Früher Steine, heute Pflanzen

Botanik Jetzt wächst Arnika schon auf 14 Gipfeln
  • Auf immer mehr Berggipfeln blüht Arnika. Grund ist die Klima-Erwärmung. Foto: Daniel Karmann/dpa

Nürnberg. Wer in den Bergen wandert, kann viele Pflanzen sehen. Dabei verändert sich die Natur je nach Höhe. Im Tal gibt es normalerweise große Bäume, doch je weiter man nach oben steigt, desto kleiner werden die Bäume. Irgendwann gibt es nur noch Sträucher, dann nur noch kleine Blumen und Gräser. Und schließlich nur noch Felsen.

Das liegt daran, dass es weiter oben meist kälter und windiger ist. Dort haben es größere Pflanzen schwer. Stattdessen wachsen dort bestimmte Pflanzen, die sich gut an das raue Klima angepasst haben. Doch durch den Klimawandel verändert sich das Klima. Auf den Bergen wird es wärmer. Pflanzen, die früher nur weiter unten wuchsen, kann man jetzt auch auf den Gipfeln sehen. Das haben Forscher gerade herausgefunden.

Ein Beispiel ist die gelb blühende Arnika. Vor etwa 100 Jahren fanden Forscher die Pflanze auf keinem von 300 untersuchten Gipfeln. Heute wächst sie auf 14 Gipfeln. Die Forscher berichten auch von drei Gipfeln, auf denen früher gar nichts wuchs. Jetzt gibt es dort mehr als zehn Pflanzenarten.

© Schwäbische Post 03.08.2018 16:56
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