Grippewelle in Deutschland: Ansteckungsgefahr im Wartezimmer

Deutschland leidet unter der alljährlichen Grippewelle. In Bus und Bahn, auf der Arbeit, in Schulen und Kindergärten, überall schnieft und hüstelt es. Mehr als 15.000 neue Grippe-Erkrankungen innerhalb einer Woche registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) zuletzt. Entsprechend sind die Wartezimmer der Arztpraxen überfüllt – und ein Paradies für Krankheitserreger. Eine professionelle Praxisreinigung hilft, die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Zusätzlich sollte sich jeder mit einigen einfachen Maßnahmen schützen.

Experten warnen: Grippewelle nimmt noch zu

Plötzliches Fieber, Kopf und Gliederschmerzen, trockener Reizhusten und körperliche Erschöpfung, das sind die typischen Symptome der Grippe (Influenza). Übertragen wird die Viruserkrankung durch Tröpfchen- und Schmierinfektionen. Husten, niesen, sprechen, Hände schütteln und die gemeinsame Benutzung von Gegenständen – all das führt zur Verbreitung. Wenn sich viele Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten, ist die Ansteckungsgefahr immens.
Die Grippesaison 2017/18 ist in vollem Gange. Das RKI meldete 43.000 Erkrankungen und 126 Todesfälle durch die Influenza in Deutschland. In der Gruppe der 39- bis 59-Jährigen ist ein hoher Anstieg feststellbar, zudem gibt es viele Grippefälle bei Kindern unter 14 Jahren. Experten prognostizieren, dass die Grippewelle, begünstigt durch Menschenansammlungen an den Karnevalsfeiertagen, an Heftigkeit noch zunehmen wird.

Viren warten mit im Wartezimmer

Grippeviren, Erkältungskeime, Magen-Darm-Bakterien: In Arztpraxen tummeln sich sämtliche Krankheitserreger. Das Ansteckungsrisiko ist groß, Dutzende Patienten gehen ein und aus. Im Wartezimmer sind Stuhllehnen, Zeitschriften und Türklinken typische Gefahrenquellen für Schmierinfektionen. Praxisbetreiber müssen daher penibel auf Sauberkeit achten. Die Räumlichkeiten, Toiletten und das Mobiliar müssen täglich professionell gereinigt werden, damit sich Viren und antibiotikaresistente Keime nicht ungehindert ausbreiten. Spezialisierte Dienstleister mit EN-ISO-Zertifizierung kennen sich mit der fachgerechten Praxisreinigung und Desinfektion aus. Die Qualitätsnorm EN ISO 9001 garantiert einen dauerhaft hohen Reinigungsstandard.

Hygiene geht vor – aufs Händeschütteln verzichten

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden bis zu 80 Prozent der Infektionen weltweit über die Hände übertragen. Ärzte müssen sich daher nach jedem Patientenkontakt die Hände mit Desinfektionsmittel reinigen. Viele Allgemeinmediziner sind dazu übergangen, keine Patientenhände mehr zu schütteln. Zeigen Sie dafür Verständnis, es ist in Ihrem Interesse.

Krankheitserregern aus dem Weg gehen

Hände weg: Auf Türklinken werden die meisten Keime von Mensch zu Mensch übertragen. Öffnen Sie die Türen beim Arzt mit dem Unterarm oder desinfizieren sich im Anschluss die Hände. Tipp: Nicht in die Handflächen niesen! Von dort verteilen Sie Ihre Keime unweigerlich weiter.
Wartezeit überbrücken: Setzen Sie sich nur in das überfüllte Wartezimmer, wenn Sie es müssen. Erfragen Sie, wie lange die Wartezeit voraussichtlich ist, und gehen Sie eine Weile draußen spazieren.
Frischluft: Im Wartezimmer sollten Sie so viel Abstand wie möglich zu anderen Patienten halten. Lüften Sie, wenn nötig, einmal kräftig durch. Aufgeheizte Luft ist ein Biotop für Krankheitserreger.
Eigenes Spielzeug einpacken: Eltern sollten beim Kinderarztbesuch für ihren Nachwuchs eigene Spielsachen mitnehmen und darauf achten, dass die Kleinen im Wartezimmer nichts in den Mund nehmen – das haben andere Knirpse schon mehrfach für sie erledigt.

Bild: Pixabay Daniel Cubas

© Schwäbische Post 14.02.2018 09:21
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