Hier schreibt der Liederkranz Hohenberg

Ein Hohenberger Chormärchen: Der Saft, der jünger macht

Es gibt sicher vielerlei Formen Chormusik zu präsentieren. Doch wie es der Liederkranz Hohenberg macht, war bislang nicht allzu oft zu erleben.. Einen Film drehen und dann so präsentieren, dass er mehrmals unterbrochen wird und nahtlos in Livemusik übergeht, bei dem der auftretende Chor quasi aus der Leinwand heraus singt, ist dem einfallsreichen Hohenberger Liederkranz am Samstagabend in der Rosenberger Virngrundhalle bestens gelungen.

Dazu bedarf es kreativer Menschen und solche hat der Gesangverein Hohenberg speziell in Bernd Klopfer und seiner Chorleiterin Ruth Schmid. Der junge Sänger hatte die Idee für das Filmmärchen, schrieb das Drehbuch und beherrscht als Computerspezialist auch Videokamera und moderne Schneidetechnik. Ruth Schmid war nicht nur als Dirigentin aktiv, indem sie die beiden Auftritte des Gemischten Hohenberger Chores leitete. Sie agierte auch filmisch als geheimnisvolle Fee und brachte die Hohenberger Choristen auf neue Ideen.

Weiter dabei waren der Frauenchor Stella Maris aus Zöbingen, ebenfalls von Ruth Schmid dirigiert und der Frohsinn Hummelsweiler mit seinem Chorleiter Alfred Förstner. Die Showtanzgruppe INPUT des Hohenberger Gesangvereins, trainiert von Daniel Knecht, steuerte einen viel beklatschten Auftritt bei. Bänkelsänger Tom Heinrich, der auch einige Liedtexte für den Hohenberger Gesangverein verfasste und das Gesangsquintett „Nimm zwei und die Schwestern“ rundeten das abendfüllende Programm ab. Am E-Piano agierte Thomas Stapf, Komponist und Arrangeur der Hohenberger Chorlieder. Manuel Merz saß am Schlagzeug und Matthias Sorg spielte den E-Bass.

Das Märchen erzählt, wie es der Liederkranz Hohenberg schafft, aus dem immer älter werdenden Gemischten Chor wieder eine junge Formation zu schaffen. Dazu wird ein geheimnisvoller Saft kreiert und von zahlreichen Testern mehrfach ausprobiert bis schließlich die richtige Mischung gefunden ist. Das korrekte Mischungsverhältnis braut schließlich die Ellwanger Rotochsenbrauerei; der „Saft in der Flasche“ mit eigenem Etikett war am Samstagabend Kultgetränk in der Rosenberger Virngrundhalle. Filmisch waren der Kindergarten Hohenberg, der Musikverein Rosenberg, die Hohenberger Landfrauen und kleinere Gruppierungen der Rosenberger Teilgemeinde in das Märchen mit eingebunden. Gedreht werden durfte auch in einem Labor der Firma JRS in der Holzmühle. Der Liederkranzvorsitzende Joachim Knecht dankte nach langem Beifall allen Akteuren; die Band „Nevertheless“ spielte nach dem Bühnen- und Filmprogramm zur Unterhaltung und zum Tanz auf.

© Liederkranz Hohenberg 15.11.2013 15:30
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