Hier schreibt der AWO-Ortsverein Aalen

Schutz vor Kriminalität im Alltag – polizeiliche Tipps bei der AWO

  • Polizeihauptkommissar Otto Kugler informiert über Kriminalprävention
„Aalen ist eine der sichersten Städte über 60000 Einwohner in Deutschland!“ Mit dieser Aussage überraschte Polizeihauptkommissar Otto Kugler die zahlreichen interessierten Zuhörer beim AWO-Kaffeenachmittag in der Begegnungsstätte. Mit Zahlen und Fakten konnte er dem Gefühl „man traut sich ja kaum mehr auf die Straße“ entgegentreten. So sind in der Opferstatistik weder ältere Menschen noch Frauen vorne zu finden. Auch hier klafften subjektives und objektives Empfinden auseinander. Dass die Kriminalität in Aalen und im Ostalbkreis, trotz LEA, wie er betonte, so niedrig sei, liege an den ländlichen Strukturen und im weitgehend noch intakten sozialen Gefüge. Man kenne die Nachbarn, wisse, wer in das Haus gehöre und wer nicht. Der in der Kriminalprävention tätige Hauptkommissar ging besonders auf die Delikte ein, in denen Senioren möglicherweise leichter Opfer würden als jüngere Menschen. Er gab Tipps, wie man sich zu verhalten habe, denn „ das beste Verbrechen ist das, welches nicht stattfindet!“ so Kugler. Er appellierte besonders an die Frauen, beim Einkauf auf die Tasche aufzupassen und sie nicht einfach in den Wagen zu legen. Er riet auch, nicht zu viel Bargeld mitzunehmen. „Das Geld, das Sie nicht dabei haben, kann Ihnen auch nicht gestohlen werden.“ Eine Selbstver-ständlichkeit sollte sein, Scheckkarte und PIN-Nummer niemals zusammen aufzubewahren. Von Pfefferspray hielt er nicht viel, empfahl stattdessen ein Taschenalarmgerät, das durch seinen lauten Pfeifton aufmerksam macht. Die Zahl der Wohnungseinbrüche nehme deutlich zu. Daher warnte er ausdrücklich, beim Klingeln ungeprüft die Tür zu öffnen. „Fragen Sie, wer da ist, rufen Sie in der Dienststelle an, wenn sich jemand als Amtsperson ausgibt!“ riet er. Nichts sei so eilig, dass man nicht einen Kontrollanruf abwarten könne. Man dürfe sich natürlich hilfsbereit zeigen, ein Glas Wasser geben, aber immer mit der unbekannten Person VOR der Haustür und nicht IM Haus. Er ging auch auf die unzähligen Versuche von Trickbetrügern ein. Sie nutzten jede menschliche Schwäche wie Gutgläubigkeit, Mitleid oder auch Gier, um die Opfer um ihr Geld zu betrügen. Auch hier riet er zu gesundem Misstrauen und evtl. einem Kontrollanruf bei dem angeblich in Schwierigkeiten steckenden Enkel. AWO-Vorsitzende Heidi Schroedter wies auf ein Bastelprojekt im AWO-Kinderhaus hin und bat alle Interessierten, sich zu melden. Die Geburtstagskinder der letzten beiden Monate wurden mit Wein und Pralinen beschenkt, das Backteam der AWO verwöhnte mit leckerem, selbst gebackenen Kuchen.
© AWO-Ortsverein Aalen 01.10.2016 22:22
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