Hier schreibt der Verein für Homöopathie und Naturheilweise Oberkochen

Wie helfe ich meinem Kind mit Homöopathie?

Heilpraktikerin Elke Städtler referierte am 13. April 2015 über das Thema „Wie helfe ich meinem Kind mit Homöopathie?“.

Akute Erkrankungen gehören zur Entwicklung von Kindern; diese Infekte wirken wie Bodybuilding fürs Immunsystem (auch wenn sie zugegebenermaßen lästig sind). Kinder brauchen 1-2 Infekte im Jahr mit Fieber zur Stärkung des kindlichen Immunsystems. Fieber sollte dabei möglichst nicht mit Paracetamol gesenkt werden, auch Wadenwickel unterdrücken die Selbstheilungskräfte, da ab ca. 39 Grad die meisten Viren und Bakterien absterben. Fieber ist keine Krankheit, sondern eine normale Reaktion der Selbstheilungskräfte des Körpers und eine Möglichkeit, die Krankheit zu besiegen. Als man in Afrika aufhörte, bei Kindern die Masern mit fiebersenkenden Mitteln zu behandeln, wurde die Kindersterblichkeit daraufhin deutlich reduziert.

Masern „brauchen“ ein Fieber über 40 Grad. Fieber macht keine größeren Schmerzen und ein gesundes Kind kann 3 Tage 40 Grad Fieber aushalten – so die Ausführungen der Referentin. Oft sind es die Eltern jedoch  – was auch verständlich ist – die es aus Sorge um ihr Kind nicht aushalten, dem Körper die Zeit zu geben, die er benötigt um die Bakterien bzw. Viren selbst zu bekämpfen und zu schnell zu fiebersenkenden Maßnahmen greifen. Ein „gesundes“ Fieber benötigt viel Flüssigkeit. Frau Städtler führte aus, dass Fieberkrämpfe durch einen schnellen Fieberanstieg oder schnellen Fieberabfall entstehen, erschreckend wirken, aber meist harmlos sind.

Unterstützend kann ein homöopathisches Mittel gegeben werden. Hierbei sollte allerdings von Selbstversuchen abgesehen werden. Wenn bspw. fünf Kinder Halsschmerzen haben, kann es durchaus sein, dass jedes Kind eine andere Arznei bzw. ein homöopathisches Mittel benötigt. Sie wies darauf hin, dass die außergewöhnlichen und sonderbaren Symptome, die der Patient im akuten Zustand zeigt, im Arzneimittelbild des homöopathischen Medikaments enthalten sind. Bei der Ermittlung des Mittels sollte ein/e Homöopath/in zu Rate gezogen werden.

Sie verwies auch darauf, dass kranke Kinder nicht auf den Spielplatz oder die Kita gehören. Kranke Kinder benötigen in einer familiären Umgebung seelische Umhüllung, Fürsorge und Ruhe.

Es ist normal, dass während eines Infekts Kinder keinen Appetit haben, denn die Verdauung benötigt Energie, die der Körper für andere Prozesse braucht. Teilweise wird die Nahrung auch deshalb erbrochen, damit keine Energie in die Verdauung geht. Es ist also durchaus auch positiv, bei einem Infekt zu sich zu „erleichtern“.

Einem Infekt vorbeugend stellte Frau Städtler die Ernährungspyramide vor. Obst und Gemüse sollte der größte Anteil an der täglichen Nahrungsaufnahme ausmachen, gefolgt von Eiweiß, Kohlenhydraten und einer geringen Menge an Genussgiften. Die Referentin betonte, dass man die Nahrung frisch zubereiten sollte; je mehr industrielle Verarbeitungsschritte erfolgen, umso weniger wertvoll sei die Ernährung. H-Milch habe bspw. nichts mehr mit einer natürlichen Milch zu tun und sollte daher gemieden werden.

