Hier schreibt der Verein für Homöopathie und Naturheilweise Oberkochen

Heilpraktikerin Erika Bernlöhr referierte am 5. Mai 2014 vor über 60 Zuhörern im voll besetzten Schillerhaus über das Thema "Krebs – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten aus homöopathischer und ganzheitlicher Sicht".

Im 20. Jahrhundert haben sich neue Krebsarten entwickelt und die Krebserkrankungen stark zugenommen (ca. ½ Mio. neue Krebserkrankungen pro Jahr). Frau Bernlöhr ging daher zu Beginn ihres Vortrags auf die Definition und Vorstellung der verschiedenen Krebskrankheiten ein.

1. Definition einer Krebskrankheit

Als Krebs werden krankhafte Veränderungen von Zellen bezeichnet, die dazu führen, dass sich Krebszellen häufiger und schneller teilen als gesunde Zellen. Sie vermehren sich unkontrolliert, so dass ein Verband aus entarteten Zellen entsteht. Diese bösartigen (malignen) Neubildungen wachsen in benachbartes, gesundes Gewebe ein und zerstören dieses. Sie bewegen sich von ihrem Ursprungsort über das Blut oder das Gefäßsystem (Lymphsystem) in andere Organe und vermehren sich dort als Tochtergeschwulste, sogenannte Metastasen.

Es werden verschiedene Arten bösartiger Neubildungen unterschieden:

  • Blastome (entartete Nervenzellen)
  • Sarkome (entartete Bindegewebszellen [Fibrosarkome], aus Muskelzellen [Myosarkome], aus Fettzellen [Liposarkome], aus Knochenzellen [Osteosarkome])
  • Karzinome, die aus entarteten "Deckzellen" der Haut, aus Schleimhautzellen bzw. aus Drüsenzellen entstehen
  • Lymphome (Lymphgewebe)
  • bösartige Hämoblastosen aus den Zellbestandteilen des Bluts (z. B.  die Leukämie).

Je nach Ausbreitung des Tumors spricht man von verschiedenen Stadien (Entwicklungsstufen) des Krebses. Die Einteilung erfolgt nach bestimmten Normen, für die hauptsächlich drei Gesichtspunkte maßgebend sind:

  • die Größe des Tumors
  • die Beteiligung der Lymphknoten
  • das Vorhandensein von Metastasen

2. Sichtweise der Krebskrankheit aus homöopathischer Sicht

Samuel Hahnemann (1755-1843), der Begründer der Homöopathie, fand heraus, dass fast alle Patienten mit chronischen Krankheiten in der Vorgeschichte entweder die Krätze, Syphilis oder Gonorrhö hatten, und dass sich die Patienten seit dem Zeitpunkt der Infektion nicht mehr gesund fühlten. Er nannte diese Infektionen und die daraus entstandene Krankheitsneigung Miasmen (griech. Ansteckung, Verunreinigung). Diese sind der Boden bzw. das Terrain für die Krankheit oder anders ausgedrückt eine „Verstimmung der Lebenskraft“.

Es handelt sich bei allen Miasmen um erworbene und/ oder ererbte Dispositionen und nicht um einen akuten Befall mit der dahinter liegenden Erkrankung. Diese miasmatische Disposition wird an die nächsten Generationen weitergegeben und vererbt. Ein Miasma ist also so etwas wie eine Prägung, die über Generationen hinweg erfolgt (ist).

Das aus der Krätze entstandene Miasma nannte er Psora, das aus der Syphilis entstandene bezeichnete er als syphilitische Miasma und das der Gonorrhö als sykotisches Miasma.

Merkmale der Psora sind Schwäche, Mangel und Unterfunktion. Hahnemann bezeichnete sie als Urübel aller Krankheiten. Sie manifestiert sich v. a. durch Unterdrückungen aller Arten, z. B.

  • eines Hautausschlages mit Salbe,
  • von Fieber mit fiebersenkenden Medikamenten,
  • von Ausscheidungen und Absonderungen (Auswurf, Ausfluss, Schweiß usw.)
  • Entfernen von Warzen
  • Impfungen

Durch die Unterdrückungen wird die Lebenskraft geschwächt; die Krankheit verschiebt sich nach innen. Bspw. hatten viele Asthmatiker früher einen Hautausschlag, der mit Salben „geheilt“ wurde; die Krankheit verlagerte sich dann von der Haut zur lebenswichtigeren Lunge (siehe auch Zusammenfassung des Vortrags mit Herrn Dr. Lion zum Thema Heuschnupfen-Allergie auf unserer Homepage; er wies auf den gleichen Zusammenhang hin!).

