„Gedenken schadet der Zukunft“

Leserzuschrift

Zu Gedenkveranstaltungen, die Nazi-zeit und das NS-Regime betreffend:
Je weiter wir uns zeitlich vom Dritten Reich entfernen, desto übermäßiger wird offenbar der Zwang, sich kollektiv zu erinnern. Anders lässt sich der inflationäre Gedenktage-Parcours der letzten Wochen und Monate nicht deuten. Was davon berührt die Menschen wirklich noch im Herzen und im Denken - und was davon ist schon in kalten Ritualen und gekünstelten Bußübungen erstarrt?
Das NS-Regime nimmt knapp siebzig Jahre nach seinem Ende noch immer einen ungeheuer großen Raum in der öffentlichen Diskussion ein. Deutschland hat aus seiner Geschichte mehr als jedes andere Land die nötigen Schlüsse gezogen. Wir dürfen uns auch im Interesse kommender Generation nicht weiter in dieser Intensität mit Vergangenem beschäftigen, sonst drohen wir als Volk und Land an den künftigen Herausforderungen zu scheitern.
Richard Baumann,
Ellwangen-Rindelbach
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Kommentare
Frieder Kohler

09.02.2013 | 11:14 Uhr

Gedenken schadet der Zukunf

"Deutschland hat aus seiner Geschichte mehr als jedes andere Land die nötigen Schlüsse gezogen" - Sie auch?

In der Hoffnung, daß Sie nicht zu den "Schönfärbern" gehören (aus braun wurde zu oft schwarz!) und bei den "inflationären" Gedenkveranstaltungen nachgedacht haben, in der Familie und im Freundes- oder Bekanntenkreis durch neue Quellen in Bild und Ton über einen Selbstbetrug zur Vergangenheitsbewältigung intensiv diskutierten, dann, ja dann, werden Sie erkennen: Ohne Erinnerung können wir Menschen nicht leben - und ohne Erinnerung stünde unsere Zukunft auf unsicherem Boden (Quelle unbekannt!).

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