• Lichterloh brannte das Ferienhaus in Horlachen am ersten Sonntag im neuen Jahr. Eigentümerin Katharina Ringwald kann aus den übrig gebliebenen Räumen nur noch wenig retten. Was nicht verbrannt ist, haben Rauch und Ruß in Mitleidenschaft gezogen. Fotos: aks/privat

Schon so wird sie die Nacht nach dem Brand nicht so schnell vergessen. „Ich lag im Bett, habe gezittert und gefroren und konnte nicht schlafen. Es war ganz schrecklich.“

Knapp vier Wochen später blicken die Ringwalds wieder nach vorne – „es nützt ja nichts“, meint Katharina achselzuckend. Zweimal haben Brandermittler quasi alles durchforscht, was das Feuer zurückgelassen hat. Die Ursache bleibt trotzdem unklar. Dort, wo das Feuer ausgebrochen ist, standen kleinere Maschinen – der Rasenmäher, ein Holzspalter, dort war Brennholz gelagert und alte Holztische. Jetzt ist da nichts mehr.

Doch das wird sich ändern. „Wir bauen wieder auf“, verspricht Katharina Ringwald. Die Ruine wird entkernt, die Außenwände sollen möglichst gerettet werden. Den Abriss wird die Familie an einen Unternehmer vergeben – „das ist so emotional, das können wir nicht selbst machen“, sagt Katharina. Und sie ist froh, dass die Versicherung den Wiederaufbau unterstützt. Der soll möglichst originalgetreu sein – „natürlich unter Berücksichtigung der neuesten Bauvorschriften“.

Und schon jetzt freuen sich die Ringwalds darauf, dass dann wieder Gäste aus der ganzen Welt ins kleine Horlachen kommen, um dort für ein paar Tage unbeschwerte Idylle und himmlische Ruhe zu genießen. Denn das sind die Komplimente, die ihre Gäste zurückgemeldet haben.

„Es waren alles nette Leute, sie kamen aus Amerika und England, Frankreich und der Schweiz, aus Frankfurt, Wiesbaden, Köln und München. Waren auf Rundreise durch Deutschland oder haben, wie eine Gruppe New Yorker Schüler, in Gmünd Ahnenforschung betrieben. Und sie saßen abends oft mit den Ringwalds am Backhäusle, haben gesungen, gefeiert, geredet. „Und so soll es wieder werden.“

© Schwäbische Post 09.02.2018 20:25
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