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Der Dieselskandal gehört zu Deutschland

Wer sich in Deutschland als Einzelner gegen betrügerisches Verhalten von Chemieunternehmen, Großbanken oder gar der Deutschen Autoindustrie zur Wehr setzen will, hat keine Chance. Die großen Konzerne haben die besseren Anwälte und viel Geld, damit haben sie dann auch das Recht auf Ihrer Seite. Gruppenklagen, wie etwa in den USA, gibt es in Deutschland nicht. Die deutsche Autoindustrie hatte im letzten Jahr einen Rekordgewinn von über 40 Milliarden Euro. Dennoch lehnt Kanzlerin Angela Merkel ab, von den Diesel-Konzernen auf deren Kosten eine technische Nachrüstung zu fordern. Lieber nimmt sie Fahrverbote auf Kosten der Steuerzahler und Lungengeschädigte, bzw. tote Bürger in Kauf.
Und genau deshalb haben auch Millionen betrogene Dieselbesitzer nach mehr als 2 Jahren Abgasskandal noch keinen Cent gesehen. Jetzt soll eine Musterfeststellungsklage kommen. Ob die zielführend ist zeigt, muss sich erst noch zeigen, es darf aber bezweifelt werden, denn nur große Verbände dürfen klagen.

© derleguan 11.06.2018 06:22
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Kommentare

Frieder Kohler

MP Kretschmann hat es nicht gewußt (?), derleguan nur vergessen auf https://www.heise.de/autos/artikel/Kartellverdacht-EU-gegen-Daimler-VW-und-BMW-4029268.html hinzuweisen:

"Die EU-Kommission will die Gangart gegen Daimler, BMW und den Volkswagen-Konzern wegen möglicherweise rechtswidriger Absprachen zu verschärfen und damit die Weichen für Geldbußen zu stellen, schreibt das Handelsblatt (bitte weiterlessen und dran bleiben).
 Den drei Herstellern wird vorgeworfen, ein Kartell gebildet zu haben!

Frau Merkel....