Für Kinder braucht man genügend Geld

Leserzuschrift

Zum Vorschlag aus der Jungen Union, Kinderlose stärker zu belasten:
Es ist schon erstaunlich wie sich junge unerfahrene Politiker – diesmal von der CDU – profilieren wollen, ohne vorher ihren Verstand wirken zu lassen.
Aus verschiedenen Gründen ist eine Abgabe für Kinderlose nicht möglich. Familienregelung Seitens des Staates war eine Form im „Dritten Reich“ und das haben wir Gott sei Dank hinter uns.
Außerdem wäre es eine Unverschämtheit, Ehepaare zu bestrafen, die gern Kinder hätten und aus irgendwelchen Gründen keine bekommen können. Und dann kommt noch dazu, dass oft aus finanziellen Gründen keine Familie gegründet werden kann, weil zum Beispiel nach wie vor teilweise Minilöhne gezahlt werden und viele Firmen nur befristete Arbeitsverträge anbieten. Wer will da den Mut haben, Kinder in die Welt zu setzen?
Vielleicht könnte man da beginnen, Löhne zahlen, die ein Familienleben ermöglichen und Arbeitsverträge anbieten, die unbefristet sind. Das würde eher Mut machen zum Kinderkriegen. Die Kanzlerin sollte bezüglich dieser unsinnigen Vorschläge über Abgaben von Kinderlosen ein Machtwort sprechen und die Angelegenheit schnell vom Tisch fegen.
Friedhelm Boderke, Neresheim
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Kommentare
zerohedge

20.02.2012 | 12:19 Uhr

Für Kinder braucht man genügend Geld

@Friedhelm Boderke: der Staat greift bereits über eine Vielzahl von Massnahmen in die "Familienregelung" ein, über Kindergeld, Kinderfreibetrag etc. - der Vergleich mit dem Dritten Reich ist damit so überflüssig wie falsch

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Dieter Oltersdorf E-Mail

20.02.2012 | 03:35 Uhr

Für Kinder braucht man genügend Geld

Junge unerfahrene Politiker mit Verstand ist doch ein Widerspruch.

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