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Änderungen an der Böbinger Kreuzung ( P-GT vom 17. Juni 2107, Seite 17 )

VON LESER IN MY HUMBLE OPINION

Als nur ‚Teilqualifizierter‘ ( = Autofahrer ) und damit ausgewiesener ‚Nicht-Experte‘ kann ich mich über den Inhalt des Artikels nur noch wundern.
Der Ausbau der B29 vor sehr langer Zeit war augenscheinlich vorausschauend und intelligent, der ‚Buckel‘ der Straße auf dem Bild des Artikels enthält zwei Brücken der B 29 über der Klotzbachstraße ( angebunden über die Bahnhofstraße an die Ortsbereiche nördlich von Rems und Bahnlinie ) und der Hauptstraße ( keine Verbindung über die Rems und die Bahn ).
Damit war nur der südliche Teil von Böbingen direkt an die B 29 angebunden, die B 29 war also ‚außerhalb‘ des Ortes.
Mit der Verlängerung der Rosensteinstraße als ‚Kurzschluss‘ zwischen Böbingen-Nord und Böbingen-Süd mit der Bahnunterführung ( gebaut wann, vor 30 Jahren? ) und dem Kreuzungsbereich geschah der ‚Sündenfall‘, damit wurde die B 29 in den Ort Böbingen quasi integriert – und das Elend nahm damit seinen Lauf.
Nähme man die ‚Rosensteinstraße‘ südlich und nördlich der B 29 nur als Anschlussstelle ohne Querung, hätte man sozusagen eine ‚kreuzungsfreie‘ Anbindung, der Verkehr innerorts müsste die Unterführung der Klotzbachstraße benutzen, ebenso der Verkehr von Norden kommend nach Aalen und der Verkehr von Süden kommend nach Gmünd. Man könnte auch den Kurzschluss der Bahnhofstraße an die B 29 als ‚halbe AS‘ ausführen.
Die im Artikel angesprochenen Maßnahmen interpretiere ich als Aussage ‚wir haben absolut keinen Schimmer, wie wir das Problem lösen wollen, wir warten einfach bis zum Ausbau am St Nimmerleinstag – und haben auch dafür noch keine Idee‘.
Da missachten also Autofahrer das Rotlicht? Das ist in Gmünd Standardsituation, das wundert keinen mehr, man darf halt einfach bei ‚Grün‘ noch nicht losfahren …

Wir wissen, dass es vielleicht 10 – 15% Autofahrer gibt, die sich einen Dreck um die StVO scheren – wenn das mangels ‚Masse‘ nicht geahndet wird, lernen die nächsten 10 – 15%, dass man ungestraft Vorteile einsacken kann – und machen es dann auch nach, und dann kommen die nächsten ...
Also, da missachten also Autofahrer das Rotlicht an dieser Kreuzung – und die sichere Abhilfe dafür ist die Herabsetzung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 60 auf 50 km/h? Und alle ( auch die 10 – 15% derjenigen … ) halten das unbedingt ein? Aus meiner Sicht kann das im besten Falle bei Einhaltung die Schadenshöhe bei einem Rotlichtunfall verringern – und das nennt sich dann amtlich ‚Sicherheit‘?
Für diese 50-Maßnahme ist zusätzlich die Verringerung von 80 auf 70 km/h im ‚Geschwindigkeitstrichter‘ unbedingt nötig – es wird im Artikel nicht erklärt, aber soviel ich weiß, gibt es ‚anerkannte Regeln‘, nach denen außerorts der Geschwindigkeitstrichter in 20 km/h-Schritten abgestuft sein MUSS ( sein sollte ), sonst verwirrt es den deutschen Autofahrer, der kann natürlich nicht von 80 km/h auf 50 km/h abbremsen, sondern nur von 70 km/h ...
Aber die Regeln sind pragmatisch ( = und damit kostengünstig für die Behörden ), denn von den erlaubten 100 km/h außerorts KANN der Fahrer natürlich auf 70 km/h abbremsen, sonst müsste man ja noch Schilder mit ‚90 km/h‘ aufstellen, die Kosten spart man sich einfach.

Nun, erhöht es zwar ‚mit Sicherheit‘ die Sicherheit gegenüber ‚Durchbruch‘, wenn die Leitplanken verstärkt und um 15 cm erhöht werden, mir erschließt sich aber nicht, wie das die ursprüngliche Gefahr, die vom Rotlichtverstoß ausgeht, verringern sollte.


Der nette Nebensatz ist die ‚Verlängerung des geschwindigkeitsreduzierten Bereiches um 20 Meter in beide Richtungen‘. Auch da erschließt sich mir nicht, warum und wie das die Rotlichtverstöße verhindern sollte. Ich glaube aber zu wissen, dass Messungen der Geschwindigkeit mit Ahndung der Übertretung nur in Streckenabschnitten mit einer gewissen Mindestlänge juristisch abgesichert seien, soll hier vielleicht auch bei der Gelegenheit ein formaljuristisches Leck abgedichtet werden? Aber wie wäre es denn eigentlich mit einem dauerhaft scharfen Rotlichtblitzer? Würde der nicht sofort ( mit Vorankündigungsschild, damit keiner sagen kann, er hätte es nicht gewusst ) für Sicherheit sorgen?


Wie dem auch sei, wenn es nicht so ernst wäre, würde ich mich ‚ROFL‘.

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© In my humble opinion 19.06.2017 01:44
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