Ausreichend Schlaf – Grundbedingung für eine gute Gesundheit

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    Foto: © flickr, Mic445, Tired Man Sitting on Bed
Im Durchschnitt verbringen wir ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen. Zu schlafen gehört ebenso zu den biologischen Notwendigkeiten unseres Organismus wie Essen und Trinken: Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Gesundheit und macht den Körper und Geist leistungsfähiger. Wer zu wenig oder nur schlecht schläft, fühlt sich daher oft müde, erschöpft und unkonzentriert – vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn das Schlafbedürfnis der Menschen ohnehin erhöht ist. Aktuelle Studien zeigen, welche teils drastischen Auswirkungen ein Schlafdefizit haben kann.

Zu wenig Schlaf beeinträchtigt die körperliche Gesundheit grundlegend: Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, Abgeschlagenheit und ein Konzentrations- und Leistungsabfall zählen bereits zu den kurzfristigen Beschwerden, die relativ schnell auftreten, wenn man zu wenig schläft. Diejenigen, die dauerhaft zu wenig schlafen, müssen laut Ingo Fietze, dem Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité in Berlin, langfristig schwere Folgen in Kauf nehmen: Dazu gehören Übergewicht, Bluthochdruck, psychische Erkrankungen und eine geringere Lebenserwartung. Warum das so ist? In ruhelosen Nächten schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus, die u.a. das Herz-Kreislauf-System belasten.

Körper benötigt im Winter verstärkt Ruhephasen

Im Winter sind schlaflose Menschen besonders anfällig: Werden die Temperaturen in der kalten Jahreszeit niedriger und die Tage dunkler und kürzer, benötigen Menschen besonders viel Schlaf. Viele ignorieren das erhöhte Schlafbedürfnis jedoch, was laut einer Studie von Forschern an der University of California das Erkältungsrisiko um das Vierfache erhöht.

Schlafdefizit sorgt für Erkältungen

Das Forscherteam um den Professor Aric Prather untersuchte im Rahmen der Studie zunächst insgesamt 164 Erwachsene hinsichtlich ihres Lebensstils. Anschließend wurde bei den Teilnehmern eine Woche lang der Schlaf gemessen. In der darauf folgenden Woche infizierten die Forscher die Probanten mit Erkältungsviren, isolierten sie in einem Hotel und entnahmen regelmäßig Proben ihres Nasenschleims. Dabei zeigte sich, dass diejenigen, die weniger als 6 Stunden pro Nacht schliefen, 4 Mal anfälliger für Erkältungen waren – die Schläfer mit unter 5 Stunden Schlaf sogar 4,5 Mal so anfällig. Professor Prather erklärte im Interview mit der Fachzeitschrift "Sleep": "Schlaf geht über alle anderen Faktoren unserer Messung hinaus. Es spielte keine Rolle, wie alt die Leute waren, wie gestresst, ihre ethnische Zugehörigkeit, Bildung oder Einkommen. Es spielte auch keine Rolle, ob sie Raucher waren. Keinen Schlaf zu bekommen, beeinträchtigt die körperliche Gesundheit grundlegend."

Empfehlungen für einen ruhigen Schlaf

Als optimal gelten durchschnittlich 7 bis 8 Stunden Schlaf. Das Erkältungsrisiko steigt und fällt jedoch nicht nur mit der Schlafdauer, sondern auch mit der Qualität des Schlafs. Eine zu hohe Raumtemperatur in der Nacht sorgt bspw. dafür, dass die warme Heizungsluft die Schleimhäute austrocknet, wodurch sich Viren und Bakterien leichter verbreiten können. Wer auf ein gutes Raumklima bei einer Zimmertemperatur von 15 bis 18 Grad Celsius achtet, reduziert die Gefahr, am nächsten Morgen mit einem kratzenden Hals und dickem Schnupfen aufzuwachen. Zusätzlich sorgen temperaturausgleichende Matratzen, wie man sie bei spezialisierten Anbietern wie beispielsweise Eve Sleep findet, im Winter wie im Sommer für einen entspannten und erholsamen Schlaf.

Wer vor dem Zubettgehen trotzdem nicht zur Ruhe kommt, erhält auf zeitblueten.com weiterführende Tipps, um Schlafstörungen entgegenzuwirken, damit das Schlafzimmer wieder ein gesundheitsfördernder Rückzugsort, mentale Tankstelle und Ruhezone zugleich wird.

Bildrechte: Flickr Tired Man Sitting on Bed Mic445 CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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© Schwäbische Post 15.02.2017 08:52
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