Hier schreibt der KC Schwabsberg 1953 e.V.

Schwabsberg meldet sich eindrucksvoll zurück

  • Schwabsbergs Mathias Dirnberger begeisterte im Heimspiel gegen den KRC Kipfenberg mit 675 Kegeln. Eine absolute Weltklasseleistung. Ohne Fehler erzielte er 95, 106, 101 u. 102 (404) Kegel beim Spiel in die Vollen und sensationelle 271 Kegel ins Abräumen.

Kegeln, 1. Bundesliga Männer: Nach dem ersten Spieldrittel war bei Kipfenberg die Luft raus

Der alte Biss ist wieder da. Grundlegend runderneuert meldeten sich Schwabsbergs Kegler mit einem überzeugend herausgespielten 8 : 0 Heimerfolg gegen den KRC Kipfenberg aus der Winterpause zurück. Die Gäste aus Oberbayern konnten lediglich das Auftaktdrittel offen gestalten, überließen dann allerdings nahezu ohne Gegenwehr den Hausherren das Schlachtfeld. Schwabsbergs überragende Startpaarung mit Reiner Buschow (632 Kegel) und Philipp Vsetecka (642 Kegeln) brachte den KC auf Kurs, während Mathias Dirnberger mit weltklassereifen 675 Kegeln für das Sahnehäubchen in der Partie sorgte.

Mit einer rundum überzeugenden Leistung meldeten sich Schwabsbergs Kegler nach der Winterpause in der Bundesliga zurück. Gegen den KRC Kipfenberg waren es plötzlich wieder da, das alte Selbstvertrauen und der Biss, den man in einigen Begegnungen zum Ende der Vorrunde etwas vermisst hatte. Vor allem den Gästen, die nur in der Startpaarung mit dem Ex-Schwabsberger Alexander Stephan und Michael Schobert überzeugen konnten, machte das schwere Geläuf im KC Kegelcenter schwer zu schaffen. Ohne Ausfall, mit drei ganz starken Ausreißern nach oben machten die Gastgeber, die auch mental einen enorm verbesserten Eindruck hinterließen, rasch deutlich, wer in dieser Partie das Sagen hat.
Mit ihrer offensiven Ausrichtung bewiesen die Gäste großen Mut. Dieser wurde aber nicht belohnt, weil diesmal nur die Startpaarung ihre Bundesligatauglichkeit nachhaltig unter Beweis stellten konnte. Als diese jedoch die beiden insgeheim erhofften Punkte nicht realisieren konnte, verpuffte die zunächst durchaus erfolgversprechende Anfangsoffensive wirkungslos. Nachdem Schwabsberg sein Spiel konsequent zu Ende brachte, ohne dabei nennenswerte Angriffspunkte zu bieten, war das erst „zu-Null-Ergebnis“ der laufenden Saison unter Dach und Fach.
Aufgrund der überragenden Leistung der Ostwürttemberger ein auch in dieser Höhe durchaus verdienter Sieg. Mit 3741 : 3427 Kegeln wurde ein exzellentes Ergebnis auf der anspruchsvollen Anlage im KC Kegelcenter erzielt. Wie einseitig der Partieverlauf war wird allein in Anzahl Gewinnsätze, mit 17 : 7 zugunsten der Gastgeber, deutlich.
Kapitän Reiner Buschow und Dauerbrenner Philipp Vsetecka eröffneten die Partie mit 1274 Kegeln und beiderseits tollen Einzelleistungen. Den Vogel schoss diesmal jedoch Mathias Dirnberger ab. Der sprühte förmlich vor Spiellaune. Nach überragenden 322 Kegeln in der ersten Spielhälfte steigerte er sich nochmals und legte 353 Kegel (101/78/0 – 102/72/0) nach. Mit der Weltklasseleistung von 675 Kegeln setzte er der Partie das Sahnehäubchen auf. Allein sein Auftritt war mehr als sehenswert und entschädigte für so manches.

Schwabsberger Lotuseffekt
Schwabsbergs bewährtes Startpaar mit Reiner Buschow und Philipp Vsetecka ließ die stürmische Kipfenberger Anfangsoffensive durch Michael Schobert und Alexander Stephan einfach von sich abperlen. Trotz anfänglichem Rückstand bewahrten beide die Nerven und machten die entscheidenden Sätze. Vor dem Schlusssatz lag Kapitän Reiner Buschow bei gleicher Kegelzahl mit 2 : 1 in Rückstand. Völlig abgeklärt spielte er den alles entscheidenden Schlusssatz, den er mit 172 (102/70/0) : 141 Kegeln eindeutig zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Bei Satzgleichstand ging damit bei 632 : 601 Kegeln der erste Punkt an Schwabsberg.
Erwartungsgemäß eng ging es zwischen Philipp Vsetecka und dem Ex-Schwabsberger und Neu-Kipfenberger Alexander Stephan zu. Beide trennten sich mit ebenfalls jeweils 2 : 2 Satzpunkten. Die Entscheidung in diesem Match fiel bereits im dritten Satz, als der Schwabsberger, der zuhause noch keinen Punkt abgegeben hat, mit 170 (107/63/0) : 150 Kegeln jede Schwäche seines Kontrahenten auszunutzen verstand und sich so entscheidend von diesem absetzen konnte. Bei Satzgleichstand war auch in diesem engen Match das mit 642 : 624 überragende Kegelergebnis des Schwabsbergers zum Gewinn des zweiten Mannschaftspunktes ausschlaggebend.
Zwischenstand erstes Spieldrittel:
2 : 0 Mannschaftspunkte bei 1274 : 1224 Kegeln für den KC Schwabsberg.

