Hier schreibt der Stadt-Seniorenrat Aalen

Netzwerk 60 Plus im Stadt-Seniorenrat Aalen e.V.

Mitteilungen des Aalener Netzwerks 60 Plus

Stand 19. Januar 2017

Telefon Stadt-Seniorenrat: 07361/9750558; E-Mail: ssr.aalen@t-online.de

1. Termine Kaffeetreff, im Bibliothekszimmer im Bürgerspital Aalen um 14.30 Uhr, Gäste sind willkommen.

7. Februar

7. März

4. April

2. Mai

6. Juni 4. Juli

2. Wo wir bereits waren:

Mit einem gemeinsamen Besuch des Neujahrskonzerts der Stuttgarter Saloniker am

9. Januar in der Stadthalle mit elf Teilnehmern eröffneten wir unsere Aktivitäten für dieses Jahr.

3. Auf was wir uns geeinigt haben:

* Am Dienstag, 14. Februar 2017 zur großen Ausstellungdes Landesmuseums Württemberg im Alten Schloss:„Die Schwaben. Zwischen Mythos und Marke“

Eintrittspreis: Erwachsene 13,-- EUR

Beim Kaffeetreff haben sich zwölf Teilnehmer gemeldet. Wir brauchen drei Metropoltickets für jeweils 40,-- EUR. Der Fahrpreis pro Teilnehmer liegt demnach bei 10,-- EUR.

Wir treffen uns in der Bahnhofshalle gegen 8:45 Uhr. Abfahrt um 9:03 Uhr, Ankunft 9:53 Uhr.

Ob bewundert, gefürchtet oder verspottet – die Schwaben sorgen seit fast 2.000 Jahren für Gesprächsstoff. Vor diesem Hintergrund präsentiert die Große Landesausstellung die berühmt-berüchtigten Bewohner des Schwabenlandes in all ihren Facetten. Mit über 300 faszinierenden Objekten aus Kunstgeschichte und Alltagskultur wird die Vielfalt der Schwabenbilder im Laufe der Geschichte sichtbar.

Kunst und Kult(ur) aus Schwaben

Von den Sueben über die Kultur der Stauferzeit bis heute untersucht die Ausstellung die Kulturgeschichte Schwabens. Bedeutende Kunstwerke vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart zeugen von der Bedeutung der Schwaben-Metropolen Konstanz, Ulm, Augs-burg und Stuttgart. Entsprechend der unterschiedlichen Epochen reicht das Spektrum von kunstvollen Skulpturen und herausragenden Tafelgemälden über Goldschmiede-arbeiten bis hin zu moderner Kunst und Industrieprodukten.

Das kommt mir schwäbisch vor!

Die Ausstellung untersucht auch „gefühlte Realitäten“ wie die Eigenschaften, die den Schwaben in besonderem Maße zugeschrieben werden wie Fleiß, Sparsamkeit, Ordnungsliebe und Putzwut. Mit einem Augenzwinkern werden wohlbekannte Klischees hinterfragt und es wird deutlich, dass viele davon erst durch Medien und Marketing zu Markenzeichen wurden. Der schwäbische Dialekt darf hier natürlich nicht fehlen!

Schwaben-Perspektiven. In interkultureller Zusammenarbeit sind im Rahmen der Großen Landesausstellung zwei weitere Präsentationen entstanden, die neue Blickwinkel eröffnen: die Fotoausstellung "Schwabenzug" und das Kunstprojekt "Mein schwäbisches Ich".

* Am Mittwoch, 22. März 2017 zur Ausstellungdes Badischen Landesmuseums im Schloss in Karlsruhe:„ Ramses - Göttlicher Herrscher am Nil“

Eintrittspreis: Erwachsene 12,-- EUR, ermäßigt 9,-- EUR

Beim Kaffeetreff haben sich neun Interessenten gemeldet. Ich werde um den 8. März nochmals anfragen, wer mit fährt und dann eine Gruppenkarte für die DB besorgen.

Zur Orientierung: Heutiger Tagespreis 26,-- EUR.

