiner an den Gästen schadlos halten und selber ihr Säckchen füllen wollen.
Maßgeblich für den Ausgang dieser Begegnung wird sein, wie beide Mannschaften ins Spiel finden. Aufgrund des Heimvorteils kommt Staffelstein ganz eindeutig die Rolle des Favoriten zu, auch wenn Schwabsberg keineswegs als ein krasser Außenseiter zu den Oberfranken anreist. Bei den Ostwürttembergern war am vergangenen CL-Wochenende gegen Podbrezova wieder ein eindeutiger Aufwärtstrend feststellbar. Zuvor hatte in zwei Partien etwas gehakt, weil das „Schwabsberger Kollektiv“ nicht wie gewohnt funktioniert hatte. Gegen die Slowaken war davon jedoch nichts mehr spürbar. Basis des 6 : 2 Heimerfolges war eine durch und durch solide Mannschaftsleistung.
Weder Staffelstein noch Schwabsberg haben in dieser Partie etwas zu verschenken, will man sich am Ende der Spielzeit auf einem der Podestplätze wiederfinden. Vom Spielplan her sind die Rahmenbedingungen für beide Teams nahezu gleich. Ein Erfolg gegen einen unmittelbaren Mitkonkurrenten zählt da gleich doppelt.

Stimmen zum Spiel – Philipp Vsetecka:
„Die letzten Wochen waren wirklich hart für uns, zumal unsere bis dahin konstante Formkurve in den beiden aufeinanderfolgenden Spielen in Podbrezova und Bamberg einen leichten Knick hatte. Die Talsohle, soweit man überhaupt davon sprechen konnte, haben wir überwunden. Wir brauchen jetzt noch ein gutes Spiel vor der Winterpause und dann schau mer mal, was ab Jenner noch geht.“

Das Mannschaftsaufgebot
Reiner Buschow, Damir Cekovic, Mathias Dirnberger, Ronny Endraß, Timo Hehl, Manuel Lallinger, Jürgen Pointinger, Philipp Vsetecka.

 

Blickpunkt Bundesliga – 10. Spieltag

10. Spieltag, Samstag 17.12.2016

14.00 Uhr KRC Kipfenberg - SKC Victoria Bamberg
14.00 Uhr ESV Lok Rudolstadt - SKV RW Zerbst 1999
13.00 Uhr AD Straubing - SKC Nibelungen Lorsch
13.00 Uhr FSV Erlangen-Bruck - TSV Breitengüßbach
13.00 Uhr SKC Staffelstein - KC Schwabsberg

Tabelle 1. Kegler-Bundesliga Männer

1 SKV Rot Weiß Zerbst 1999 9 57,5 : 14,5 18 : 0
2 KC Schwabsberg 9 44,0 : 28,0 12 : 6
3 SKC Victoria Bamberg 9 44,0 : 28,0 12 : 6
4 SKC Nibelungen Lorsch 9 42,0 : 30,0 10 : 8
5 SKC Staffelstein 9 41,0 : 31,0 10 : 8
6 Donauperle Straubing 9 40,0 : 32,0 10 : 8
7 KRC Kipfenberg 9 36,5 : 35,5 10 : 8
8 TSV Breitengüßbach 9 18,0 : 54,0 4 : 14
9 ESV Lok Rudolstadt 9 19,0 : 53,0 2 : 16
10 FSV Erlangen-Bruck 9 18,0 : 54,0 2 : 16

 

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© KC Schwabsberg 1953 e.V. 16.12.2016 16:25
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