Aussetzen statt wegwerfen

Primeln Nach wenigen Wochen verblühen sie. Aber die Pflanzen können noch über viele Jahre im Garten wachsen.

Die Kultur der Primel (Primula-Elatior-Hybride) im Haus ist nicht ganz einfach. Sie bekommt in dieser Jahreszeit in geschlossenen Räumen oftmals zu wenig Licht und zu viel Wärme. Prompt geht das Pflänzchen ein - und wird weggeworfen.

Aber es geht auch anders. Die heute im Handel verkauften Primeln haben zwei Elternteile: die Kissenprimel und die Echte Schlüsselblume. Aus deren Ansprüchen an den Standort in der Natur lässt sich viel für die Pflege der Primula-Elatior-Hybriden ableiten. Gerade in beheizten Wohnräumen wird der Wasserverbrauch der Pflanzen durch eine hohe Verdunstung angekurbelt. Experten raten: täglich ein wenig Wasser geben, aber auch nur dann gießen, wenn das Substrat tatsächlich trocken ist. Außerdem sollte die Raumtemperatur über Nacht abgesenkt werden. So lassen sich Primeln gut über mehrere Wochen im Haus halten.

Nach ihrer Blüte können die Pflanzen in den Garten kommen – und dort sogar viele Jahre gedeihen. Ein halbschattiger Platz auf einem eher humosen Boden ist ideal. Oder man verwildert die Primeln auf dem Rasen – das bedeutet, man überlässt die Pflanzen über mehrere Jahre und ohne Eingriff des Gärtners sich selbst. Sie vermehren sich dann stark und breiten sich zu einem Teppich aus. dpa

© Schwäbische Post 23.02.2018 16:22
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