Klare Verhältnisse
Ronald Endraß und Jürgen Pointinger sorgten im Mitteldrittel gegen die Kipfenberger Christopher Kratz und Patrick Scholler für klare Verhältnisse.
Der Punktgewinn für Ronald Endraß (606 Kegel) stand praktisch nach zwei Sätzen fest. Da lag der Schwabsberger bereits mit 2 : 0 Gewinnsätzen und 312 : 254 Kegeln uneinholbar in Front. Christopher Kratz (552 Kegel) konnte zwar noch den Schlusssatz mit 159 : 151 Kegeln zu seinen Gunsten entscheiden, am hoch verdienten Punktgewinn des Schwabsbergers änderte das jedoch nichts mehr.
Jürgen Pointinger steckte offensichtlich noch etwas das anstrengende Trainingslager der Nationalmannschaft in den Knochen. Obwohl spielerisch noch einiges Stückwerk blieb, ließ er doch in den entscheidenden Momenten sein Können aufblitzen und fertigte Patrick Scholler, der zu keiner Zeit zu seinem Spiel fand souverän mit 3 : 1 Gewinnsätzen und 576 : 328 Kegeln ab.
Zwischenstand zweites Spieldrittel:
4 : 0 Mannschaftspunkte bei 2556 : 2312 Kegeln für den KC Schwabsberg

Ein Ausrufezeichen zum Finale
Manuel Lallinger hatte mit 610 : 549 Kegeln keine nennenswerten Probleme mit dem Kipfenberger Jürgen Stahl. Nach drei sehr solide gespielten Bahnen, die er jeweils mit Satzgewinn beenden konnte, hatte er diese Partie frühzeitig in trockenen Tüchern. Daran änderte auch der Punktverlust im Schlusssatz nichts mehr.
Das Ausrufzeichen in der Partie setzte diesmal Mathias Dirnberger, der gegenüber der Vorrunde nicht wiederzuerkennen war. Er bewegte sich mit der Geschmeidigkeit einer Raubkatze, während sein Spiel, vor allem im Räumen von einer geradezu atemberaubenden Präzision war. Weltklasse waren nicht nur seine 675 Kegel sondern auch die Art und Weise wie diese erzielt wurden. Eine wahre Augenweide für Anhänger der runden Kugel. Mit 271 Kegeln (61/60/78/72/0) gelang ihm wahrscheinlich das bis dato wohl beste Ergebnis im Abräumen auf der Schwabsberger Anlage. Dem hatte Gegenspieler Mario Strauß, der ordentliche 573 Kegel erzielte allerdings nicht allzu viel entgegenzusetzen, so dass er sich am Ende deutlich mit 4 : 0 Sätzen geschlagen geben musste.
Endstand: 8 : 0 Gesamtpunkte bei 3741 : 3427 Kegeln für Schwabsberg.

Stimmen zum Spiel – Mathias Dirnberger:
„Den Schwung aus dem heutigen Spiel müssen wir in die nächsten Begegnungen mitnehmen. Wir haben unsere Qualitäten ausgespielt und vor heimischer Kulisse ein tolles Spiel abgeliefert. Der Start ist uns schon einmal geglückt, jetzt müssen wir schauen, dass wir leistungsmäßig unser Niveau halten, dann ist am Ende der Saison der angestrebte Podestplatz alles andere als Utopie.“

 

Blickpunkt Bundesliga – 11. Spieltag

Nibelungen Lorsch vs. FSV Erlangen Bruck 7 : 1
Victoria Bamberg vs. ESV Lok Rudolstadt 8 : 0
Rot-Weiß Zerbst vs. AD Straubing 8 : 0
TSV Breitengüßbach vs. SKC Staffelstein 4 : 4
KC Schwabsberg vs. KRC Kipfenberg 8 : 0

(1.)
SKV Rot-Weiß Zerbst 1999 11 72.5 22 : 0
(2.)
SKC Victoria Bamberg 11 60 16 : 6
(3.)
SKC Nibelungen Lorsch 11 57 14 : 8
(5.)
KC Schwabsberg 11 54 14 : 8
(4.)
SKC Staffelstein 11 51 13 : 9
(6.)
Aufwärts Donauperle Straubing 11 40 10 : 12
(7.)
KRC Kipfenberg 11 36.5 10 : 12
(8.)
TSV Breitengüßbach 11 28 7 : 15
(9.)
FSV Erlangen Bruck (N) 11 21 2 : 20
(10.)
ESV Lok Rudolstadt (N) 11 20 2 : 20

© KC Schwabsberg 1953 e.V. 17.01.2017 23:12
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