Abfahrt 9:03 Uhr mit ICE direkte Verbindung, Ankunft in Karlsruhe 10:53 Uhr

Rückfahrt ca. 17:06 Uhr mit ICE, Ankunft in Aalen um 18:55 Uhr

Ramses II: Sein Name steht für Ägypten wie die Pyramiden: Ramses der Große war der mächtigste aller Pharaonen, hatte der Legende nach 100 Kinder und wurde schon zu Lebzeiten als Gott verehrt. Erstmalig in Deutschland widmet ihm nun das Badische Landesmuseum Karlsruhe eine große Sonderausstellung.

66 Jahre, so lange wie kein anderer, herrschte Ramses II. über Ägypten. Aus einer jahrzehntelangen Krise führte er innenpolitisch sein Land zu einer kulturellen und wirtschaftlichen Blüte, wie es nach ihm keinem Pharao mehr gelang. Sein diplomatisches Geschick gipfelte im ältesten schriftlichen Friedensvertrag der Weltgeschichte, den er nach der berühmten Schlacht von Kadesch mit den aus Anatolien stammenden Hethitern aushandelte. Und schließlich überzog Ramses zur Demonstration seiner imperialen Macht sein Reich mit gewaltigen Tempelanlagen und Kolossalstatuen: Abu Simbel, das Ramesseum in Theben und der Säulenhof des Luxor-Tempels.

Von dieser Monumentalität gibt die Ramses-Ausstellung anhand von Modellen und überdimensionalen Inszenierungen einen unvergesslichen Eindruck. Zu den Exponaten gehören Statuetten fremder Götter oder wertvolle Gastgeschenke des Pharaos an seine Nachbarn, die zum Teil noch nie in der Öffentlichkeit zu sehen waren. Einige von Ramses Angehörigen, wie sein Sohn Chaemwese oder seine Gemahlin Nefertari, werden mit einzigartigen Fundstücken aus deren Gräbern vorgestellt. Zudem präsentiert die Ausstellung neueste Forschungsergebnisse der Ausgrabungen in der von Ramses errichten Hauptstadt Pi-Ramesse (Haus des Ramses).

So gewinnt der Besucher ein umfassendes Bild einer faszinierenden Persönlichkeit und seiner Zeit: Ramses als Familienmensch, Feldherr, Pharao, Bauherr und Gott.

* Im Lutherjahr vom 22. Juni bis 26. Juni 2017 nach Wittenberg

Den Vorschlag, mit Mack Omnibusreisen, Ellwangen, durchzuführen, nahmen acht Personen an, so dass ich für diese Gruppe bereits Reservierungen sichern konnte. Inzwischen haben wohl alle Teilnehmer ihre Anmeldungen erhalten.

Preis im Doppelzimmer 395,-- EUR pro Person; Einzelzimmer 455,-- EUR

Wer noch teilnehmen möchte, bitte selbst anfragen, Einzelzimmer nur begrenzt vorhanden. Einzelheiten zur Busreise untenstehend.

In Wittenberg ist zum Reformationsjubiläum 2017 ein besonderes Projekt entstanden: Wittenberg zur Zeit der Reformation. In einem 360°-Panorama von Yadegar Asisi wird die Lutherstadt zur Zeit Philipp Melanchthons, der beiden Cranachs, Katharina von Boras, Martin Luthers und Justus Jonas lebendig und Geschichte erlebbar. Die Rotunde in Wittenberg ist kein weiteres historisierendes Museum, sondern ein Erleben, Erfahren und Erspüren mit allen Sinnen.

Der Künstler Yadegar Asisi setzt die im 19. Jahrhundert populäre und mit Aufkommen des Kinos in Vergessenheit geratene Tradition der Riesenrundbilder fort, um faszinierende Kunsträume zu kreieren.

Das Panorama „Luther 1517“ ist das zwölfte vom Künstler geschaffene Panorama-kunstwerk. Neben Wittenberg und Leipzig sind Dresden, Berlin, Pforzheim und Rouen weitere Standorte.

Mit dem Schritt in das Gemälde hinein, eröffnen sich dem Besucher nicht nur neue Sichtweisen, sondern auch die Möglichkeit, die Welt Luthers besser kennenzulernen und das Thema Reformation und einen ihrer Ursprünge neu zu entdecken.

4. Was wir weiter besprochen haben:

Im Historischen Museum der Stadt Speyer findet bis zum 23. April die große Sonderausstellung „Maya“ statt.

