Leserbeiträge

Die Polizei hatte keine Chance - oder?

VON LESER FRIEDER KOHLER
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    die Schanze in Flammen

Von dem allseits bekannten Herrn Redakteur Hartwig konnten wir lesen (http://www.schwaebische-post.de/ueberregional/politik/1594036/):" Angela Merkel, die am Samstagabend abgereist ist, hat sich solidarisch mit Scholz und allen Sicherheitskräften erklärt." Was konnte die Kanzlerin denn anderes tun, werden die Leser*innen meiner "Gedanken zum Sommer: Wir haben eine Terrorlage" (http://www.schwaebische-post.de/1586402/) feststellen!

Zur Erinnerung:

Am 27.06.2017 um 11:07 (ergänzt am 28.062017 um 09:55 Uhr)

War diese Entscheidung der mächtigsten Frau der Welt alternativlos?

Lesen Sie www.hamburg.de/g20-gipfel/

Deutschland ist am 7. und 8. Juli 2017 Gastgeber des G20-Gipfel. Das Gipfeltreffen findet auf Vorschlag von Bundeskanzlerin Merkel in Hamburg statt.

Nach 4 Tagen Aufenthalt in HH bei Sonne, Wind und Unwetter hier ein kurzer Einblick in die "Terrorlage": Tausende Menschen auf allen bekannten Straßen und Plätzen (z.B. Außen-und Innenalster, Elbphilharmonie), meist verkleidet als Touristen mit Rucksack oder Musikinstrumenten, bärtige Männer, die fremde Sprachen sprechen und die U- und S-Bahn benutzen oder die Bahnhöfe belagern, die Fähren benutzen und mit mir die Hafenanlagen bestaunen.

Und die Moral von der Geschicht? Falls Sie in der o.a. Zeit einen (Kurz-) Urlaub in der ehrwürdigen Hansestadt geplant haben, streichen Sie dieses Ziel: Die Stadt ist schon jetzt von starken Polizeikräften "besetzt". Der Blick in den Stadtplan kann jedoch auch Ihnen bei der Beantwortung der Frage helfen, ob Hundertschaften (Tausendschaften!) aus den Ländern die öffentliche Sicherheit der Stadt und deren Gäste gewährleisten können! Terroristen springen wie bekannt in Zeit und Raum, werden vom "Schläfer" zum Selbstmordattentäter, sind mobil und auch als Einzelkämpfer zu einem Himmelfahrtskommando bereit.

Moin, moin...

lieb Vaterland, magst ruhig sein: http://www.schwaebische-post.de/ueberregional/blick/1590968/ Langeweile - ein echter Gipfel!

Am 03.07.2017 um 20:52 Uhr lieferte ich weiter "Mit-Denk-Zeilen":

Warum Hamburg? 20 000 Beamte (Sicherheitsbehörden, Polizeikräfte von Bund und Ländern, Spezialisten auch aus dem Ausland) sollen die Sicherheit von ... gewährleisten: Lesen Sie http://www.spiegel.de/panorama/justiz/g20-gipfel-in-hamburg-wie-die-polizei-sich-ruestet-und-womit-sie-rechnen-muss-a-1154613.html um zu erkennen, wie die weltoffenen Stadt zur "Festung" hochgerüstet wird! Alternativlos, Frau Merkel?

Und am 07.07.2017 um 14.02/14:39 Uhr erfolgte der Offenbarungseid:

Neue Kräfteanforderung an die Länder: BaWü (2 Hdsch) und MeckPom (3 Hdsch) verstärken die bedrohten Einsatzkräfte:"Wir haben unterschätzt,"... und es sind bis jetzt "nur" unfriedliche demonstrative Aktionen! Die höheren Wesen mögen eine "Terrorlage verhindern...- selbst weiter nach-, mitdenken und beurteilen. Auch unterhalb der Kapfenburg ist ein "Ochsenfest", in Würzburg wird das Kiliani-Volksfest eröffnet, Schlossfeste mit Lagerleben, Messen aller Orten, Festplätze mit Zelten, das ZMF in Freiburg - und IM Strobl stellt fest, daß "wir eine Terrorlage haben"!

Berlin gab Marschbefehl! NRW kann nicht: Folgerung?

Nicht nur Herr Hartwig muß sich fragen, ob der ausgewählte Polizeiführer, nach den schrecklichen Ereignissen noch "cool" bleiben darf, und ob der berüchtigte "harte Hund" nicht leiser bellen sollte, wenn sein "Lagebild" (Infos von allen Sicherheitsbehörden!)  von Anfang an blinde Flecken enthielt. Trotz aller Rückendeckung für "Bürgermeister" Scholz wird die begonnnene Nachbereitung des Einsatzes  feststellen können, dass nur der Satz der Kanzlerin stimmt:"Der Gipfel konnte durchgeführt werden!" Der Schutz der Bürger der Stadt und die Ausübung von Grundrechten konnte trotz des Einsatzes von über 20.000 Tausend Einsatzkräften aus Bund und den Ländern nicht gewährleistet werden!

Auch die geschundenen, an Körper und Seele verletzten Beamten werden in der überregionalen Presse die "Aufräumarbeiten" verfolgen und Artikel lesen, z.B. http://www.sueddeutsche.de/politik/protestforscher-ueber-g-chaos-die-strategie-der-polizei-ist-kolossal-gescheitert-1.3579457 ) Frau Merkel,  hat es sich wirklich gelohnt?

