Lesermeinung

Zum Thema Handels-und Gewerbeverein und Sport- und Spaßbad in Gmünd:

„Wie sich Herr Dr. Morawitz und Herr Steeb hauswirtschaftlich eine Familie vorstellen, ist schon fantastisch. Nach ihrer Vorstellung soll eine Familie erst ein Sport-Spaß-Erlebnisbad besuchen, mit Wellnessbereich, anschließend geht’s zum Erlebnisshopping mit abschließendem Gaststättenbesuch zum Abendmahl. Was verdienen denn die Angestellten im Einzelhandel netto? Mit der von ihnen beschriebenen Event-Spaß-Erlebnisshopping-Verkaufsstrategie müssen sie natürlich im Trend liegen, diese gelebte Luftblase wird aber platzen! Jede Familie kann ihr Geld schließlich nur einmal ausgeben. Denn ganz nebenbei sollen Familien und Singles auch noch „riestern“, sprich Altersvorsorge betreiben, Darlehen für Haus, Hof und PKW tilgen. Und bitte keinerlei Gedanken an unsere Schätze der Natur in Gmünd verschwenden, Stichwort Spaßbad und Nepperberg. Die kommunale Aufgabe schlechthin ist doch der Hallenbadbetrieb, damit allen Familien zukünftig der Zutritt und bezahlbarer Eintritt gewährleistet bleibt.“
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© Schwäbische Post 07.07.2017 18:48
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Kommentare

In my humble opinion

Ich habe angesichts der den beiden Herren im Artikel zugeschriebenen Äußerungen auch nur noch mit dem Kopf geschüttelt. Sicher kann man trefflich streiten über den Ort des Hallenbades, seine Größe, darüber, ob "Spaß"bad oder "normales" Hallenbad, ob Investor oder nicht - aber diese Argumente mit dem "shopping nach/vor dem Bad" sind doch sowas von an den Haaren herbeigezogen - Rapunzel lässt grüßen ...

Wer in Gmünd und näherer Umgebung wohnt, wird in Gmünd einkaufen oder auch nicht, er wird das Hallenbad besuchen oder auch nicht, diese Kunden sind sicher oder auch nicht.

Aber welcher Auswärtige sollte eines Spaßbades wegen Gmünd besuchen und danach in Gmünd "shoppen" wollen? Was denn "shoppen"? Die Ketten- und Franchisegeschäfte, die Großmärkte - sie alle gibt es auch anderswo mit exakt dem gleichen Angebot zu den gleichen Preisen! Da gibt es einen "Park" am Rande der Altstadt, großzügig ausgestattet mit überbreiten Fußwegen, deretwegen die Fahrstreifen für den alltäglichen Aufstau der Fahrzeuge eingeengt wurden - und welche Massen strömen da? Was gäbe es denn im Gmünd zu kaufen, was man andernorts so nicht auch kriegen könnte? Anders herum ist es leider manchmal sogar so, dass man andernorts Dinge kaufen kann/muss, die man in Gmünd weder für Geld noch für gute Worte kriegt.

Der HGV sollte erst mal seine Hausaufgaben machen und nicht andere ( "Spaß"bad ) in die Pflicht nehmen wollen.