„Der direkte Wiederaufstieg ist unrealistisch“

Badminton Nach dem Abstieg aus der Württembergliga will die erste Mannschaft der TSF Gschwend in der Verbandsliga vorne mitspielen. Die zweite Mannschaft will in der Landesliga den Klassenerhalt schaffen.
  • Alte Hasen und junge Hüpfer: Die TSF Gschwend haben Routiniers in Ihren Reihen (im Bild: Bernd List) – und wollen weiter stark auf die Jugendarbeit setzen. Foto: privat

Es war ein kurzer Ausflug für die Turn- und Sportfreunde Gschwend in die Württembergliga. Nach einem tollen Verbandsligajahr weilte die erste Gschwender Badmintonmannschaft ein Jahr in der Württembergliga, doch dann folgte als Tabellenvorletzter der Abstieg. Erstmannschaftsspielerin Svenja Frey nimmt aus dem Jahr aber viel Gutes mit: „Es war wirklich knapp. Wir haben in vielen Dreisatzspielen verloren. Häufig stand es 3:5, das waren Kleinigkeiten, die fehlten um zu gewinnen.“

Somit hatte Gschwend keinesfalls eine schlechte Figur abgegeben, sondern als Badminton-Aushängeschild die Region würdig vertreten. „Man muss auch bedenken, dass die Württembergliga eine starke und ausgeglichene Liga ist“, ergänzt Frey.

Dabei blicken die Gschwender auf eine wahre Erfolgsgeschichte zurück. Nur zwei Jahre brauchten die TSF um nach dem Aufstieg aus der Landesliga in die Verbandsliga, dann in die Württembergliga aufzusteigen. Dort sind sie nun wieder angekommen. An einen direkten Wiederaufstieg denken die Gschwender aber dabei nicht. „Unsere Mannschaft steht vor einem Umbruch. Zwei Spieler stehen in der kommenden Saison zumindest in der Vorrunde nicht zur Verfügung“, so Frey. Gemeint ist dabei sie selbst, die wegen einer Schwangerschaft ausfällt. Daneben wird Andreas Geiger nur noch sehr eingeschränkt verfügbar sein. Aber es gibt ja noch Spielern aus der zweiten Mannschaft. So wird Daniel Brumm vermutlich für Geiger aufrücken. Als Mixed-Spielerin wird entweder Anna Pregizer oder Larissa Mantel aufrücken. Daneben bleiben die alt-bewährten Spieler Matthias Schumann, Laura Stoll, Marius Bolsinger und Markus Fuchs. „Ich denke, dass wir vorne mitspielen können, die Meisterschaft ist aber unrealistisch“, so Frey, die dabei betont, dass es den Verantwortlichen besonders wichtig war, die Lücken durch Eigengewächse aufzufüllen.

Weiter geht der Aufstieg auch in der zweiten Mannschaft. Diese spielt ab der kommenden Saison wieder in der Landesliga, nachdem sie die Meisterschaft in der Bezirksliga erkämpfte. Bereits vor zwei Jahren schaffte man den Aufstieg, musste dann aber direkt wieder nach unten. In der Landesliga ist das Ziel dann den Klassenerhalt zu schaffen. Frey ist aber positiv: „Dies sollte problemlos zu schaffen sein.“

Gute Jugendarbeit

Meist haben wir nur knapp verloren.

Svenja Frey, TSF Gschwend.

Nach oben geht es auch für die dritte Gschwender Mannschaft. Nachdem man vor einem Jahr mit dem zweiten Platz knapp den Aufstieg in die Bezirksliga verpasste, schaffte die Dritte dies nun erstmals mit dem Titelgewinn in der Kreisliga. Das klare erklärte Ziel ist hier auch der Klassenerhalt. Die vierte Mannschaft tritt wieder in der Kreisliga an. Der Gschwender Weg geht also nach oben. Erreicht werden konnte dies über die gute Jugendarbeit. „Wir haben Talente wie zum Beispiel Laura Stoll hervorgebracht, die in der Liga sicherlich eine der besten Einzelspielerinnen ist“, so Frey. Doch es gilt auch in Zukunft weiter an der Jugend zu arbeiten. „Wir sind mit zwölf aktiv spielenden Jugendlichen gut aufgestellt, suchen aber natürlich trotzdem immer Nachwuchs.“

Erfolgreich spielten die Jugendlichen auch in der vergangenen Saison, konnten mehrere Qualifikationen für die Württembergischen erreichen. „Unser Ziel ist es, die Jugendlichen langfristig in die aktive Mannschaften zu integrieren“, so Frey, die aber betont, dass man natürliche einen Rückgang wie in vielen Vereinen sehe. Erfolgreich eingeführt werden konnte aber ein Anfängerkurs für Kinder und Jugendliche. Sieben Spieler konnten dabei gewonnen werden, vier davon spielen nun sogar dauerhaft Badminton. „Das ist natürlich ein Erfolg“, so Svenja Frey.

Eingeladen sind bei den TSF Gschwend weiterhin alle Kinder und Jugendliche, die Badminton spielen oder probieren möchte. „Gerne können sich Interessierte an uns wenden und dann zum Training einfach mal vorbeikommen“, so Frey.

© Schwäbische Post 15.06.2018 18:56
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