Leserbeiträge

Brunnhuber und die Kunst des Aufhörens!

  • Es ist vollbracht!

Ob Kirche, Staat, Gesellschaft und Politik: Papst Franziskus nennt die (15) Krankheiten der Unersetzlichen am Beispiel der Kurie...

" Die Krankheit, sich „unsterblich", „immun" oder geradezu „unersetzlich" zu fühlen, indem die nötigen und gewohnheitsmäßigen Kontrollen außer Acht gelassen werden. Eine Kurie, die sich selbst nicht kritisiert, die sich nicht erneuert, die nicht besser werden will, ist ein kranker Körper. Ein ganz normaler Besuch auf einem Friedhof kann uns helfen, die Namen vieler Personen zu sehen, von denen manche vielleicht dachten, dass sie unsterblich, unangreifbar und unersetzlich seien! Es ist die Krankheit des reichen Toren aus dem Evangelium, der glaubte, ewig zu leben (vgl. Lk 12:13-21), und derer, die sich zu Herren machen und sich allen überlegen fühlen statt im Dienste an allen. Sie rührt oft von der Sucht nach Macht und vom „Komplex der Erwählten", vom Narzissmus, der leidenschaftlich das eigene Ebenbild betrachtet und nicht das Abbild Gottes, das sichtbar ist im Antlitz der anderen, vor allem der Schwächsten und Bedürftigsten (Evangelii Gaudium 197-201). Das Gegenmittel für diese Seuche ist die Gnade, sich als Sünder zu fühlen und von ganzem Herzen zu sagen: „Wir sind unnütze Diener; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan" (Lk 17,10).

Wollte der auch in Rom bekannte Ordensträger, Strippenzieher und (Chef-)Lobbyist im Januar 2014 "endlich mehr Zeit für die Familie haben" (in: Aalener Nachrichten. Nr. 9, 9. Januar 2014), so "sei er für den Ruhestand nicht geschaffen - er arbeite einfach gern", sagt Brunnhuber in http://www.schwaebische-post.de/10418884/ . Ja, der ehemalige Leiter eines Bauplanungsamtes plant weiter an seiner "verdienstvollen" Karriere, darf er doch hoffen, von Ministerpräsident Kretschmann (wie OB Schuster und MP Teufel) kurz vor dem Abstellgleis zum Professor DB ernannt zu werden!

© Frieder Kohler 05.02.2015 09:54
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Frieder Kohler

Liebe LeserInnen, die Redaktion hat diesen "Hier-schreibe-Ich-Beitrag als Leserzuschrift (!) gekürzt und in folgende Form gegossen: http://www.schwaebische-post.de/artikel.php?aid=788131 - und aus dem letzten Absatz die Überschrift "Professor DB" entnommen! Teilen Sie mir Ihre Meinung nicht telefonisch mit, sondern berichten bitte der Redaktion über die "Kunst des Aufhörens"...

Frieder Kohler

Vor dem (Nach-)Forschungsbericht "S 21" hier die Fortschreibung zur Sehnsucht nach Orden, Ehrenzeichen samt Auszeichnungen der "Narrenvereine" (Karneval, Fasnet u.a. traditionelle Lebensabschnitte) in http://www.schwaebische-post.de/1643656/