Die Lehrer zu bewaffenen wäre pervers

Leserzuschrift

Jedes Jahr 30 000 Tote in den USA durch Schusswaffen:
Sollte in der Verfassung der USA das Recht des Volkes verbrieft sein, Waffen zu besitzen und Waffen zu tragen, dann müsste in Folge der Massaker und tausender Toten durch den Gebrauch von Schusswaffen im privaten Besitz, dieser Zusatzartikel im Gesetzgebungsverfahren novelliert werden.
Es gibt auf die Täter bezogen vielfältige Gründe und Ursachen (Rache, Ehrverletzung, Depression etc.) von Schusswaffen Gebrauch zu machen. Die Gesellschaft muss das Miteinander fördern und darauf hinwirken, Menschen nicht auszugrenzen.
Pervers ist der von Waffenlobbyisten unterbreitete Vorschlag, die Aufsichtsorgane und Lehrer auch mit Waffen auszustatten, um bei vergleichbaren Vorgängen Selbstjustiz ausüben zu können. Es stellt sich die Frage, ob von dem Bedürfnis nach Waffenbesitz der Bürger, die Politik indirekt beeinflusst wird, internationale Konflikte oftmals durch den Einsatz des Militärs lösen zu wollen. Der Militärhaushalt der USA steht in einem Missverhältnis zum Sozialhaushalt. Alfred Rupprecht, Leinzell
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Kommentare
JThauser

30.12.2012 | 21:03 Uhr

Die Lehrer zu bewaffenen wäre pervers

Ihr Wort in Gottes Ohr, Herr Rupprecht. Trösten wir uns damit, dass die NRA sich mit dieser wirren Forderung selbst ins Abseits gestellt hat.

Wenn nun dieser Zusatzartikel, der das Recht auf Waffenbesitz gewährt, nicht einzuschränken ist -- warum auch immer --, was spricht dann dagegen, zuerst eine Registrierungspflicht (sofern nicht sowieso vorhanden) und dann eine Besteuerung auf Waffen und Munition einzuführen?

Auch wenn der Vergleich hinkt: Ich habe ja auch die Freiheit, so viele Autos zu besitzen und nutzen, wie ich will. Vorausgesetzt, ich kann deren Steuer, Versicherung und laufende Kosten bezahlen. Damit würde aus dem ideellen ein finanzielles Problem, und damit die Bereitschaft zur Abgabe der Waffen wohl deutlich höher.

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