Die Jugend belebt die Discothekenwelt

Anfangs noch stellenweise belächelt, erfreuen sich die im Volksmund genannten Muttizettel einer immer größer werdenden Beliebtheit. Doch was bedeutet eigentlich der Aufsichtszettel für das Gesamtleben der Discothekenlandschaft? Springen doch immer mehr Lokalitäten auf diesen Zug auf. So beliebt und trendy aktuell der Muttizettel ist, desto ahnungslos ist meist noch der Großteil der Elternschaft. Denn es gibt hierbei so einiges zu beachten. Damit der feierwütige Teenager dann nicht vor verschlossenen Toren steht, gilt es die Vorgaben zu beachten.

Wo kann ich mit dem Aufsichtszettel feiern gehen?

So beliebt und gängig das Prozedere um den Muttizettel aktuell ist, gilt es trotzdem darauf zu achten, ob es in der angestrebten Location überhaupt möglich ist, ab 16 schon Eintritt zu bekommen. Viele Discos oder Bars verweigern nämlich den Eintritt ab 16, da dies immer noch im Ermessen des Betreibers ist. Dieser kann nämlich die Altersvorgabe bestimmen. Hierbei ist es egal, ob ab 16, ab 18 oder gar ab 21 Jahren der Zutritt gestattet wird. Wo letztendlich das feierfreudige, junge Publikum Eintritt gewährt bekommt, zeigt unter anderem Planet Radio. Hier werden speziell für Partyfreunde kalendarisch Events aufgeführt. Von Hip-Hop bis zum Clubbing werden hier alle Vorlieben und Nischen abgedeckt. Dabei stets mit dem Hinweis, ob Partyzettel, also Muttizettel erlaubt sind oder nicht. In der Regel ist aber der Eintritt ab 16 hier erlaubt. In Ausnahmefällen ist dies direkt bei der Veranstaltung rot vermerkt, quasi als Warnhinweis. Gerade für die Zielgruppe der Jugendlichen ist dies wichtig, da sie somit Abweisungen vor Ort und damit unnötige Anfahrten vermeiden können.

Was muss ein Muttizettel alles beinhalten?

Als erstes ist zu sagen, dass ein Muttizettel immer voraussetzt, dass eine Begleitperson dabei ist, die volljährig ist. Demnach werden auch Gruppen, die nicht über eine zugewiesene volljährige Person verfügen, vom Discothekenbetreiber abgewiesen. In diesem Fall ist der Muttizettel ungültig. Doch der Partyzettel muss noch einiges mehr beinhalten, damit er schlussendlich gültig ist. Zum einen müssen die Kontaktdaten einer erziehungsberechtigten Person komplett vorhanden sein. Dazu zählt die Adresse sowie eine Nummer unter der diese Person zu erreichen ist. Ebenfalls muss eine Kopie des Ausweises beiliegen. Ferner muss auch noch die vorgeschriebene Ausgangszeit schriftlich vermerkt sein. Sprich der Erziehungsberechtigte diktiert schlussendlich die finale Besuchszeit. Gerade dieser Punkt wird gerne einmal vergessen. Mitarbeiter des Clubs sind dann angehalten darauf hinzuweisen und der Person den Eintritt zu verbieten.

Alles in allem ist der Muttizettel eine spannende Lösung für alle Teenager, die das Partyleben schon in vollen Zügen genießen wollen. Sofern man alle Vorschriften beachtet steht einer rauschenden Partynacht nichts im Wege. Jedoch gilt der Jugendschutz in puncto alkoholischer Getränke im Club natürlich noch trotz eines Partyzettels.

Bild: www.pixabay.com

© Schwäbische Post 09.02.2018 14:49
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