Wichtig für den Körper sei auch gutes Öl und gutes Fett.  Es wird oft das beste Öl für das Auto gekauft, dagegen ein billiges Salatöl für den eigenen Körper bevorzugt. Gute(!) Fette machen nicht dick. Beim Salz solle man kein Auszugssalz verwenden, sondern naturbelassenes Meersalz. Weiterhin betonte die Referentin, sei Wasser ohne Kohlensäure das einzige sinnvolle Getränk für unsere Körper und hat auch eine reinigende Wirkung auf unseren Organismus. Allerdings gesteht sie auch ein, dass es immer schwieriger werde, sich gut und gesund zu ernähren.

Frau Städtler ging auch auf das Thema Impfungen ein (Hinweise hierzu finden Sie auch von früheren Vorträgen auf unserer Homepage). Impfungen machen krank, betonte die Referentin. Ungeimpfte Kinder haben laut Studien weniger Asthma, Neurodermitis, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen als geimpfte Kinder. Sie verwies auch auf  die Zeitschrift „Impfreport“, in der – was in den Medien kaum erwähnt wurde – beschrieben wurde, dass das „Masern-Hysterie-Kind“ in Berlin bereits schwere Vorerkrankungen hatte und ohne diese vermutlich nicht gestorben wäre.

Bei diesem sensiblen Thema ist es wichtig, sich umfassend zu informieren und aufklären zu lassen. In Heidenheim gibt es bspw. eine impfkritische Elterninitiative; dort ist einmal im Monat ein offener Abend für Eltern zum Austausch. Die Eltern, die ihre Verantwortung ernst nehmen, sich fundiert informieren und zu einer Entscheidung gegen bestimmte Impfungen kommen, sind aber oftmals diejenigen, die als verantwortungslos hingestellt werden…

Abschließend stellte sie mehrere homöopathische Arzneimittel vor:

Bella donna ist ein bewährtes Mittel mit sehr großem Spektrum von Erkrankungen  bei Entzündungs- oder Fieberzuständen: Kinder sind sehr erregbar, sind überempfindlich auf Erschütterung, haben klopfende pochende Kopfschmerzen, oft einen roten Kopf, fühlen sich von außen bedroht (z.B. wilde Tiere wollen sie beißen) und das Fieber beginnt sehr plötzlich.

Aconitum hat ebenfalls einen plötzlichen Beginn. Es ist auch ein Mittel bei Panik- und Angstattacken. Es gibt viele Unterschiede zu bella donna, z.B. dass beim Aufsitzen das rote Gesicht blass wird.

Gelsemium dagegen hat eher einen langsamen Beginn. Kennzeichen sind herabhängende Augenlider im Infekt, totale Schwäche. Das Herz würde stehen bleiben, wenn der Kranke sich nicht bewegt. Die Kinder im gelsemium-Zustand liegen platt. Das Gesicht ist dunkelrot. Patienten sind wie benommen, betrunken. Schüttelfrost mit Frostschauer, der den Rücken rauf- und runterläuft. Auch Kopfschmerzen können sich beim Infekt zeigen.

Ferrum-phosphoricum liegt zwischen heftigem und langsamem Beginn. Es gibt nicht viel Charakteristisches. Der Geist ist klar beim Fieber. Infekte gehen schnell ins Mittelohr und die Kinder haben Verlangen nach Saurem.

Eupatorium perfoliatum ist angezeigt bei Grippe mit starken Gliederschmerzen. Die Kinder fühlen sich wie zerschlagen und der Fieberanstieg ist morgens (nicht wie gewöhnlich abends.)

Die Pulsatilla-Kinder sind weinerlich und sanft, durstlos im Fieber, die Absonderungen sind mild, dick, gelb und grün. Die Kinder haben ein Verlangen nach frischer Luft und eine Abneigung gegen Fett.

Zum Schluss stellte Frau Städtler noch einen chronischen Fall aus ihrer Praxis vor, auf den hier jedoch nicht näher eingegangen wird.

Weitere Informationen rund um unseren Verein und zu den Referenten finden Sie auf unserer Internetseite

www.homoeopathie-oberkochen.de.  

© Verein für Homöopathie und Naturheilweise Oberkochen 17.05.2015 11:14
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