Hier schreibt der KC Schwabsberg 1953 e.V.

Buschow mit Tagesbestwert im Schlüsselduell

Kegeln, 1. Bundesliga Männer: Schwabsberg mit solider Heimleistung beim 7 : 1 gegen Rudolstadt

Mit einem deutlichen 7 : 1 Heimerfolg (3648 : 3420 Kegel) gegen den Aufsteiger ESV Lok Rudolstadt unterstrichen Schwabsbergs Erstligakegler ihre Ambitionen auf einen der vorderen Tabellenplätze.

In den verbleibenden fünf Begegnungen bedarf es allerdings noch einiger Anstrengungen dieses Vorhaben letztlich auch in die Tat umzusetzen. Die Begegnung hat erneut gezeigt, dass Schwabsberg mit dem Startduo mit Philipp Vsetecka und Reiner Buschow exzellent aufgestellt ist.

Vor allem Kapitän Reiner Buschow, in der Hinrunde noch von diversen Blessuren geplagt, kommt in der entscheidenden Phase der Meisterschaft gerade rechtzeitig so richtig auf Touren. Als kongenialer Partner von Neuzugang Philipp Vsetecka, der bislang eine überragende Saison im Trikot der Schwabsberger absolvierte, bildet er ein Bollwerk das nur sehr schwer zu überwinden ist. Eine Erfahrung die so auch der Aufsteiger aus Thüringen machen musste. Eine Bank für sich ist Schwabsbergs Neuzugang Philipp Vsetecka der sich mit bislang 10 ½ von 11 möglichen Mannschaftspunkten als der eifrigste Punktesammler erwiesen hat. Herausragend im Team der Ostwürttemberger diesmal Kapitän Reiner Buschow. Mit 642 Kegeln erzielte er den Tagesbestwert in der Partie. In beeindruckender Spiellaune auch Timo Hehl der nach mehrwöchiger Pause, mit hervorragenden 633 Kegeln, ein beeindruckendes Comeback feierte. Der Rudolstädter Alexander Conrad, auswärts erstmals auf der Einserposition eingesetzt, zog im Duell gegen Reiner Buschow zwar den Kürzeren, hinterließ aber spielerisch mit 610 Kegeln den stärksten Eindruck bei den Gästen.
Seine Hausaufgabe gegen Rudolstadt erledigte der Erstligist von der Ostalb mit einer insgesamt ansprechenden spielerischen Leistung. Luft nach oben war dennoch aber noch reichlich vorhanden. Schwabsberg dominierte die Partie vom Start weg und siegte am Ende hochverdient mit 7 : 1 Punkten. Ein deutliches Ergebnis, das sich so auch im Gesamtergebnis (3648 : 3420 Kegel) und im Satzverhältnis (18 : 6 Gewinnsätze) widerspiegelt.

Buschow behauptet sich im Schlüsselduell
Mangelnde Risikobereitschaft konnte man den Gästen aus Thüringen nicht vorwerfen. Die suchten ihr Heil im Angriff und stellten ihre unumstrittene Nr. 1 erstmals in der Saison von der Sechser- auf die Einserposition. Dort lieferte sich Alexander Conrad ein beeindruckendes Duell mit Schwabsbergs Kapitän Reiner Buschow. Conrad brillierte auf der Startbahn mit 110 Kegeln in die Vollen. Da bedurfte es schon einer Weltklasseleistung von Reiner Buschow im Räumen (79 Kegel) um am Ende mit 175 : 169 Kegeln doch noch die Nase vorn zu haben. Ähnlich spannend ging es auch im zweiten Satz zu den Buschow mit 156 : 154 Kegeln für sich entscheiden konnte. Dann allerdings war der Bann gebrochen.
Mit überragenden 642 : 610 Kegeln und 4 : 0 Gewinnsätzen zeigte Schwabsbergs Kapitän, dass auf ihn Verlass ist und brachte das Schlüsselduell sicher nach Hause.
Sein Doppelpartner Philipp Vsetecka, ließ es diesmal insgesamt etwas ruhiger angehen. Dem Schwabsberger genügten gegen Marcus Lämmerhirt zwei souverän gespielte Sätze zum Punktgewinn. Der Rudolstädter war nach seiner unglücklich gespielten Startbahn bereits frühzeitig, deutlich ins Hintertreffen geraten. Trotz entsprechender Bemühungen gelang es ihm dann nicht mehr den Rückstand gegen den abgeklärt agierenden Schwabsberger wettzumachen. Auf Grund des mit
596 : 547 Kegeln besseren Gesamtergebnisses ging damit auch der zweite Punkt hochverdient an die Gastgeber.
Zwischenstand erstes Spieldrittel:
2 : 0 Mannschaftspunkte bei 1238 : 1157 Kegeln für den KC Schwabsberg.

