Lesermeinung

Zum SchwäPo-Leitartikel: „Kulisse für Gewalt“ von Wolfgang Liesegang am Samstag, 8. Juli 2017

Herr Liesegang schreibt im Artikel „Kulisse für Gewalt“ am Samstag, 8. Juli: „Die Vermummten des Schwarzen Mobs, einer Bande übler Gewaltbrüder ohne jegliche politische Ambition, vorsätzlicher Straftäter mit Spaß am brutalen Exzess …“ Dabei sollte meiner Meinung nach eine kleine Differenzierung vorgenommen werden: Ein schwarzer Block (was hier wohl mit der Bezeichnung „Schwarzer Mob“ gemeint sein könnte) ist eine Demonstrationsmethode meist mit rein gewaltbereiten Absichten und dem Versuch, die Entdeckung der beabsichtigten Gewalttaten durch ein gemeinsames, für Außenstehende nicht abzugrenzendes Erscheinungsbild zu vertuschen, und sich dadurch der Bestrafung durch die Justiz zu entziehen.

Unterstützt oder geduldet

„Der Schwarze Block“, der hier in Hamburg die treibende Kraft für die ausufernde Gewalt war, ist ein Synonym für einen Zusammenschluss aus Gruppen und Einzelpersonen des linken, autonomen und linksextremen Spektrums. Dieser „Schwarze Block“ ist mit Parolen wie: „Nie wieder Deutschland“ oder „Deutschland verrecke!“ bekannt geworden. Direkt oder indirekt wurde beziehungsweise wird er unterstützt oder geduldet durch Politiker aus der SPD, von den Grünen und Linken. Zum Beispiel durch Claudia Roth, aber auch Justizminister Maas drückt hier gerne Mal beide Augen zu. Sie haben sehr wohl politische Ambitionen und Positionierungen.

Wenn „Der Schwarze Block“ auch sicherlich in Teilen von reinen Krawallmachern unterwandert wird, ändert dies nichts an der grundsätzlichen politischen Ausrichtung desselben.

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© Schwäbische Post 11.07.2017 22:42
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Kommentare

Frieder Kohler

Herr Wiest, die für Sie so wichtigen Quellen können hier aus Platzgründen nicht "verlink-s-t" werden. Benutzen Sie eine Suchmaschine zum sog. Schwarzen Block (nicht nur wiki...), damit aus Ihrem trüben Wässerchen ein kräftiger Strahl geklärtem Wasser wird! So finden Sie z.B. eine Pressemitteilung der LINKEN, in der sie sich ausdrücklich von den gewalttätigen Ausschreitungen distanzieren:

Wir sind entsetzt und fassungslos über die Ereignisse der letzten Nacht, über die zerstörerische Gewalt, die sich in unserer Stadt ausgetobt hat. Hier haben Kräfte die Proteste gegen den G20 okkupiert, die mit dem Ziel einer besseren, einer solidarischen Welt nichts zu tun haben. Sie haben sie okkupiert um sich auszutoben, um zu zerstören, ohne Rücksicht auf Gesundheit und Leben anderer. Die Polizei hatte einen schweren und gefährlichen Einsatz. Wir wünschen allen Verletzten eine schnelle und vollständige Genesung. Die Zeit der Aufarbeitung beginnt morgen. Heute werden wir wieder gegen die G20 demonstrieren, friedlich und solidarisch.
Die Linke Hamburg

Die SPD, die GRÜNEN einschl. persönlicher (direkt - indirekt?) "Haftung" sind Teile Ihres persönlichen Feindbildes. Damit befinden Sie sich "in der harmonisierenden Friede-Freude-Eierkuchen-Gesellschaft, in der alle nur dasselbe wollen und dasselbe reden, und in den Medien der "erste Durchbruch beim Gipfel" bejubelt wird, ohne dass einer fragt, ob es auch gut ist, dass 20 Staaten für "den Freihandel" sind, in dieser Gesellschaft ist es offenbar nicht möglich, anders über die Protest-Exzesse von Hamburg zu reden". ( https://www.heise.de/tp/features/Ins-Auge-des-Betrachters-3767731.html ) Falls Sie jemals über "strukturelle Gewalt" nachgedacht haben, stoßen Sie schon vor der Haustür auf "Schwarze Blöcke", die für die uneinnehmbare Festung "Raubtierkapitalismus" verantwortlich sind... Hier dürfen Sie die Namen der Bauarbeiter (überall ist Panama!) einsetzen!

Frieder Kohler

gehört Herr Schäuble zu den Linken oder vertritt er die Interessen von.... Sehen Sie selbst:

Wiederholung eines Themas, das auch für die BRD kein Ruhmesblatt darstellt - die Auswirkungen für "den kleinen Mann" rund um den Globus schon:

Mi 12.07.2017 | 14:15 - 15:15
- Planet Wissen: Steueroasen - Betrug mit Ansage - im RBB - Fernsehen (https://www.rbb-online.de/fernsehen/programm/12_07_2017/163634117.html )

Homepage der Sendung
Diktatoren, Kriminelle, Konzerne, Super- und Ultrareiche - sie alle lieben Steueroasen. Schätzungsweise 130 Milliarden Euro gehen den Staaten jedes Jahr verloren, weil Geld auf Schwarzgeldkonten verschwindet oder in komplizierten Geflechten aus Briefkastenfirmen versteckt wird. Der Investigativ-Journalist Frederik Obermaier und der Steueranalyst Markus Meinzer erklären, wie das System funktioniert und warum die Staaten so wenig gegen den organisierten Steuerbetrug unternehmen.

Eilt - bitte weiterleiten!