Die Psora zeigt sich v. a. in funktionellen Störungen wie: 

  • Kopfschmerzen,
  • Verstopfung,
  • niedriger Blutdruck,
  • Sterilität durch Hormonmangel
  • quälend juckender Hautausschlag usw.

Merkmale der Sykose (Feigwarzenkrankheit) sind Übertriebenheit, Exzess und Wucherungen und äußern sich durch

  • heftiges Jucken und Brennen
  • übelriechender grüngelber Schleim
  • eitrige Augenentzündungen
  • Eileiterverklebungen
  • fischig riechender Ausfluss
  • Warzen usw.

Merkmale der Syphilis sind Zerstörung, Destruktion, Verhärtungen und zeigen sich durch

  • alle Arten von Missbildung
  • geistige und motorische Entwicklungsverzögerungen
  • frühes Karies
  • bösartige Anginen
  • Nervenerkrankungen wie MS, Parkinson
  • Knochenerkrankungen
  • tiefe Depression

Neben den drei Miasmen wird heutzutage die Arzneimittelkrankheit als vierte chronische Krankheit bezeichnet. Durch lange und häufige Einnahme allopathischer Arzneimittel (=Arzneimittel, die in der Schulmedizin therapeutisch eingesetzt werden) kann es zu einer Arzneimittelkrankheit kommen. Die ursprüngliche Krankheit wird unterdrückt, die Lebenskraft geschwächt und dem Organismus die Möglichkeit der Selbstheilung genommen.

Die Heilmittel dieser chronischen vier Krankheiten (die drei Miasmen und die Arzneimittelkrankheit) werden in der Homöopathie als Antimiasmatika bezeichnet, auf die später noch eingegangen wird.

3. Ursache einer Krebserkrankung

Die Ursache einer Krebserkrankung ist multifaktoriell, das Ergebnis einer Kettenreaktion. Das Terrain (siehe Teil 1 des Artikels), die genetischen Dispositionen und/oder die so genannten Co-Faktoren, die allerdings nicht automatisch zum Ausbruch einer Krebserkrankung führen müssen, spielen eine Rolle.

Mögliche Co-Faktoren sind:

  • Impfungen (sie können Teile des Immunsystems lähmen oder schwächen)
  • Antibiotika (zerstören auch notwendige Mikroben)
  • Unterdrückungen wie z. B. Hautausschläge, Fieber, Ausfluss, Periode, Warzen...
  • Manipulationen wie z. B. Abtreibung, Sterilisation
  • seelischer Kummer, Schock (z. B. Tod oder Krankheit eines nahen Angehörigen)
  • sexuelle, emotionale oder kreative Unterdrückung
  • Medikamente, Pille, Alkohol
  • falsche Ernährung, Bewegungsmangel (führt zu Übersäuerung und damit Sauerstoffmangel im Körper – für Krebszellen eher förderlich)
  • krebserregende Stoffe und Chemikalien wie z.B. Asbest

Aus der ganzheitlichen Sichtweise ist bekannt, dass Krankheiten auch durch psychische Konflikte entstehen können. Beispiele möglicher psychosomatischer Hintergründe, die in der Psychoonkologie genauer analysiert werden, sind:

  • Magenkrebs – „kann den Brocken nicht verdauen“
  • Brustkrebs rechts – Partnerschaftsprobleme
  • Brustkrebs links – Mutter-Kind-Beziehung
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs – bekommt nicht, was ihm zusteht
  • Darmkrebs – alte Konflikte, die nicht gelöst sind
  • Hautkrebs – Trennungskonflikt
  • Blasenkrebs – hält an alten Vorstellungen fest

4. Hinweise auf spätere Krebserkrankung (präkanzeröses Stadium)

Die Krebserkrankung bringt schon jahrelang vorher spezifische Erkrankungen, Symptome und Zeichen hervor, die zum späteren Ausbruch der Krebserkrankung führen können, aber nicht müssen(!). Der Tumor ist das Endprodukt der Krankheit, nicht die Ursache. Wenn der Tumor ein Anfangssymptom wäre, so Frau Bernlöhr, dann könnte die Chirurgie eine Krebserkrankung auch immer heilen…

