Was ist eigentlich ein „Freiherr“?

„Freiherr“ im süddeutschen Sprachgebrauch entspricht dem „Baron“ in den norddeutschen und skandinavischen Sprachen. Der Adelsstand hat sieben Zacken auf der Krone.

Der Freiherr gehörte „zum titulierten Adel im Heiligen Römischen Reich. In Österreich und dem Deutschen Reich bestand dieser Titel bis 1919. In Deutschland wird ‘Freiherr’ und ‘Freifrau’ seitdem als Bestandteil des Namens gebraucht.

Im Gegensatz zum untitulierten Adel, der lediglich das Adelsprädikat ‘von’ im Namen trug, gehörten zum betitelten Adel die Titel Freiherr, Graf, Fürst und Herzog, wobei man zwischen dem Ritterstand und dem Herrenstand unterschied; der Herrenstand begann beim Freiherrn.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiherr)

Der Begriff kommt aus dem Spätmittelhochdeutschen, bedeutet soviel wie „freier Edelmann“ und hing vom beherrschten Territorium ab..

Die Dokumente des Geschlechts von und zu Thannhausen werden im Landesarchiv Baden-Württemberg und im Staatsarchiv Ludwigsburg fachmännisch aufbewahrt. af

© Schwäbische Post 01.06.2018 11:58
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Kommentare

webinger

Wenn man schon wikipedia bemüht hat, hätte man auch zur Kenntnis nehmen müssen:

Der Titel Freiherr/Freifrau ist keine Sache des "süddeutschen Sprachgebrauchs", er wurde im gesamten deutschen Bereich einschließlich der "norddeutschen Sprachen" verliehen. Einzige Ausnahme im deutschen Bereich war das Baltikum, wo der Titel Baron (in der Regel als eine Art Verdienstorden) vom russischen Zaren vergeben werden konnte. Barone in Deutschland sind also Nachfahren der baltischen Barone oder Zuwanderer (z.B. aus Frankreich) - manchmal auch Hochstapler. Davon unberührt ist, dass sich mancher Freiherr von seiner Umgebung gern mit Baron anreden lassen, weil ihm diese eigentlich gleichrangige Bezeichnung - unbegründet - als höherwertig erscheint.

Gruß, R. Webinger