Genau hinsehen: welche Kosten Immobilienkäufer im Blick behalten sollten

Immobilien zu erwerben, ist in. Es ist den günstigen Krediten geschuldet, dass sich im Moment sehr viele Menschen überlegen, ihre Mietwohnung zu kündigen und eine Eigentumswohnung oder gleich ein ganzes Haus zu kaufen. Ein Termin bei der Bank ist schnell gemacht, die Konditionen sind auf den ersten Blick so günstig wie lange nicht. In Anbetracht stetig steigender Immobilienpreise insbesondere in Städten und bevölkerungsreichen Landkreisen fühlen sich viele Interessenten zu einer schnellen Entscheidung gezwungen. Doch haben sie dabei auch wirklich alle Kosten im Blick?

Was viele Immobilienkäufer vergessen

Wer sich überlegt, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, schaut zuallererst auf den im Exposé angegebenen Kaufpreis. Mancher Makler bietet online gleich einen Ratenrechner ein, der nach Abzug des Eigenkapitals monatliche Abschläge ausspuckt, die auf den ersten Blick passabel erscheinen. Doch leider bleibt es nicht bei den Kosten, die der Verkäufer und die Bank den Interessenten vorrechnen. Viele Käufer vergessen gleich mehrere wichtige Kostenfaktoren, die im Zweifel dazu führen können, dass man einen Kredit nicht so abbezahlen kann, wie man es geplant hat.

Nebenkosten: lieber mehr kalkulieren

Man kann es drehen und wenden, wie man möchte: Die Nebenkosten steigen immer weiter. Das gilt für Mieter ebenso wie für Eigentümer. Leider kalkulieren die meisten Menschen ihre Nebenkosten viel zu knapp. Auch wenn ein großes Haus oder ein Loft mit Ausblick auf die Stadt echte Wohnträume sind, sollte man vor dem Kauf bedenken, dass viel Platz und sehr großflächige Räume immer auch hohe Heizkosten verursachen. Gleiches gilt für den Strom, möchte man doch alle Räume angenehm beleuchten. Viele Eigentümer schließen ihren Gasvertrag mit dem kommunalen Anbieter ab, da dies für sie der einfachste Weg ist. Doch ein genaues Hinschauen lohnt sich. Hier finden Verbraucher online eine praktische Website, auf der sie die Gaspreise ganz einfach vergleichen können. Der Wechsel zum günstigsten Anbieter gestaltet sich im Anschluss ganz einfach.
Wer sich über die Höhe seiner Nebenkosten wundert und sich den hohen Verbrauch von Wasser, Strom und Gas nicht erklären kann, sollte sich Hilfe von einem Energieberater holen. Doch Vorsicht: Bitte stets auf das Zertifikat achten und genau nachfragen, welche Qualifizierungen vorhanden sind. Schließlich kann – wie hier erläutert – in Deutschland jeder als Energieberater arbeiten.

Kosten für Reparaturen und Forderungen von Kommunen

Es ist wichtig, sich ein finanzielles Polster für Reparaturen am Haus zuzulegen. Allerdings entstehen manchmal auch Kosten, wo man es zuvor gar nicht vermutet. So fordern immer mehr Kommunen einen Teil der Straßenerneuerungskosten von Immobilienbesitzern zurück. Da diese Forderungen oft sehr schnell bezahlt werden müssen, wie in diesem Artikel dargestellt wird, sollte bei der Finanzplanung unbedingt auch an solche Aspekte gedacht werden!

© Schwäbische Post 24.11.2017 12:07
3318 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.