Beeindruckendes Hehl-Comeback
Auf Ronald Endraß ist Verlass. Das machte der in seinem Match gegen den Rudolstädter Felix Gießler erneut deutlich. Unspektakulär, aber auf durchgängig hohem Niveau spielend, ließ er zu keiner Zeit Zweifel darüber aufkommen wer Herr im Ring ist. Mit 4 : 0 Gewinnsätzen und sehr guten 606 : 549 Kegeln sorgte er dafür, dass auch dieser Mannschaftspunkt auf der Ostalb blieb.
Mit Spannung erwartet wurde das Comeback von Timo Hehl. Der hatte, durch sein Studium bedingt, eine längere Auszeit genommen. Anzumerken war ihm das aber keineswegs, denn mit einer 170’iger Startbahn legte er gegen den Rudolstädter Martin Böhm-Schweizer gleich mächtig los. Als er auf der dritten Bahn eine kurze Verschnaufpause einlegte bekam der Rudolstädter zwar noch einmal kurz Oberwasser, das Match war zu diesem Zeitpunkt aber bereits so gut wie entschieden. Am Ende machte der Schwabsberger mit 3 : 1 Gewinnsätzen und hervorragenden 633 : 570 Kegeln souverän das Rennen.
Zwischenstand zweites Spieldrittel:
4 : 0 Mannschaftspunkte bei 2477 : 2276 Kegeln für den KC Schwabsberg.

Cekovic mit ansteigender Formkurve
Immer besser ins Spiel kommt Schwabsbergs Damir Cekovic der nahezu die gesamte Hinrunde pausiert hatte. Mit zunehmender Spielpraxis kommt die alte Sicherheit zurück. Im Match bewegte er sich auf einem durchgängig hohen Niveau, so dass er am Ende für seine fehlerfreie Leistung mit sehr guten 602 : 571 Kegeln belohnt wurde. Gegenspieler Lars Bliesath spielte nahezu auf Augenhöhe mit, konnte dabei aber nur einen knappen Satzpunkt auf der Habenseite verbuchen.
Jürgen Pointinger und der Rudolstädter Thomas Kerntopf lieferten sich ein hochspannendes Match. Spannend vor allen Dingen deshalb, weil Schwabsbergs Shootingstar ausnahmsweise nicht zu seinen gewohnten Leistungen fand. Aber solche Tage gibt es eben auch. Eine Erfahrung, die vor ihm auch schon ganz andere Kaliber machen mussten. Am Ende haderte er ein bisschen mit sich selbst, weil er seinen Mannschaftspunkt bei Satzgleichstand mit 569 : 571 Kegeln verschenkt hatte.
Endstand: 7 : 1 Gesamtpunkte bei 3648 : 3420 Kegeln für den KC Schwabsberg.

Stimmen zum Spiel – Philipp Vsetecka:
„Vom Mannschaftsergebnis her hat es heute durchaus gepasst. Insgesamt haben wir nur zwei Fehler gemacht. Das war schon richtig gut. Wenn wir in den restlichen Spielen weiterhin den richtigen Mix finden, könnte für uns sogar noch etwas mehr drin sein.“

 

Blickpunkt Bundesliga – 13. Spieltag (Stand 04.02.2017)

SKC Victoria Bamberg - FSV Erlangen-Bruck 6,0 : 2,0
KRC Kipfenberg - Aufw. Donauperle Straubing 5,0 : 3,0
SKV RW Zerbst 1999 - SKC Staffelstein 7,0 : 1,0
KC Schwabsberg - ESV Lok Rudolstadt 7,0 : 1,0
SKC Nibelungen Lorsch - TSV Breitengüßbach 3,0 : 5,0

1.
SKV Rot-Weiß Zerbst 1999 13 13 0 0 87.5 26 : 0
2.
SKC Victoria Bamberg 13 10 0 3 74 20 : 6
3.
KC Schwabsberg 13 9 0 4 66 18 : 8
4.
SKC Staffelstein 13 7 1 5 59 15 : 11
5.
SKC Nibelungen Lorsch 13 7 0 6 61 14 : 12
6.
KRC Kipfenberg 13 7 0 6 47.5 14 : 12
7.
Aufwärts Donauperle Straubing 13 5 0 8 43 10 : 16
8.
TSV Breitengüßbach 13 4 1 8 36 9 : 17
9.
FSV Erlangen Bruck (N) 13 1 0 12 23 2 : 24
10.
ESV Lok Rudolstadt (N) 13 1 0 12 23 2 : 24

KC Schwabsberg 7 : 1 ESV Lok Rudolstadt
Name Kegel SP MaP MaP SP Kegel Name
Reiner Buschow 642 4 1,0 0 610 Alexander Conrad
Philipp Vsetecka 596 2 1,0 2 547 Marcus Lämmerhirt
Ronald Endras 606 4 1,0 0 549 Felix Gießler
Timo Hehl 633 3 1,0 1 570 Martin Böhm-Schweizer
Damir Cekovic 602 3 1,0 1 573 Lars Bliesath
Jürgen Pointinger 569 2 1,0 2 571 Thomas Kerntopf
3648 18,0 2,0 6,0 3420

 

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© KC Schwabsberg 1953 e.V. 08.02.2017 15:53
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