Gelingt Schwabsberg im Final-Four der große Wurf?
Wenn am kommenden Wochenende, 14./15. April, im thüringischen Bad Langensalza im Finalrundenturnier des DKBC-Pokals der Männer und Frauen Deutschlands beste Kegelteams aufeinandertreffen, ist der KC Schwabsberg erneut mit von der Partie. Man darf durchaus gespannt sein wie sich der Vertreter Baden-Württembergs im exklusiven und mit dem Deutschen Meister SKV Rot-Weiß Zerbst (Sachsen-Anhalt), Vizemeister SKC Victoria Bamberg (Bayern) und dem Dritten der 200’er Liga, SKC Nibelungen Lorsch (Hessen), absolut hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld schlagen wird. Nach dem hervorragenden dritten Platz in der Meisterschaft ist den Ostwürttembergern mit dem Einzug ins Final-Four ein weiterer genialer Schwabenstreich gelungen. Völlig unabhängig vom Ausgang des Turniers hat der KC Schwabsberg schon jetzt die erfolgreichste Spielsaison aller Zeiten absolviert.
Schwabsbergs Teamchef Rudolf Maier: „Den Weg in die Finalrunde hat sich meine Mannschaft mit Elan, großem keglerischen Geschick aber auch dem Glück des Tüchtigen geebnet. Dass wir uns im Pokal bereits zum zweiten Mal in Folge für das Finalrundenturnier der vier besten Männerteams qualifizieren konnten ist nicht nur eine tolle Sache sondern spricht auch für die erfolgreiche Arbeit die im Verein geleistet wird.
In Bad Langensalza warten anspruchsvolle Gegner auf uns. Ich denke“, so Maier weiter, „die werden sich alle zerreißen, um am Ende einen Platz auf dem Treppchen zu ergattern.
BMW-SKK Landshut, SKC GH SpVgg Weiden, ThSV DT Bad Langensalza und der
ESV Ravensburg, der nach einem wahren Kegelkrimi nur denkbar knapp geschlagen werden konnte, waren Schwabsbergs Gegner auf dem Weg ins Final-Four.
Bereits im vergangenen Jahr glückte dem Maier-Team erstmals der Vorstoß ins Endrundenturnier. Dort musste man sich dann im kleinen Finale, nach einer rassig geführten Partie, dem Meister der 200’er-Liga, Olympia Mörfelden, geschlagen geben.
Auch in Bad Langensalza fehlt es nicht an namhaften Gegnern, da sich mit Zerbst und Bamberg gleich zwei national wie internationale Topteams für die Endrunde qualifiziert haben. Erst vor wenigen Tagen haben sich die Bamberger im slowenischen Celje bei den Finalspielen der Champions-League den zweiten und der Deutsche Meister aus Zerbst den dritten Rang gesichert. Beide Teams kennen die Württemberger aus dem Ligaspielbetrieb zur Genüge.
Ob es nun die Losfee gut oder schlecht mit Schwabsberg gemeint hat, wird sich zeigen, denn Anfang März, anlässlich der Classic-Konferenz in Berlin-Schönefeld, wurde nämlich den Ostwürttembergern der vierte Qualifikant, der SKC Nibelungen Lorsch, als Halbfinalgegner zugelost. Eine interessante Paarung jedoch mit ungewissem Ausgang, wenn sich die jeweiligen Meisterschaftsdritten der 120’iger und 200’er-Liga im direkten Vergleich gegenüberstehen.
Das zweite Halbfinale mit den ewigen Kontrahenten Bamberg (Titelverteidiger) und dem Deutschen Meister SKV Rot-Weiß Zerbst hat es ebenfalls in sich. Eine absolute Knallerpaarung. Nach zwei Niederlagen in der Meisterschaft, hielt sich Bamberg beim direkten Aufeinandertreffen im Halbfinale der Champions-League an den Zerbstern schadlos.
Schwabsbergs Halbfinalgegner der SKC Nibelungen Lorsch scheint die einzige Unbekannte in der Gleichung zu sein, da man die Spielstärke des Drittplazierten der 200’er-Liga nicht exakt einschätzen kann. Die Lorscher sind für Schwabsberg zwar keine gänzlich Unbekannten. Während der Zugehörigkeit zur 2. Kegler-Bundesliga West, haben die Rainauer mit den Nibelungen so manchen Strauß ausgefochten. Zwischenzeitlich haben sich die Gesichter der Mannschaften allerding grundlegend verändert.
Zuhause sind die Lorscher eine Macht, soviel steht fest. Da legte man auch den Grundstock für den dritten Platz in der Meisterschaft. Nur einmal gab es in Lorsch für die Gegner Grund zum Jubel. Auf fremdem Terrain indes erwiesen sich die Hessen aber durchaus als anfällig und schlagbar.
Leistungsträger bei den Hessen, die über einen starken und ausgeglichen besetzten Kader verfügen, sind Jochen Steinhauer, die Gebrüder Frank und Torsten Gutschalk sowie Holger Walter.
„Wenn wir im Halbfinale gegen Lorsch punkten wollen, müssen wir uns gewaltig zur Decke strecken“, so die Einschätzung von Schwabsbergs Kapitän Fabian Seitz. „Lorsch“, so Seitz weiter, „ist zwar schlagbar, eine einfache Nummer wird das aber nicht. Einen klaren Favoriten gibt es meiner Einschätzung nach nicht. Taktieren hilft uns letztlich auch nicht wirklich weiter, nachdem im Pokal blind gesetzt wird.
Augen zu und durch heißt da die Parole. Die Qualität, um am Sonntag im großen Finale antreten zu können haben wir allemal. Wir müssen unser Können nur auf die Bahn bringen.“
Bei den Frauen stehen gleich zwei Bamberger Teams im Finalrundenturnier.
Dort bekommt es Drittligist Victoria Bamberg II mit dem Erstligisten ESV Pirmasens und der Favorit auf den Turniersieg, der Deutsche Meister SKC Victoria Bamberg, gleichzeitig auch Titelverteidiger, mit dem Frauen vom den Drittligisten SKK Poing zu tun.
Das Mannschaftsaufgebot des KC Schwabsberg:
Denis Annasensl, Sven Frenzel, Timo Hehl, Thomas Schweier, Fabian Seitz, Alexander Stephan, Andreas Eberhard, Roland Chioditti und Christian Winter.
