 

 

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© Frieder Kohler 11.07.2017 00:01
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Kommentare

Harald Seiz

Für Frau Merkel hat sich dieser Gipfel nicht gelohnt. Statt schöner Bilder gingen hässliche Bilder in die Welt. Das war voraussehbar. Wanungen gab es im Vorfeld genug. Es war Frau Merkel, die diesen G20-Gipfel wollte - in Hamburg - Ihrer Geburtsstadt. Sie schlug die Warnungen in den Wind. Sie wollte im Wahlkampf glänzen als mächtigste Frau der Welt, die die "Großen" dieser Welt zusammenbringt. Sie war die Gastgeberin! Sie hat versagt. Das Schlusskommunique versucht zu veschleiern, dass dieser Gipfel ein Fiasko war. Bekenntnis zum Freihandel? Von wegen, Trump behält sich "Schutzmaßnahmen" vor, um die heimische Wirtschaft vor "unfairem" Wettbewerb zu schützen. Einigung beim Klima? Trump kündigt das Pariser Abkommen! Gemeinsame EU-Flüchtlingspolitik? Natürlich nicht.

Was bleibt: Zerstörungen in Hamburg, Verletzte, ein Ansehensverlust Deutschlands, horrende Kosten und an sich berechtigte Proteste, die nicht so stattfinden konnten wie es sich für eine Demokratie gehört. Und last not least ein Olaf Scholz, der zu Recht als Depp dasteht, weil er den Gipfel mit einem Hafengeburtstag verglich.

Aber Scholz darf sich trösten. Mittlerweile hat selbst die CDU begriffen, dass sie nicht auf Scholz einprügeln darf, weil sonst die SPD das Versagen der Kanzlerin auch anprangert. Umgekehrt kann die SPD nicht Merkel angreifen, weil sie sonst Scholz opfern müsste. Eine klassische Pattsituation von zwei Regierungsparteien, deren Spitzenpersonal versagt hat.

Und die Medien? Die gaukeln dem Wahlvolk wie gehabt das verlogene Bild einer Kanzlerin vor, die den Deutschen Sicherheit und Wohlstand garantiert. Und so hat auch diese neuerliche Fehlleistung dieser überschätzten und hochgejubelten Frau wieder einmal nicht geschadet.

Frieder Kohler

Wiederholung eines Themas, das auch für die BRD kein Ruhmesblatt darstellt - die Auswirkungen für "den kleinen Mann" rund um den Globus schon:

Mi 12.07.2017 | 14:15 - 15:15
- Planet Wissen: Steueroasen - Betrug mit Ansage - im RBB - Fernsehen (https://www.rbb-online.de/fernsehen/programm/12_07_2017/163634117.html )

Homepage der Sendung
Diktatoren, Kriminelle, Konzerne, Super- und Ultrareiche - sie alle lieben Steueroasen. Schätzungsweise 130 Milliarden Euro gehen den Staaten jedes Jahr verloren, weil Geld auf Schwarzgeldkonten verschwindet oder in komplizierten Geflechten aus Briefkastenfirmen versteckt wird. Der Investigativ-Journalist Frederik Obermaier und der Steueranalyst Markus Meinzer erklären, wie das System funktioniert und warum die Staaten so wenig gegen den organisierten Steuerbetrug unternehmen.

Eilt - bitte weiterleiten!

Frieder Kohler

Harald Seiz schrieb am 11.07.2017 um 00:51

Für Frau Merkel hat sich dieser Gipfel nicht gelohnt. Statt schöner Bilder gingen hässliche Bilder in die Welt. Das war voraussehbar. Wanungen gab es im Vorfeld genug. Es war Frau Merkel, die diesen G20-Gipfel wollte - in Hamburg - Ihrer Geburtsstadt. Sie schlug die Warnungen in den Wind. Sie wollte im Wahlkampf glänzen als mächtigste Frau der Welt, die die "Großen" dieser Welt zusammenbringt. Sie war die Gastgeberin! Sie hat versagt. Das Schlusskommunique versucht zu veschleiern, dass dieser Gipfel ein Fiasko war. Bekenntnis zum Freihandel? Von wegen, Trump behält sich "Schutzmaßnahmen" vor, um die heimische Wirtschaft vor "unfairem" Wettbewerb zu schützen. Einigung beim Klima? Trump kündigt das Pariser Abkommen! Gemeinsame EU-Flüchtlingspolitik? Natürlich nicht.

Was bleibt: Zerstörungen in Hamburg, Verletzte, ein Ansehensverlust Deutschlands, horrende Kosten und an sich berechtigte Proteste, die nicht so stattfinden konnten wie es sich für eine Demokratie gehört. Und last not least ein Olaf Scholz, der zu Recht als Depp dasteht, weil er den Gipfel mit einem Hafengeburtstag verglich.

Aber Scholz darf sich trösten. Mittlerweile hat selbst die CDU begriffen, dass sie nicht auf Scholz einprügeln darf, weil sonst die SPD das Versagen der Kanzlerin auch anprangert. Umgekehrt kann die SPD nicht Merkel angreifen, weil sie sonst Scholz opfern müsste. Eine klassische Pattsituation von zwei Regierungsparteien, deren Spitzenpersonal versagt hat.

Und die Medien? Die gaukeln dem Wahlvolk wie gehabt das verlogene Bild einer Kanzlerin vor, die den Deutschen Sicherheit und Wohlstand garantiert. Und so hat auch diese neuerliche Fehlleistung dieser überschätzten und hochgejubelten Frau wieder einmal nicht geschadet.

Einer schwimmt gegen den Strom : http://www.schwaebische-post.de/ueberregional/politik/1594297/ bis jetzt 127 Leser bis Neresheim?