Hier schreibt der KC Schwabsberg 1953 e.V.

Schießt Schwabsberg in Rudolstadt den Vogel ab?

  • Für Timo Hehl & Co. geht es auch am Samstag gegen den ESV Lok Rudolstadt richtig zur Sache. Trotz eines dritten Platzes im NBC-Pokal in Straubing, gegen eine starke internationale Konkurrenz, kann man sich in der Liga keineswegs ausruhen.

Kegeln, 1. Bundesliga Männer:
Zeit in den Ligamodus umzuschalten bleibt nicht

Zurück vom NBC-Pokal in Straubing geht es für Schwabsbergs Erstligakegler ohne Verschnaufpause in der Bundesliga weiter. Am Samstag muss der Tabellenführer der ersten Liga beim Aufsteiger und aktuellen Fünften, Lok Rudolstadt, antreten. Die Thüringer sind nicht ganz ungefährlich. Am zweiten Spieltag ließen sie bereits durch einen glatten 8 : 0 Heimerfolg gegen Vizemeister Bamberg aufhorchen.

Sehr viel Zeit bleibt dem deutschen Pokalsieger KC Schwabsberg nicht, um nach der erfolgreichen Teilnahme am NBC-Pokal, wieder in den Ligamodus umzuschalten. Mit einem dritten Platz unter 25 teilnehmenden Mannschaften aus ganz Europa und der Qualifikation für die Champions League wurde die erste Prüfung auf internationalem Parket in diesem Jahr mit Bravour gemeistert. Auch in der Liga stimmt bislang die Bilanz. Mit drei 7 : 1 Erfolgen führen die Ostwürttemberger die Tabelle an, allerdings nur durch ein einziges Pünktchen getrennt von Abonnementmeister SKV Rot Weiß Zerbst. Dennoch Spaß macht es der Mannschaft um Kapitän Reiner Buschow allemal, die Tabelle erstmals aus dieser Perspektive zu betrachten.
Der Gegner aus der ehemaligen Fürstlichen Residenzstadt am Saaleknie, die von den Thüringern liebevoll „Rolschte“ genannt wird, ist derzeit noch eine Unbekannte in der ersten Liga. Mittlerweile ist es gut ein Dutzend Jahre her, da man in der zweiten Liga letztmals die Klingen gekreuzt hat. Zwischenzeitlich hat sich sehr viel verändert.
Schwabsberg reist mit einem respektablen dritten Platz im NBC-Pokal nach Thüringen. Die Schwaben des Ostens dagegen dürften immer noch von ihrem bemerkenswerten Heimerfolg über den letztjährigen Vizemeister Bamberg zehren. Das „Rudolstädter Vogelschießen“, das größte Volksfest in Thüringen ist zwar schon seit geraumer Zeit vorbei, aber dennoch heißt es für die Württemberger ordentlich aufpassen, will man nicht gerupft werden. Schwabsberg würde allerdings auch nur allzu gerne in Rudolstadt den „Vogel“ abschießen und im Gepäck mit nach Hause nehmen. Das Zeug dazu hat man sicherlich. Die Klasse muss man allerdings gegen einen äußerst unbequem zu spielenden Gegner erneut wieder beweisen.
Die Erstligabilanz der Hausherren ist durchaus beeindruckend. Der unvermeidbaren 8 : 0 Niederlage in Zerbst, mit respektablen 3619 Kegel folgte zuhause ein Ergebnis das zu denken geben muss. Da wurde nämlich Victoria Bamberg ebenso glatt mit
8 : 0 und 3624 : 3452 Kegeln von der Platte gefegt. Erstaunlich in diesem Zusammenhang das Punkteverhältnis von sage und schreibe 19 : 5 Punkten. Eine Zahl, die beeindruckt, zumal die Thüringer auch Auswärts durchaus ihre Stärken haben. In Kipfenberg mussten sie beim 5 : 3 nur knapp die Segel streichen. Wäre da nicht der Ex-Schwabsberger Alexander Stephan gewesen, der mit 659 Kegeln ein Ausrufezeichen gesetzt hat, wer weiß, ob die „Macht aus der Mitte Bayerns“ dieses Spiel „ungerupft“ überstanden hätte. Mit 3603 : 3573 Kegeln war die Differenz nicht allzu groß.
Ein munteres Spielchen dürfte es in Rudolstadt allemal geben, soviel scheint sicher. Die Blicke der Liga richten sich aber auch auf die Adam-Riese-Stadt Bad Staffelstein. Dort muss Meister Zerbst beweisen, was er auf den Rippen hat. Man sieht an diesem Wochenende gibt es keine ganz einfachen Aufgaben für die beiden führenden Teams der Liga.

Stimmen zum Spiel – Timo Hehl:
„Die vergangene Woche hat uns als Mannschaft insgesamt richtig gut getan. Wir haben tolle Einzelleistungen gesehen aber auch, dass der eine oder andere noch gewisse Defizite hat. Daran müssen wir jetzt arbeiten. Rudolstadt ist alles andere als ein Aufbaugegner, eher schon ein echter Prüfstein im Hinblick auf das, was in den nächsten Wochen noch auf uns zukommt. Da müssen wir durch, wenn wir weiter vorne mitspielen wollen.“

Das Mannschaftsaufgebot
Reiner Buschow, Damir Cekovic, Mathias Dirnberger, Ronny Endraß, Timo Hehl, Manuel Lallinger, Jürgen Pointinger, Philipp Vsetecka.


Blickpunkt Bundesliga – 4. Spieltag

Samstag, 15.10. 13.00 Uhr FSV Erlangen-Bruck vs. SKC Victoria Bamberg
SKC Staffelstein vs. SKV RW Zerbst 1999
Donauperle Straubing vs. KRC Kipfenberg
TSV Breitengüßbach vs. SKC Nibelungen Lorsch
14.00 Uhr Lok Rudolstadt vs. KC Schwabsberg

1 KC Schwabsberg 3 21,0 : 3,0 6 : 0
2 SKV Rot Weiß Zerbst 1999 3 20,0 : 4,0 6 : 0
3 Nibelungen Lorsch 3 16,0 : 8,0 4 : 2
4 KRC Kipfenberg 3 12,0 : 12,0 4 : 2
5 ESV Lok Rudolstadt 3 11,0 : 13,0 2 : 4
6 SKC Staffelstein 3 10,0 : 14,0 2 : 4
7 Donauperle Straubing 3 10,0 : 14,0 2 : 4
8 SKC Victoria Bamberg 3 8,0 : 16,0 2 : 4
9 TSV Breitengüßbach 3 7,0 : 17,0 2 : 4
10 FSV Erlangen-Bruck 3 5,0 : 19,0 0 : 6

 

© KC Schwabsberg 1953 e.V. 13.10.2016 22:27
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