Was macht Gott den ganzen Tag?
Trotz großer Konkurrenz durch Stadt-Schul-Feuerwehr- und andere Feste fanden viele interessierte Besucher den Weg in die ehemalige Synagoge Oberdorf zu einem Märchenabend mit jüdischen Märchen.
Mit heiteren, verschmitzten oder auch religiösen Märchen zeigten Friede Wallentin, Helga Schwarting, Ingrid Raschka und Ute Hommel die ganze Vielfalt jüdischer Kultur. Peter Epple untermalte virtuos und einfühlsam die Stimmung der Märchen mit seinem Akkordeon. So erzählte Ute Hommel von der Wahrheit, die von den Menschen nur geliebt wird, wenn sie im Gewand des Märchens daherkommt. Über den Unterschied zwischen Paradies und Hölle berichtete Helga Schwarting. Dass es zuallererst auf die Frauen ankomme, bewies Friede Wallentin mit ihrem Märchen vom Aufstieg des Holzfällers. Ingrid Raschka beantwortete die Frage, was Gott so den ganzen Tag mache: Er hob Menschen in die Höhe und ließ sie auch wieder fallen und verbat sich jede Einmischung in sein Geschäft durch seinen Propheten Mosche. Und Helga Schwarting schloss den vergnüglichen Abend mit einer heiteren Episode von Herschele Ostropolar, dem jüdischen Eulenspiegel.
















