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Zu "Was letztlich zählt" vom 08.02.2013

VON LESERIN KARIN KRATZER-WIRTH

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ (Immanuel Kant)

Ach ja, wie schlimm ist es doch für die Kirche, Menschen die sich des eigenen Verstandes bedienen, sind unpraktisch und natürlich ohne jegliche Moral. Auf diese Moral verzicht ich gerne allemal.

Welche Kirche erlaubt einer Partei das „C“ im Namen? Und wofür? Für Ausbeutung der Menschen und der Natur? Für Kriege und Spießbürgertum?

Ich verzichte gerne auf einen Gott, den „Christen“ ohne Sanktion für sich gebrauchen, egal was sie schlimmes tun.

Ich verzichte gerne auf einen Glauben, bei dem Eltern und Großeltern sagen „das Kind wird getauft, das gehört sich so“.

Ich verzichte gerne auf eine Gesellschaft, in der es etwas so abstruses wie Militärgeistliche gibt.

Ich verzichte gerne auf eine christliche Gesellschaft, in der es noch die Alten gibt, die sagen „damals bei H….r hätte es das nicht gegeben.

Ich verzichte gerne auf christliches Gedankengut wenn gerade dort, wo besonders „schwarz“ gewählt wird die jungen Nazis die beste Rückendeckung haben.

Ich bringe mein Kind nicht ins Bett, mit einem Gott der mit seinen „Plagen“ ganze Völker vernichtet.

Ich verzichte gerne auf eine „von christlichen Werten geprägte“ Gesellschaft, die durch ihr Konsumverhalten anderen Menschen die Lebensgrundlage entzieht.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der die Starken den Schwachen wirklich helfen, in der jeder seinen eigenen Verstand benutzt, in der man einfach achtsam ist und nicht wegschaut. In der man sich nicht über Oberflächlichkeiten das Maul zerreißt.

Eine Gesellschaft, in der Männer mit sonderbaren Gewändern keinen Einfluß auf öffentliche Entscheidungen haben.

Eine Gesellschaft in der die Kirchen die „Entweltlichung“ ernst nehmen, und sich ihre ganze Einmischung nicht von allen Steuerzahlern finanzieren lassen.

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Kommentare
Frieder Kohler

13.02.2013 | 17:09 Uhr

Zu "Was letztlich zählt" vom 08.02.2013: Augen auf!

Sehr verehrte Frau Kratzer-Wirth, "man spricht viel von Aufklärung und wünscht mehr Licht. Mein Gott, was hilft aber alles Licht, wenn die Leute entweder keine Augen haben oder die, die sie haben, vorsätzlich verschließen" stellte Georg Christoph Lichtenberg schon um 1799 fest. Also, "Liebe Brüder und Schwestern", Augen und Ohren auf:" Aufklärung in allen Ständen besteht eigentlich in richtigen Begriffen von unseren wesentlichen Bedürfnissen!" 

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