Hier schreibt der Stadt-Seniorenrat Aalen

Rollatortraining in der Glück-auf-Halle in Hofen

Ortsvorsteher Patriz Ilg begrüßte am Dienstag, den 3. November seine Kollegin Andrea Hatam aus Wasseralfingen, die Rollatorfahrerinnen und -fahrer, die Verkehrswacht mit Herrn Meyer, den Pysiotherapeuten Diethardt Krings, die Mitarbeiter des Sanitätshauses Leicht, den Busfahrer von der OVA und die Organisatoren von der Agendagruppe ‚barierefrei‘ Kerstin Abele und den Stadt-Seniorenrat mit Robert Dietrich. Er äußerte sich erfreut, dass dieses Thema aufgegriffen wurde und wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf.

Robert Dietrich, Vorsitzender des Stadt-Seniorenrats Aalen begrüßte die Teilnehmer und verwies darauf, dass das im Juni 2015 erfolgreich durchgeführte Rollatortraining in Unterkochen auf Grund des großen Intereses jetzt hier in Hofen fortgeführt werden kann. Er bedankte sich ebenfalls bei den Akteuren, die durch ihre Bereitschaft ein interessantes und vielseitiges Training möglich machen.

Frau Abele, Sprecherin der Agendagruppe ‚barrierefrei‘ erklärte den Anwesenden den Ablauf der Veranstaltung. Ihre gut durchdachte Aufteilung der Teilnehmer in vier Gruppen ermöglichte es, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Informationen und Anleitungen zu den Rollatoren, zur Körperhaltung, zur Benutzung der Rollatoren an Hindernissen und beim Einsteigen in einen Bus ohne Wartezeiten üben konnten.

Herr Meyer von der Verkehrswacht hielt einen interessanten Vortrag über das Verhalten mit Rollator als Verkehrsteilnehmer. Auf der Straße ist der Rollatorfahrer Fussgänger, er soll auf der rechten Seite eines Fussweges gehen, Ampeln und Zebrastreifen benutzen und nicht zwischen parkenden Autos hindurch befahrene Straßen überqueren wollen. In der Dunkelheit und bei Nebel soll der Rollatorfahrer besonders auf helle, auch reflektierende Kleidung achten. Sehen und gesehen werden, ist ein wichtiger Aspekt, auf den jeder Rollatorfahrer achten sollte. Unebene Stellen, Kopfsteinpflaster, Bordsteine, geparkte Autos oder Mülleimer auf Gehwegen sind Hindernisse, die besondere Vorsicht erfordern.

Rollatorfahrer, die Busse benutzen sollten wissen, dass es neben der Mitteltür des Busses einen großen gut sichtbaren Knopf gibt, der dem Busfahrer ein Signal gibt, dass jemand beim Einsteigen Hilfe wünscht. Der Fahrer kann dann eine Rampe ausklappen, über die der Rollatorfahrer gut in den Bus gelangen kann. Im Bus soll der Rollator abgestellt oder zusammengeklappt und unverzüglich ein Sitzplatz eingenommen werden, um Unfälle beim Anfahren, Kurven fahren und bremsen zu vermeiden. In keinem Fall soll man sich im Bus auf den Rollator setzen. Beim Aussteigen soll der Rollatorfahrer vorsichtig über die geneigte Rampe nach draußen gehen. Herr Meyer lobte besonders die gemeinsam durchgeführte Aktion von Verkehrswacht, Physiotherapeut, Sanitätshaus, Senioren-Begleitern, sowie die Organisatoren und die Unterstützung durch die Ortsvorsteher.

Herr Meyer wies darauf hin, dass ein Rollator in technischer Hinsicht den an ihn gestellten Anforderungen gerecht werden muss, d.h. er muss in einem technisch einwandfreien Zustand sein, was auch gelegentliche Überprüfungen erforderlich macht. Einstellungen, z.B. der Höhe oder Zustand der Bremsen, sind ebenso wichtig wie sachgerechte Zuladung (max. 5kg) und Stabilität. Taschen und Geldbeutel sollen sicher verwahrt sein, um Diebstählen vorzubeugen.

Dem Vortrag folgten die verschiedenen Übungen im Parcours der Verkehrswacht, Gehen über Barrieren, Durchgang zwischen verengten Stellen, Kurvenfahren, dann das Ein- und aussteigen in den von der OVA zur Verfügung gestellten Bus. Besonders diese Übung stellte die Senioren vor eine große Herausforderung.

Der Physiotherapeut gab Hinweise zur Körperhaltung und dem Gehen mit dem Rollator. Die Mitarbeiter des Sanitätshauses beantworteten Fragen zu Rollatoren und nahmen geduldig notwendige Einstellungen vor.

Nach Abschluss der Übungen stärkten und erholten sich alle zusammen bei Kaffee und Kuchen, Butterbrezeln und Gesprächen. Schließlich beförderte der Sonderbus der OVA die Teilnehmer/innen wieder zurück zur Sängerhalle oder zum Gmünder Torplatz.

Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, an der Organisatoren, Akteure und Teilnehmer motiviert und mit Freude teilgenommen haben und die durch das bereitwillige Zusammenwirken der verschiedenen Akteure erfolgreich durchgeführt werden konnte.

Wer sich für die Arbeit der Agendagruppe ‚barrierefrei‘ und des Stadt-Seniorenrats interessiert, ist herzlich eingeladen dort teilzunehmen. Die Agendagruppe ‚barrierefrei‘ möchte die Lebenssituation von Menschen mit Handicap in Aalen und den Teilorten verbessern. Der Stadt-Seniorenrat bietet zahlreiche Projekte an, an denen man sich je nach Interesse beteiligen kann. (Kontakte unter 07361/42226 und 07361/350780).

© Stadt-Seniorenrat Aalen 05.11.2015 11:29
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