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Keine Überholspur beim Wohnungsbau

VON LESER DERLEGUAN

 Im Rathaus Schwäbisch Gmünd strebt man bei sinkender Bevölkerungszahl 10 000 Einwohner mehr in 10 Jahren an. Wären die bürokratischen Hürden in Deutschland nicht so hoch, könnten schon morgen 10 000 Flüchtlinge in Gmünd leben. Die Stadt will jedoch keine "armen Schlucker" sondern möglichst 10 000 zahlungskräftige Vermögende. Diese Fallen jedoch nicht vom Himmel, sie müssen aus umliegenden Städten und Gemeinden durch die Ausweisung großzügiger neuer Baugebiete abgeworben werden. Der ewig tobende Kampf um Einwohner zwischen den Kommunen nimmt wieder an Fahrt auf. Am Ende werden ihn alle Kommunen verlieren. Der langfristige Preis ist die sinkende Lebensqualität durch den enormen Flächenverbrauch, die überfüllten Straßen, Kindertagesstätten, und Schulen, die mangelhafte Infrastruktur, der mangelhafte ÖPNV, die fehlenden Radwege und die schlechtere Luftqualität in Gmünd. Die Bahn nach Stuttgart funktioniert mehr schlecht als recht. Auch wenn sich einzelne Politiker energisch darum kümmern, es fließen erheblich höhere Geldsummen in den Flächenverbrauch als in die Infrastruktur. Ein mehr an Einwohnern ist in diesem Falle ein weniger an dauerhafter Lebensqualität - bevor man nach "vorne" schaut, sollte man wissen wo "hinten" liegt. 

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© derleguan 17.02.2017 07:03
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