Lesermeinung

Zum Artikel über übermalte Schilder, GT vom 9. März:

„Als ich diesen Bericht las, musste ich spontan an eine Begegnung im Taubental denken. Ich war gerade mit meiner Frau bei einem erholsamen Spaziergang im Taubental unterwegs, als es unmittelbar rechts vor mir im Gestrüpp rauschte, krachte und splitterte. Es war ein Wildwechsel, aber was da hervorbrach, waren keine Rehe und keine Wildschweine. Nein, es waren zwei Vollidioten auf Mountainbike-Rädern, die aus dem Gestrüpp dahergerast kamen, die Straße überquerten und wieder im Gestrüpp verschwanden. Ich frage mich allerdings, was meiner Frau und mir wohl passiert wäre, wenn wir nur eineinhalb Meter weiter vorn gewesen wären! Zum Halten hatten sie keine Chance mehr. (...) Ähnliches erlebe ich auch oft genug auf dem „Klepperle-Sträßchen in Straßdorf“, wo mich erst vor wenigen Tagen ein Rennradfahrer übel beschimpft hatte, weil ich ihm nicht schnell genug Platz gemacht hatte. Und da fragen Sie in unserer Zeitung, wer wohl die Schilder in Heubach übermalt hat?! (...) Mir braucht keiner zu sagen, wie hirnverbrannt man oft in der Jugend ist. Auch ich bin gern schnell gefahren, aber nie dort, wo ich Menschen gefährdet hätte! Und wie die Industrie und üble Geschäftemacher das alles noch unterstützen, schlägt dem Fass den Boden aus. Übrigens habe ich mich schon oft gefragt, warum ein Mountainbiker keine Fahrradbeleuchtung braucht. Die sehen ja nicht mal am Tag, geschweige in der Nacht. Von jedem Kinderfahrrad wird sie unter Strafandrohung verlangt, nur die Mountainbiker brauchen ja so etwas nicht. Dabei kommen sie einem in der Sommerzeit haufenweise in der Dämmerung und auch nachts entgegen. Ich nehme an, dass die zuständigen Herren und Damen selbst dazugehören.“
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© Schwäbische Post 14.03.2017 20:53
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Kommentare

Frieder Kohler

Ja, Herr Spidlen (u.v.a.m.), wir haben den Satz noch im Ohr:" Houston, wir haben ein Problem!"

  • Der Grund  bei der Mondmission Apollo 13 sind, wie sich später herausstellt, eine ganze Reihe falscher Einstellungen und Einschätzungen. Die Mission, das wird schnell klar, muss abgebrochen werden. Doch vom Mann im Mond zurück auf den blauen Planeten, dessen Lebensgrundlagen gefährdet, in weiten Gebieten (von der Arktis bis zum Äquator) bereits zerstört sind. Gestern ging es um die Gülle (Wasser als Menschenrecht und Lebensgrundlage), heute um Umweltschutz einschl. des Schutzes des Menschen. Dabei zeigt sich, dass die sog. Krone der Schöpfung ein "unvollkommenes Wesen" ist und wir Menschlein zur Problemlösung auf das WIR angewiesen sind. Bewußtseins- und Verhaltensänderung sind die Stichworte, die fallbezogen vor unserer Haustür sicht- und spürbar (vor-)gelebt werden können (sollten/müssen?). Ansonsten stellt sich die Frage, ob die Menschen wirklich die besseren Affen sind! Zum Nach- und Mitdenken http://www.schwaebische-post.de/ueberregional/politik/1563334/ - Danke! 

In my humble opinion

Herr Spidlen, Sie haben so recht!

Es ist aber nicht nur im Wald und auf der Heide, auch im "Großstadtdschungel" erlebt man dergleichen Rücksichtslosigkeit. Wenn ich sehe, wie in der Dämmerung die Radfahrer über die Bürgersteige brettern und im vermeintlichen Rechtsanspruch mit Hochgeschwindigkeit ( und auch dunkel gekleidet und ohne Licht ) sich ihre "Vorfahrt" auf dem Zebrastreifen erzwingen ...

Gegenüber einem Fußgänger wegen der deutlich höheren Geschwindigkeit mit erhöhter kinetischer Energie und einer erhöhten Zerstörungsfähigkeit wegen des Metall-Anteils ( Fahrrad ) und dazu in der Anonymität eines Spaziergängers erlauben sich manche dieser ( meist Herren ) Personen, auf Regeln zu pfeifen und Hinweise auf ihre Verstöße entweder mit obszönen Fingerzeichen oder solchen Sprüchen zu beantworten.

Ich möchte nie das Geheule über die ach so brutalen "Auto-Raser" hören müssen, wenn da mal einer - weil nicht rechtzeitig zu sehen - übergemangelt wurde.