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AWO-Senioren erkunden das Zillertal

  • Teilnehmer der Busreise
Zum Reisen braucht’s gutes Wetter, aber damit war „Fehlanzeige“ beim Start zur 3-Tagesfahrt ins Zillertal mit den AWO Senioren aus Oberkochen und Aalen in der vergangenen Woche. Die gute Laune kehrte jedoch allmählich mit einer eigens für diese Reise hergestellten lustigen Buszeitung ein und zudem hellte das Wetter langsam auf und nach einem Stopp an der Uferpromenade des Tegernsees wurde es besser. Bei der Erkundung des größten Sees Tirols, dem Achensee, waren Alle mit dem Wetter zufrieden. Einige Teilnehmerinnen der AWO Tanzkreise hatten zudem mit sehr viel Temperament in einem Klamotten-Shop einen spontanen Tanzauftritt zur Freude des Ladeninhabers und der anwesenden Kundschaft. Bevor die Gruppe jedoch für ein Engagement verpflichtet werden konnte, ging die Fahrt weiter zum „Tor des Zillertals“ nach Fügen. Dort erwartete die Gruppe ein sehr komfortables Hotel, in dem man sich wohlfühlen konnte und der Abend bot mit einem ausgezeichneten Musikerduo aus dem Zillertal die Basis für einen gelungenen Tanzabend. Das gesamte Zillertal wurde am nächsten Tag mit dem einheimischen Gästeführer Helmut per Bus erkundet, bis zur Skiarena Gerlos und zum großen Stausee führte die 1927 erschlossene Serpentinenstraße. Bei herrlichem Sonnenschein präsentierten sich die umgebenden Berge, wobei die höchsten Spitzen mit fast 2700 m bereits mit Schnee gezuckert waren. Ganz besonders beeindruckend war schließlich im Tal das „Strasser Häusl“ in Ramsau. Die Eigentümerin, Frau Rosa, hat ihr mit viel Liebe zusammengetragenes Heimatmuseum erklärt und erzählt, dass von hier aus die „Stille Nacht heilige Nacht“ in alle Welt getragen wurde. Die „Lerchen vom Zillertal“, das waren 4 Kinder der Strasser Familie, haben 1832 in Leipzig das Lied bekannt gemacht, wobei sie die 700 km zu Fuß zurückgelegt hatten. Die Geschichte der Strasser Familie wird in dem kleinen Museum lebendig. Eine wichtige Einnahmequelle im 19. Jhdt. war für die Bevölkerung der Handel mit den echten Zillertaler Handschuhen. Es gab immerhin siebzehn Handschuhhändler im Tal. Unser Gästeführer wurde nimmermüde und hat auf wunderbare Art sein Zillertal der Gruppe nähergebracht. Beim abendlichen Zusammensein im Hotel gab es schließlich ein Quiz, wobei das tagsüber erworbene Wissen über das Zillertal abgefragt wurde. „Attraktive Preise“ winkten, wie z.B. eine „Polstergarnitur“, ein „Frischfleischautomat“ und eine „Küchenmaschine“. Die Preise waren so originell und zum allgemeinen Lachen, dass diese keiner wirklich gewinnen wollte. Damit man nach langer Besichtigungsfahrt zu einem körperlichen Ausgleich kommt, hat der Tanzleiter die AWO Seniorentanzgruppen aus Aalen und Oberkochen auf der Tanzfläche im Hotel in Schwung gebracht und auch andere Gäste nahmen das Angebot freudig an. Am letzten Morgen informierten sich die Senioren noch über die Vorzüge der Heumilch in der Heumilch Schaukäserei und die letzten Abstecher galten schließlich der kleinsten Stadt Österreichs, Rattenberg, sowie der Seiser Alm mit einem herrlichen Blick auf den Chiemsee und deren Inseln. Insgesamt kamen am Ende der Reise Alle zu dem Ergebnis, dass die 3-Tagesfahrt einfach super war und dem gesamten Reiseteam, allen Helfern und Helferinnen und unserem Fahrer Maximilian großes Lob gebührt.
© AWO-Ortsverein Aalen 27.09.2016 22:00
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