Lesermeinung

Zu: Sind Rundfunkgebühren bald Geschichte? vom 2. November

Ich bin über 80 Jahre alt, in Aalen geboren und 1985 in meine mütterliche Heimat umgezogen. Je älter ich werde, desto mehr Geld brauche ich für meine Pflege. Mein Geld reicht schon heute nicht mehr für alles, was ich nötig hätte. In dieser Situation verlangt die ARD von mir, dass ich die Rundfunkgebühren von vierteljährlich 52,47 Euro bezahle. Obwohl ich der ARD unter Eid bezeugte, dass ich keine Geräte habe, mit denen ich Rundfunk oder Fernsehen empfangen könnte – keinen Fernseher, kein Radio, kein Auto, Handy und keine Computer. Nun verlangt die ARD zusätzlich von mir eine Nachzahlung der Gebühren von 2013 bis 2016 als Ratenzahlung. Das sind mehr als 800 Euro. Ich lebe von einer kleinen Rente ohne einen Zuschuss vom Amt. Doch das interessiert die ARD nicht. Sie handelt nur nach dem Grundsatz: Wir haben ein Gesetz, wonach jeder den Rundfunkbeitrag zahlen muss, ob er nun Radio oder Fernsehen hat oder nicht. Das empört jegliches Rechtlichkeitsgefühl. So kann ich nur hoffen, dass der Gerichtshof der Europäischen Union doch noch Gerechtigkeit walten lässt und ein Urteil fällt, wonach es nicht rechtens ist, dass jeder Haushalt einen Rundfunkbeitrag zahlen muss.
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© Schwäbische Post 30.11.2017 18:17
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Kommentare

Edgar Kuchelmeister

Sehr geehrter Herr Hieber,

Sie können sich unter bestimmten Voraussetzungen von der Zahlung befreien lassen:

Hier ein Artikel der Verbraucherzentrale.

Prüfen Sie doch einmal ob Sie sich nicht befreien lassen können.