Lesermeinung

Zum Bericht über den Tod eines Katers in der GT vom 9. Januar:

„Der Zeitungsartikel über den Tod eines 17-jährigen Katers veranlasste mich, bei der Presseabteilung der Polizei in Aalen anzurufen. Ich wollte wissen, inwieweit ich auch einem Facebookbericht trauen konnte. 'Wahr und notwendig', war die nicht besonders freundliche Auskunft eines Mitarbeiters der Polizei. Der Beamte habe (...) die richtige Entscheidung getroffen, indem er den Kater erschossen hat. Es wäre zu dieser Zeit kein Tierarzt zu erreichen gewesen, und da das Tier laut geschrien (es war in einem Karton!) und aus dem Mund geblutet habe (Diagnose?), wäre das Erschießen eine Erlösung gewesen.

Später sollte ich erfahren, dass der diensthabende Tierarzt Dr. Kopp nie informiert wurde, obwohl er erreichbar war (...). Gesagt wurde mir auch, dass die Beamten dem stark verletzten Kater das Halsband nicht abnehmen konnten, weil er sich so stark gewehrt habe! Das ist ein Widerspruch! So wurde entschieden, das arme Tier zu exekutieren. Jeder, der schon einmal eine Katze transportiert hat, weiß, wie laut und wehrhaft so ein Tier (blind!) in seiner Box werden kann, dazu braucht es keine schwere Verletzung. Außerdem war der Kater definitiv ein Haustier, kein Wildtier, was unschwer am Halsband (inklusive Telnr.) zu erkennen war. Erschießen verboten!

Hätte die Finderin bei der Polizei nicht nachgefragt, wäre es nie herausgekommen. Das Traurigste aber ist, dass die Polizei sich im Recht fühlt und keinen Fehler zugibt. Ich verlange bei und für die Familie des Katers eine Entschuldigung und Entschädigung. Außerdem für die Zukunft eine klare Vorgehensweise über kompetente Personen und Institutionen und damit keine eigenmächtigen Entscheidungen von Polizisten, die meiner Meinung nach dem Stress in der Silvesternacht nicht gewachsen waren.“

© Schwäbische Post 10.01.2018 16:01
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