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Achtung, Kurzschlussgefahr!

Garten & Terrasse Lampen, Leuchten und Elektrokabel müssen im Freien bestimmte Standards erfüllen sowie gegen Nässe und Staub geschützt sein.
  • Atmosphärische Beleuchtung im Garten muss für den Einsatz im Freien geeignet sein. Foto: djd/SGS-Gruppe/Eléonore H – stock.adobe.com

Lampions rund um die Terrasse, ein Stimmungslicht auf dem Gartentisch und Leuchten entlang der Wege: Ob bei der Grillparty am Sommerabend oder der Adventsbeleuchtung im Winter – Beleuchtung schafft Atmosphäre und gibt Sicherheit. Doch Vorsicht: Längst nicht jede Lichtquelle ist für den Einsatz unter freiem Himmel geeignet.

Elektrischer Strom und Wasser vertragen sich nicht. Dringt Feuchtigkeit in eine Leuchte ein, droht ein Kurzschluss, von Verletzungsrisiken ganz zu schweigen. „Lichtquellen für den Außenbereich müssen einen wirksamen Schutz gegen Wasser bieten“, sagt Gisbert Lemke, Experte für Elektrogeräte beim Prüfinstitut SGS. „Ein weiterer Sicherheitsfaktor ist die Widerstandsfähigkeit gegen feste Körper und eindringenden Staub.“

Beim Kauf von Partylichtern, Außenlaternen oder Leuchten für den Pool sollten Verbraucher daher auf die sogenannte IP Schutzart (IP = International protection class) achten, die auf der Verpackung und dem Produkt selbst angegeben ist.„Mit den IP-Nummern lässt sich erkennen, für welche Bedingungen ein Produkt geeignet ist“, erklärt der Fachmann weiter. Wer neue Leuchten für den Außeneinsatz kaufen möchte, sollte auf diese Schutzarten achten:

· IP 44: Produkte mit dieser Schutzart (spritzwassergeschützt) eignen sich gut als Lichtquellen direkt am Haus oder unter dem Dach.

· IP 65: Diese Schutzart ist strahlwassergeschützt und zum Beispiel das Richtige für Bodeneinbauleuchten, die etwa am Hauseingang unter einem Vordach installiert werden.

· IP 67: Leuchten, die ohne Überdachung im Freien genutzt oder fest montiert werden, sollten diese Schutzart erfüllen.

· IP 68: Produkte mit dieser Schutzart sind selbst für das dauerhafte Untertauchen ins Wasser geeignet, wie etwa im Swimmingpool.

Um die Kennzeichnung zu bekommen, haben die Leuchten vorher Tests in unabhängigen Laboren wie etwa SGS zu bestehen. Das gilt keineswegs nur für Lichtquellen, sagt Lemke: „Auch Steckdosen für den Garten müssen die entsprechenden Schutzarten aufweisen.“ Die persönliche Sicherheit habe im Umgang mit Elektrizität immer oberste Priorität. Ein weiteres Beispiel: Für den Rasenmäher oder andere Elektrogeräte im Garten reicht ein Standardverlängerungskabel nicht aus – hier sollten Verbraucher ebenfalls auf die Eignung für den Außenbereich achten und sich gegebenenfalls im Fachhandel oder vom Elektriker beraten lassen. djd

© Schwäbische Post 28.08.2018 17:49
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