Den passenden Nachhilfelehrer finden: So klappt es

Wenn der Sprössling mit schlechten Noten nach Hause kommt, ist guter Rat oft teuer. Leider trifft das auch viel zu häufig auf Nachhilfelehrer zu. Um nicht in die Kostenfalle zu geraten, sollten Sie einige Tipps bei der Suche nach dem passenden Nachhilfelehrer für Ihr Kind beachten.

Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Es gibt gute und schlechte Lehrer – das kennen viele von uns aus der eigenen Schullaufbahn. Bei Nachhilfelehrern ist das nicht anders. Es gibt manche, die für ihr Fach brennen und das auch noch ganz toll inhaltlich rüberbringen. Und dann gibt es wieder andere, die den Beruf des Lehrers nur ausüben, weil er sicher zu sein scheint und man damit gutes Geld verdienen kann. Letztere Gruppe gehört zu den Nachhilfelehrern, die man lieber nicht engagieren möchte.
Aber noch einen weiteren Punkt gilt es zu beachten: Wenn Sie für Ihr Kind einen privaten Nachhilfelehrer über eine Online-Plattform oder Kleinanzeigen engagieren, sollten Sie bedenken, dass Ihr Kind mit dem Lehrer 45 oder gar 90 Minuten allein im Zimmer ist.

Da sollte der Lehrer schon zuverlässig und vor allem auch vertrauenswürdig sein. Schließlich möchte man als Elternteil sein Kind in guten Händen wissen – und lernen soll es schließlich auch noch.
Bei privaten Anzeigen und Angeboten hat man leider kaum Möglichkeiten, den Nachhilfelehrer vorab zu überprüfen.

Suchen Sie lieber über etablierte Börsen

Natürlich können Sie private Nachhilfelehrer am Telefon befragen, oder Sie setzen sich bei der ersten Nachhilfestunde einfach mit dazu. Das sollte aber nicht nötig sein, denn im Zweifel kostet das nur eine Menge Geld und Zeit und bringt dem Nachwuchs doch nicht die erwünschte Verbesserung der Noten. Was also tun?
Suchen Sie doch einfach über seriöse Nachhilfebörsen, wie superprof.de. Hier können Sie sich unterschiedliche Nachhilfelehrer ansehen und etwas über sie erfahren.
Denn zusätzlich zu den Unterrichtsfächern, die die Lehrer anbieten, schreiben sie auch etwas über sich selbst. So können Sie bereits einen ersten Eindruck von der Persönlichkeit des Nachhilfelehrers gewinnen. Aber nicht nur das: Die anderen Nutzer haben die Möglichkeit, den Nachhilfelehrer zu bewerten. So können Sie sich nicht nur selbst ein Bild machen, sondern auch ganz objektiv erfahren, was andere Nutzer von dem jeweiligen Nachhilfelehrer halten.
Weiteres Plus: Da auf diesen Börsen die Konkurrenz ziemlich groß ist, bieten viele Nachhilfelehrer eine kostenlose Probeeinheit an, in der Sie sich einen Überblick über das fachliche und pädagogische Können des Lehrers verschaffen können.

Auch etablierte Nachhilfeinstitute können eine Alternative sein

Daneben gibt es auch die Möglichkeit, seinen Sohn oder Tochter in einem etablierten Nachhilfeinstitut anzumelden. Hier unterrichten meist ausgebildete Lehrer, oder Studenten, die sich in einem Lehramtsstudiengang befinden. Aber auch der Unterricht selbst gleicht dem in die Schule: Man wird in Klassen, die jedoch meist kleiner sind, als die Klassen in der Schule, nach einem vorgegebenen Lehrplan unterrichtet. Auch Hausaufgaben müssen von einem Termin bis zum nächsten gemacht werden und einige Nachhilfeinstitute überprüfen den Lernfortschritt ihrer Schüler auch mit Tests und mündlichen Prüfungen.

Zahl der Nachhilfeschüler steigt stark an

Tatsächlich ist in den letzten Jahren ein starker Anstieg der Zahl der Schüler zu merken, die Nachhilfe in Anspruch nehmen. Das Verblüffende daran: Nicht alle Schüler bräuchten auch die Nachhilfe. Selbst Schüler mit durchschnittlichen Noten beauftragen immer öfter einen Nachhilfelehrer, um ihren Notendurchschnitt zu verbessern. Wer ein bestimmtes Fach wie Medizin oder Jura studieren möchte, muss eben an den meisten Universitäten einen bestimmten Numerus Clausus vorweisen. Schüler, die das nicht alleine schaffen, brauchen in diesem Fall eine externe Unterstützung – und das sind in den meisten Fällen Nachhilfelehrer. Aber immer öfter bieten auch Studenten ihre Fähigkeiten und ihr Wissen an und coachen Abiturienten und andere Schüler kurz vor ihrem Schulabschluss. Auf diese Weise erhoffen sich Eltern und Schüler, zu einem ausgezeichneten Ergebnis zu kommen.

Ist der Druck in der Schule zu hoch?

Aber nicht nur durchschnittliche Schüler, die ihren Notendurchschnitt verbessern wollen, engagieren Nachhilfelehrer. Daneben gibt es auch die klassischen Problemschüler, die in einem oder gleich mehreren Fächern auf keinen grünen Zweig kommen.
Ganz klassisch gehören zu diesen Fächern die sogenannten MINT-Fächer. Also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Diese Fächer werden auch in Zukunft immer wichtiger, der Unterricht an den meisten Schulen kann mit der Entwicklung aber leider nicht mithalten.
So kommt es, dass nach alten – manchmal sogar veralteten – Methoden unterrichtet wird, die einfach nicht zu den neuen Anforderungen passen. In der Folge verlieren die Schüler das Interesse und werden abgehängt. Sie folgen dem Unterricht nicht mehr, erledigen keine Hausaufgaben und schreiben immer schlechtere Noten. Ein Nachhilfelehrer (z.B. für Mathematik) ist dann häufig der letzte Ausweg.
Lehrer raten jedoch dazu, dass die Eltern vor der Beauftragung eines Nachhilfelehrers auch das Gespräch mit der Schule suchen sollten. Vor allem der Klassenlehrer des Kindes sollten einen guten Einblick in dessen schulische Leistungen haben. So kann er relativ gut beurteilen, was ihm fehlt und woran gearbeitet werden muss. Mit diesem Plan in der Tasche können sich Eltern dann auch die Suche nach einem Nachhilfelehrer machen, der genau diese Fähigkeiten schult, die dem Kind fehlen. Häufig ist es aber auch einfach nur der sprichwörtliche Knoten, der platzen muss, damit das Kind in der Schule wieder bessere Leistungen bringt.

Bild 1: unsplash.com © Jeremy Avery
Bild 2: unsplash.com © Thought Catalog

© Schwäbische Post 18.07.2018 15:00
1653 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.