Die im wahrsten Sinne des Wortes "versunkene" Hochkultur der Maya umgibt seit ihrer Entdeckung ein Mysterium. Spektakuläre Exponate sowie interaktive Installationen geben tiefe Einblicke in die Lebenswelt der einstigen Hochkultur.

Beim Kaffeetreff gab es etliche Interessenten, die mit führen. Allerdings nimmt eine Bahnfahrt ziemlich Zeit in Anspruch. Als Beispiel: Abfahrt 8:05 Uhr, Ankunft 10:56 Uhr und dann mit Bus ca. acht Stationen bis zum Domplatz. Aufenthalt ca. sechs Stunden. Mit Fahrkarte, Bus und Eintritt ist diese Tagesfahrt nicht unter ca. 45,-- € zu machen.

Ich schlage deshalb vor, das Angebot von OVA+REISEN GmbH anzunehmen, am Samstag, den 4. März nach Speyer zu fahren.

Ab Aalen 08:00 Uhr - An Aalen ca. 19:00 Uhr

Preis pro Person inklusive Eintritt plus Audioguide 53,-- EUR

Bitte bis spätestens 31. Januar bei mir melden, damit ich bei OVA buchen kann.

5. Was ich sonst noch empfehle:

Wir sollten die Ausstellung nicht versäumen, „Kunst erleben“ heißt die Gesamtschau der Sammlung Fried, die bis zum 23. April 2017 im Ulmer Museum präsentiert wird. Die Öffnungszeiten sind jeweils von Dienstag bis Sonntag 11-17 Uhr und Donnerstag bis 20 Uhr.

Erstmals seit 1991 wird die Kollektion wieder (fast) komplett präsentiert: 440 Gemälde, Grafiken und Plastiken von 260 Künstlern, die über drei Geschosse hinweg einen faszinierend vielfältigen Blick auf die Kunst vor allem der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ermöglichen; angefangen bei der Klassischen Moderne über Informel und Konkrete Malerei, Gruppe Zero und Abstrakten Expressionismus bis in die wilden Achtziger. Darunter sind Werke heute vergessener Künstler, von Größen wie Uli Pohl aus der Region und teuer gehandelter moderner Klassiker wie Klee, Rothko und Richter.

„Es ist atemberaubend!“ Inge Fried ist hin und weg am Ende des Rundgangs. Einige der Bilder hat die Witwe des Ulmer Kunstsammlers, Verlegers und Feuilletonisten Kurt Fried (1906-1981) selbst noch nie gesehen, mit vielen aber hat sie - mal kürzer, mal länger - zusammen gelebt. Sie hingen in ihrem Wohnzimmer oder standen im Keller, und als sie 1978 als Stiftung an das Ulmer Museum gingen, da versteckte ihr Sohn Rainer sein Lieblingsbild unterm Bett. Er konnte sich von Martial Raysses „Audrey Hepburn“ einfach nicht trennen.

Hergeben musste er es doch, denn das kleine Werk gehört nun einmal zu dem großen Ganzen, das heute als „Sammlung Fried“ einen bedeutsamen, inzwischen millionen-schweren Kernbestand des städtischen Museums bildet.

Kurt Fried, Mitherausgeber der Schwäbischen Donau-Zeitung, später SÜDWEST PRESSE, verfolgte als Sammler keinen konkreten Plan, als sein Abenteuer mit der Kunst begann. 1959 eröffnete er die Galerie „studio f“ in seinem Wohnhaus. Fast zehn Jahre lang fanden die Ausstellungen dort statt, bevor die Galerie in die Wieland-Galerie seiner Zeitung zog. Nach dem Tode Frieds führte sein Mitarbeiter Burkhard Meier-Grolman sie bis 1985 weiter.

Als „Halbjude“ im Nationalsozialismus verfolgt, genoss Fried nach dem Krieg die Frei-heit, hemmungslos seiner Neugier folgen zu können – Freunde wie Max Bill als Rektor der Ulmer Hochschule für Gestaltung und Almir Mavignier waren wichtige Ansprechpartner. Sie sind denn auch unter den Ersten, die einem beim Entrée im Erdgeschoss begegnen. Dort soll eine bunte Zusammenstellung die Lebendigkeit veranschaulichen, „die Seh-erfahrung von damals wiederbeleben“. Die war geprägt von einem großen Staunen nach allen Seiten, deshalb hängt alles, wie es einst in den Ausstellungen im „studio f“ eben nacheinander kam.