Laut Paracelsus (1493-1541) liegt in den Symptomen die Ordnung Gottes, die als Geschenke betrachtet werden sollen und die uns etwas Wichtiges zeigen möchten; sie sind nicht als Störenfriede zu betrachten. Auf die heutige Zeit übertragen könnte dies dahin gehend interpretiert werden, dass wir bspw. einen Schnupfen, Nackenschmerzen oder eine Erkältung (als etwas Positives) hinnehmen und uns auf die Suche nach der Ursache der Erkrankung machen sollten. Was möchte die Krankheit uns zeigen? Wovon haben wir „die Nase voll“ oder wer „sitzt uns im Nacken“? Weshalb kommt die Erkältung genau jetzt? Braucht unser Körper vielleicht eine Pause, die wir uns sonst nicht gegönnt hätten? Nehmen wir die Symptome als Warnung vor etwas Schlimmerem wie bspw. eine Krebserkrankung ernst, ändern wir Teilbereiche unseres Lebens oder ignorieren wir die Symptome?

Mögliche so genannte Warnersymptome, die nicht (!) automatisch zum Ausbruch einer Krebserkrankung führen müssen, sind:

  • Tuberkulose
  • Drüsenerkrankungen wie Diabetes, Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Autoimmunerkrankungen
  • chronische Prozesse wie Migräne, chron. Leberentzündung, Gicht, Neuralgie, Rheuma...
  • chronische Krankheitsanfälligkeit
  • anhaltende Nachtschweiße
  • Kinderkrankheiten im Erwachsenenalter
  • chronische Verstopfung
  • Schuppenflechte
  • unregelmäßige Pigmentierung, viele Muttermale und Warzen
  • Gürtelrose
  • Neurodermitis
  • hartnäckige Schlaflosigkeit
  • keine Infekte mehr,
  • übertriebene Angst vor Krebs

5. Therapie der Krebserkrankung

Schulmedizinisch steht bei der Krebserkrankung v. a. die Chirurgie, Chemo- und Strahlenbehandlung im Vordergrund; hormonabhängig wachsende Tumore werden mit  einer Hormonblockade beeinflusst.

Immer mehr wird auch die psychologische Behandlung mit integriert. Der Patient muss aus der anfänglichen Lähmung - ausgelöst durch die Diagnose Krebs - herauskommen und durch verschiedene Impulse versuchen zu sich selbst zu finden. Er muss seine Krankheit selber in die Hand nehmen und seine/n Konflikt/e lösen.

In der Homöopathie werden je nach Stadium der Krebserkrankung unterschiedliche Behandlungsstrategien angewandt:

  • Präkanzerose

Im Mittelpunkt steht die antimiasmatische Therapie. Dadurch können in der Vergangenheit unterdrückte Erscheinungen wie Hautausschläge, Ausfluss usw. vorrübergehend wiederkommen, werden aber jetzt vom Immunsystem aufgearbeitet.

  • Tumorphase

Behandelt wird nach der aktuellen Symptomenlage organotrop (organbezogen) und auf den Tumor ausgerichtet. Es wird ein tumorspezifisches Arzneimittel gesucht. Wichtig sind die unverfälschten Symptome vor einer OP oder Chemotherapie. Je nach Situation kann auch eine antimiasmatische Behandlung angezeigt sein. Im Vordergrund steht die Stärkung des Immunsystems und der Psyche.

In fortgeschrittenen Stadien (keine Heilung mehr möglich) ist oft nur noch eine palliative Behandlung sinnvoll. Damit kann die Lebensqualität verbessert werden, Schmerzen gelindert, evtl. Nebenwirkungen anderer Therapien abgemildert werden usw. Auch das Sterben kann dadurch leichter gemacht werden.

  • Posttumorphase

Wenn nach OP, Chemo- und Strahlentherapie der Tumor als „geheilt“ gilt, ist eine antimiasmatische Behandlung sinnvoll. Sie wirkt einem Rückfall entgegen und stärkt das Immunsystem. Diese Behandlung sollte mehrere Jahre anhalten. Die Schulmedizin ändert nicht das Terrain, das den Tumor entstehen ließ!

Die antimiasmatische Therapie 

Wichtig für die Arzneimittelauswahl sind die miasmatische Belastungen in der Familie und des Patienten. Deswegen ist eine ausführliche Anamnese wichtig. Hier werden auch chronologisch alle bisherigen Erkrankungen, Impfungen, Operationen, Unterdrückungen usw. erfasst.      

