Hier schreibe ich – Beiträge unserer Leser

Männer und Frauen in der Sprache (Gleichstellung)

VON LESER GERHARD SITTNER-EMAILDOPPELT

Wenn ein Betrieb Ingenieure (Berufsbezeichnung) sucht und in der Stellenanzeige "Ingenieure (m/w)" schreibt, dann ist das für Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher leicht lesbar und verständlich. Für Vertreter und Vertreterinnen (Vertreter/-innen) der "reinen Lehre" ist diese Fomulierung allerdings politisch nicht korrekt. Die Stellenanzeigen in den Wochenendausgaben der Tageszeitungen geben ein Bild davon, wie Betriebe und Behörden bemüht sind, den sprachlichen Anforderungen der Political Correctness gerecht zu werden - und dabei Schindluder mit der Sprache treiben. Aber es gibt Quellen, die auf korrekte Anwendung von Ergänzungsbindestrich und Schrägstrich hinweisen und Beispiele anführen, wie Stellenanzeigen sprachlich politisch korrekt und leicht lesbar gestaltet werden können. Viele Anzeigen belegen jedoch, dass in den Personalabteilungen von Behörden und Betrieben, aber auch in den Anzeigenredaktionen von Zeitungen ein erheblicher Nachholbedarf an Information besteht. Wennschon - dennschon!

Kommt Ihnen dieser Beitrag bekannt vor? Richtig! Er erscheint heute zum dritten Mal, das letzte Mal am 22. September 2012. Ein Blick in die Stellenanzeigen seit diesem Datum lässt erkennen, dass es sich um ein ganz dickes Brett handelt, aber es lohnt sich weiterzubohren, wenn dabei sicher auch noch mancher Bohrer abbricht. Der oder die eine oder andere in den Personalabteilungen und in den Anzeigenredaktionen kommt vielleicht ins Grübeln beim erneuten Lesen dieses Beitrags. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. 

 

            

 

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