Lesermeinung

Über das Streitthema Wölfe und den Leserbrief „Die Angst vor dem Wolf“ vom 11. Februar.

Schön, dass es noch Menschen gibt, die sich vom Rotkäppchen und dem Mythos vom bösen Wolf nicht anstecken lassen. Alles, was dem Menschen nicht in seine Kulturlandschaft passt, muss man wieder gnadenlos ausrotten. Der Mensch spielt sich in seiner Überheblichkeit auf als Bestimmer, welches Tier darf leben und welches muss erbarmungslos gejagt, am besten gleich ausradiert werden.

Wölfe sind keine Gefahr für Menschen, sie verstecken sich auch nicht hinter Bäumen im Wald und warten darauf, Spaziergänger oder Radfahrer anzufallen, um diese dann zu zerfleischen und aufzufressen. In der Stadt hat mich bis jetzt auch noch kein Wolf angegriffen. Diese Panikmache in Deutschland ist wirklich nicht angebracht! Haben wir keine anderen Probleme als ein paar eingewanderte Wölfe?

Bleibt nur zu hoffen, dass unsere Politiker den Wolf weiter unter strengen Naturschutz stellen und nicht einknicken unter dem Märchen vom bösen Wolf. In Norditalien lebt in der Nähe eines Klosters ein Rudel Wölfe in respektvollem Umgang mit den Bewohnern und laut dem Prior ist bis jetzt noch kein Mönch angefallen und gefressen worden. Der Mensch ist das Problem im Umgang mit dem Wolf und nicht umgekehrt.

© Schwäbische Post 13.02.2018 15:49
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Kommentare

Harald Seiz

Der Mensch allgemein ist das Problem für Natur und Tierwelt.  Es wird ohne Rücksicht auf Verluste alles gnadenlos ausgerottet und vernichtet, was ihm nicht in den Kram passt. Das kann man auch in Schwäbisch Gmünd sehr schön beobachten.

Aber die Rechnung bekommt er noch, wie man ja bereits weltweit sehen kann.

Der Mensch kann nicht ohne Natur, aber die Natur kann viel besser ohne den Menschen !