Hier schreibt die Kolpingsfamilie Aalen

OB Rentschler beim Politischen Dämmerschoppen der Kolpingsfamilie: Aalen muss starkes Zentrum in der Region sein

  • OB Rentschler bei seinem Referat
  • Aufmerksame Zuhörer bei Dämmerschoppen der Kolpingsfamilie Aalen

Aalen als größte Stadt in der Region muss ein starkes Zentrum in Ostwürttemberg sein. Dies sieht OB Rentschler als eine große Aufgabe und Zielsetzung für die nächsten Jahre, betonte er beim Politischen Dämmerschoppen der Kolpingsfamilie, zu dem der Vorsitzende Martin Joklitschke eine große Zahl Zuhörer begrüßen konnte. Noch stecken in der Stadt die Folgen der Finanzkrise was er anhand der Entwicklung der Steuereinnahmen aufzeigte. Man will nicht hinter Schwäbisch Gmünd oder Heidenheim zurückfallen. Dies sei allerdings nur durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Gemeinderat zu erreichen. „Ich wünsche mir, dass der Gemeindrat das mit trägt, was die Verwaltung einbringt. Nur so ist eine erfolgreiche Arbeit möglich, was anscheinend in den letzten Jahren nicht immer der Fall war“, führte Rentschler aus. „Die Gemeindeordnung gibt dem OB gewisse Freiheiten, aber letztlich bin ich Chef der Verwaltung und somit auch der letzt Verantwortliche. Kommunalpolitik zeichnet sich auf der Basis von Vertrauen aus“.

Auch das Thema Schulentwicklung ist für ihn eine wichtige Aufgabe. Er findet es schade, dass durch die Entwicklung der Schülerzahlen in den einzelnen Schularten Gebäude geschlossen werden müssen. Die ganze Entwicklung sei natürlich von der Schulpolitik des Landes abhängig. Als weiteres soll in einer der nächsten Sitzungen ein Kulturfahrplan besprochen werden. Anhand der zurückgehenden Besucherzahlen im Tiefen Stollen und Limesmuseum legt er dar, dass sich die Museumsstruktur verhakt hat.

Ein wesentliches Thema für den Oberbürgermeister ist auch das Thema Wohnungsbau für junge Familien und Studenten. Derzeit werde erhoben, wo die Wohnungen fehlen. Problem um bezahlbare Wohnung zu bekommen seien die hohen Nebenkosten.

Rentschler geht auch auf die Betreuungssituation bei Kindern bis sechs Jahren ein. Bemerkenswert ist für ihn dabei, dass Aalen Spitzenreiter bei der Bezuschussung von Kindergärten sei. Zur Beratung werde demnächst ein Kindertagesstättenplan kommen. Er sieht aber keine Probleme bei der Verfügungsstellung von entsprechenden Plätzen.

Stadt- bzw. Stadtteilentwicklung sieht er als weiteren Punkt seiner Arbeit. Er führt aus, „dass ein Sozialraum zwischen 2.000 und 5.000 Einwohner umfasst“. Er zeigt die einzelnen Sozialräume in der Stadtteilen und der Kernstadt auf. Viele Fragen dazu könnten aber nur gesamtstädtisch erledigt werden.

Zum Schluss sieht der OB seine Arbeit als verantwortungsvolle Tätigkeit. „Ich bin noch neu im Amt und momentan rund um die Uhr unterwegs. „Trotzdem bin ich gerne zu Ihnen als Kolpingsfamilie gekommen. Kolping ist mir nicht unbekannt, schließlich bin ich seit einigen Jahren auch Mitglied im Kolpingbildungswerk“, schloss Rentschler seine Ausführungen, an die sich noch eine rege Diskussion anschloss.

© Kolpingsfamilie Aalen 14.11.2013 17:25
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