Im Alter ein Selbstläufer: Wacholder

Immergrün Wenn viele Bäume und Sträucher kahl sind, schlägt die Stunde des Wacholders.

Pflegeleicht, aber langweilig? Im Gegenteil. „Den säulenförmigen Sorten kann man in der Jugend durch Schnitt der Form einen Kick geben“, sagt Holger Hachmann vom Bund Deutscher Baumschulen in Berlin über den Wacholder.

Im Alter sind die Nadelbäume mit Zapfen, die an kleine Beeren erinnern, überdies ein Selbstläufer. Das Gewächs ist zudem ökologisch wertvoll, denn seine männlichen Blüten sind im Frühling Pollenspender für die Bienen. Und die Beerenzapfen ernähren Vögel.

Säulenförmig: Der beliebteste Vertreter ist die Sorte „Blue Arrow“ der Art Juniperus scopulorum (Raketenwacholder). Die Sorte zeichnet sich durch einen sehr schlanken Wuchs und eine schöne Blaufärbung der Nadeln aus.

Kriechend: „Die kriechenden Arten und Sorten werden klassisch als Bodendecker verwendet“, erläutert Hachmann. Diese können überhängend auch als Schmuck von Mauern dienen. Als besonders gesunde Form empfiehlt Hachmann die Sorte „Ice Blue“ des Teppich- oder Kriechwacholders (Juniperus horizontalis).

Überhängend: Ein schöner Vertreter dieser Wuchsgruppe ist die Sorte „Pendula“ der Art Juniperus virginiana. Sie schmückt ihre Seitentriebe mit grünen Nadeln und erreicht dabei eine Höhe von maximal zwei Meter und eine Breite von gut einem Meter. dpa

© Schwäbische Post 29.12.2017 17:07
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