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Zur Kocherburg und der Keltenschanze

Nach einer kleinen Irrfahrt mit dem Bus durch Unterkochen machte sich eine motivierte Wandergruppe unter der Leitung von Irmgard Benz auf, den steilen Anstieg zur Kocherburg zu erklimmen. Die ehemalige Höhenburg, so Benz, wurde im Dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört. Heute sind noch Reste der Wälle und eine etwa 12 Meter lange, restaurierte Mauer zu sehen. Dafür ranken sich viele Sagen um die Herren von Kochen. Einige davon gab Ute Hommel zum Besten. Grausam müssen sie gewesen sein. Vor allem der Junker Hans war ein gewalttätiger Mann, der sich nicht um Sonntagsruhe scherte, frisch eingesäte Felder verwüstete und so bis heute dazu verdammt ist, als unerlöster Geist auf der Kocherburg zu spuken.
Auf dem Weg zum Naturfreundehaus am Brand durchquerten die Wanderer einige geschichtlich bedeutsame Zonen. An vorchristlichen Keltenschanzen vorbei führte der Weg bis zur Trasse der ehemaligen Härtsfeldbahn, einer Schmalspurbahn, die im Volksmund lautmalerisch die „Schättere“ genannt wurde. Auf dieser Spur ging es nach einer ausgiebigen Rast zurück zum Ausgangsort Aalen.

 

© Schwäbischer Albverein OG Aalen 11.09.2017 11:07
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