Verschiedene homöopathische Möglichkeiten der Therapie          

a) nur homöopathisch (nur auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten)

b) Kombination aus Schulmedizin und Homöopathie (antimiasmatisch und organotrop je nach Situation). Diese Kombination bringt die besten Ergebnisse für den Patienten. Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung können reduziert werden.

c) Schulmedizin und ausschließliche homöopathische Begleitung einer notwendigen OP

d) Homöopathie nur zur Reduzierung der Folgen von Chemo- und Strahlentherapie

e) palliative Behandlung s. o.

Frau Bernlöhr zeigte während des Vortrags eine Vielzahl von homöopathischen Mitteln auf, um Nebenwirkungen einer Chemo- und Strahlentherapie zu reduzieren. Sie unterstrich Ihre Ausführungen mit Hilfe von Fällen, z.B. einer 70-jährigen Patientin, die an fortgeschrittenem, inoperablen Magenkrebs litt und die sie über eine Zeitraum von gut ¼ Jahr begleitete. Ergebnis der Behandlung: Der Tumor stellte das Wachstum ein, es wurden keine Metastasen gebildet und der Psyche geht es sehr gut; seit 6 Jahren findet kein Krebswachstum mehr statt.

Heilen kann der Patient nur selbst. Er muss bereit sein, Dinge in seinem Leben grundsätzlich zu ändern und sollte die Heilung nicht ausschließlich dem Therapeuten in die Hand legen!

6. Alternative Heilungsmethoden bei Krebs und Ergänzungen

Den Heilungsprozess vollzieht der Patient auch durch nachfolgende Übungen und Ergänzungen, die den großen Vorteil haben, dass die Arzneimittel dann auf einen selbst beackerten fruchtbaren Boden fallen:

  • Ernährung (weniger Fleisch, Übersäuerung entgegenwirken)
  • schädliche Gewohnheiten meiden (Alkohol, Stress, Schlafmangel..)
  • Bewegung an frischer Luft, der Sonne (der Sauerstoffgehalt des Körpers wird erhöht)
  • viel Wasser trinken (entgiftet)
  • Unterstützung der ausscheidenden Organe durch die Gabe homöopathischer Mittel
  • Entgiftung und Entschlackung
  • orthomolekulare Medizin
  • Schüsslersalze
  • Bachblüten
  • Hypnose zur Bewusstmachung
  • mentale Übungen, Innehalten, den Augenblick genießen
  • Familienaufstellung
  • Farblichttherapie
  • Atemtherapie
  • positive Affirmationen finden und täglich mehrmals wiederholen (z.B. „Liebevoll vergebe und löse ich alles Vergangene. Ich beschließe meine Welt mit Freude zu füllen. Ich liebe und akzeptiere mich“)

Faktoren, die bei Spontanheilungen eine Rolle spielten

  • 75 % Glauben an den guten Ausgang
  • 75 % künstlerische Betätigung
  • 71 % Kampfgeist
  • 71 % Herausforderung
  • 68 % Verantwortung für die Krankheit
  • 68 % veränderte Gewohnheiten
  • 64 % positive Gefühle
  • 64 % neuer Wunsch
  • 61 % Glaube
  • 61 % neuer Lebenssinn
  • 59 % Gefühl der Kontrolle
  • 57 % selbst Mut machen

Abschließend wies Frau Bernlöhr darauf hin, dass der Weg zum Krebs ein gewundener ist und dieser Weg rückwärts gegangen werden muss, um zur Heilung zu gelangen. Heilung ist dabei die Erinnerung an die innere Ganzheit, Harmonie und Ordnung. Sie ist ein Prozess der Bewusstwerdung und der Erkenntnis. Die Homöopathie kann diesen Prozess unterstützen und ersetzt oftmals die Hoffnungslosigkeit mit Hoffnung.

Den vollständigen Artikel, weitere Informationen, Links rund um das Thema Impfen und die Homepage von Frau Bernlöhr finden Sie schon jetzt auf unserer Internetseite

www.homoeopathie-oberkochen.de

Dort erhalten Sie auch Informationen zu einer Mitgliedschaft in unserem Verein (20 Euro pro Jahr). Über Ihre Unterstützung würden wir uns freuen. 

Neue Mitglieder sind uns herzlich willkommen!

 

© Verein für Homöopathie und Naturheilweise Oberkochen 18.05.2014 08:48
6472 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.