Die Jugend fürs Handwerk begeistern

Zukunftschancen, Selbstbestimmung und gute Bezahlung sind Argumente für den Handwerksberuf
  • „Die Welt war noch nie so unfertig. Pack mit an.“ So wirbt das Handwerk um motivierten Nachwuchs. Foto: HWK Ulm
„Die Welt war noch nie so unfertig. Pack mit an.“ So lautet das neue Motto, um fürs Handwerk zu werden. Das solle junge Menschen ansprechen, die mit diesem Ausbildungsberuf zur Fachkraft ihre Zukunft gestalten können.
Am bundesweiten Tag des Handwerks – für die Handwerkskammer Ulm in diesem Jahr in Biberach am 18. September 2015 und damit einen Tag vor dem nationalen Tag – packen Jung und Alt gemeinsam an. Die Vorteile fürs Handwerk sind vielfältig:

 Handwerk ist vielfältig: Mit über 130 Ausbildungsberufen bietet das Handwerk vielfältige Möglichkeiten für junge Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen und Talenten, sich zu entfalten. In modernen und spannenden Berufen können sie ihre Ideen in die Tat umsetzen.

 Zukunftschancen: Rund 200.000 Handwerksbetriebe müssen in den nächsten zehn Jahren an eine Nachfolge-Generation übergeben werden. Gerade kleinere, alteingesessene Betriebe geben jungen Talenten so die Chance, sich zu entwickeln und zügig Führungsverantwortung zu übernehmen.

 Technische Entwicklungen: In fast allen Handwerken sind heute modernste Technologien unerlässlich. Komplexe Produktionsprozesse, beispielsweise im Bereich Medizintechnik oder in der Luft- und Raumfahrtbranche, erfordern Präzision und technisches Know-how. Daher verbindet die Ausbildung im Handwerk oftmals Tradition und High-Tech eine spannende und abwechslungsreiche Kombination. Handwerk bedeutet lebenslanges Lernen.

 Selbstbestimmung: In wenigen anderen Berufen kann so selbstbestimmt gearbeitet werden wie im Handwerk. Flache Hierarchien ermöglichen Raum zur Entfaltung. Familienfreundlichkeit wird großgeschrieben. Ein weiterer Pluspunkt: Mit der Ausbildung zum Meister bietet sich die Möglichkeit, der eigene Chef zu werden.

 Handwerk macht sich bezahlt: Das durchschnittliche Lebenseinkommen eines Handwerksmeisters liegt ungefähr gleichauf mit dem eines Fachhochschulabsolventen. Dies ergab eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Was viele nicht wissen: Seit einigen Jahren ist der Meisterbrief als „Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung“ anerkannt und eröffnet so die Möglichkeit für einen Studienabschluss ohne Abitur. Aber auch mit Abitur lässt sich ins Handwerk starten, was immerhin schon 11,5 Prozent aller Abiturienten macht – und später (meiste Lehre verkürzt auf zwei Jahre) dann ein Studium draufsatteln.

 Ausbildungsberatung: www.hwk-ulm.de und bei der Kreishandwerkerkschaft Ostalb unter www.handwerk-ostalb.de
© Schwäbische Post 11.09.2015 17:25
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