So glitzert zwischen Otto Piene und Lucio Fontana golden ein Bild des heute nicht mehr gleichermaßen präsenten Herbert Oehm, und daneben hängt ein Bild von Daniel Spoerri. „Kurt Fried liebte offenbar die Gegensätze, zumindest hatte er Spaß daran“, meint der Kurator Mäntele. Es war wohl diese Offenheit, die Frieds Galerie zu einer der wenigen zeitgenössischen Avantgarde-Galerien im Süddeutschland der Nachkriegszeit werden ließ.

Einer der Höhepunkte der Schau wird just im mittelalterlichen Kiechel-Bau zelebriert. Papierarbeiten von Pollock, de Kooning und Kline, „Stripes“ von Morris Louis und ein großer Ellsworth Kelly hängen da; vor der leuchtenden Papierarbeit von Mark Rothko kann man im Séparée meditieren, bevor die Pop Art bis hin zu Keith Haring führt. Und dann hat der Besucher immer noch zwei Stockwerke vor sich, in denen sich Strömungen der 50er bis 80er ihren Weg bahnen. Dort kann man sich von Op Art „Die Pforten der Wahrnehmung“ öffnen lassen oder mit Jo Baer eine der wenigen weiblichen Minimal-Art-Künstler entdecken. Persönlicher Geschmack scheint für Fried nicht unbedingt ein Kriterium gewesen zu sein. Arnulf Rainers selbstverletzendes „Gelbgesicht“ konnte „KF“ nicht leiden, nun hängt es sinnig neben einem Anstaltsbild von Ben Willikens.

Neben viel Prominenz hat man lang vergessene Mappenwerke von Istvan Nadler und Imre Bak aus der Versenkung geholt, aber auch zurecht Bekanntes ins Licht gerückt, so wie das wunderschöne „Sleeping Girl“ von George Segal. Bevor die Ausstellung in die Schatzkammer mit Klee, Schiele, Klimt und Schlemmer mündet, begegnet man im Gang dem Sammler selbst: Gerhard Richter hat ihn mit Galerist Hans-Jürgen Müller nach einem Foto vom 60. Geburtstag gemalt. Die zwei begutachten eine Weinflasche – Kunst und Genuss sind da, wie es sich bei KF gehörte, ganz nah beieinander.

Und nicht zu vergessen, die ständige Ausstellung in der Kunsthalle Karlsruhe. Das sollten wir im Laufe des Jahres uns vornehmen.

Die reiche Sammlung der Kunsthalle ist der Ausgangspunkt ihrer Ausstellungstätigkeit. Sie bildet zudem die Vorlieben und den Kunstsinn der badischen Markgräfinnen und Markgrafen ab, deren Kollektion den Grundstock für das Museum bildet. Dieser Bilderschatz wird bis heute kontinuierlich erweitert. 3455 Werke aus den wichtigen Epochen der Kunstgeschichte bilden ein großes Panorama der abendländischen Kunst.

Die bedeutendsten Abteilungen sind die Kunst des Mittelalters und der Renaissance, die Niederländische Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts und die Französische Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts. Auch die Malerei des 19. Jahrhunderts – Biedermeier, Romantik, Realismus und Impressionismus - ist in bedeutenden Werken in der Kunsthalle gegen-wärtig, genauso wie die Klassische Moderne, die die wichtigsten Tendenzen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – Expressionismus, Konstruktivismus und Neue Sachlichkeit – umfasst. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts begann man bewusst, die Sammlung in die Gegenwart fortzuführen.

Zeichnungen und Druckgrafik aller Epochen verwahrt das Kupferstichkabinett, das mehr als 90 000 Werke beherbergt. Es gehört zu den ältesten in Europa.

Bis zum nächsten Treffen verbleibe ich mit herzlichen Grüßen

Ihr F. Heigl

© Stadt-Seniorenrat Aalen 23.01.2017 18:40
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