Schulranzen im Check: Was es beim Kauf zu beachten gilt

Mit dem Beginn der Schulzeit wird der Schulrucksack zum tagtäglichen Begleiter der Mädchen und Jungen. Bei der Auswahl sollte darum nicht nur die Optik im Vordergrund stehen, sondern auch größter Wert auf ergonomische Produkteigenschaften gelegt werden.

Zudem wichtig zu beachten: Die Zehn-Prozent-Regel, laut der ein bepackter Schulranzen nicht mehr als zehn Prozent des Kindergewichts wiegen darf, gilt als heute als völlig überholt. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. weiß, worauf es bei einem rückengerechten Schul-Rucksack für den Weg zur Schule ankommt. Seit mehr als zwanzig Jahren widmet sich die „Aktion Gesunder Rücken“ der Vorsorge und Therapie der Volkskrankheit Rückenschmerzen. Wichtiger Teil ist die Vergabe des AGR-Gütesiegels "Geprüft & empfohlen", mit dem insbesondre rückengerechte Gegenstände des Alltags ausgezeichnet werden.

Checkliste Schulranzen-Kauf

Wer bei der Auswahl des passenden Rucksacks für Schulkinder nichts verkehrt machen möchte, sollte sich qualifizierten Rat einholen. Ein seriöses Qualitätsmerkmal für ergonomische Schulranzen ist das AGR-Gütesiegel "Geprüft & empfohlen", das nur an Alltagsgegenstände verliehen wird, die die strengen Prüfkriterien einer Experten-Kommission erfüllen. Im Bereich Schulrucksack sind alle Produkte der Marke "Step by Step" AGR-zertifiziert und erfüllen damit folgende Kriterien:

  • Rückenkonstruktion: Wichtig ist eine stabile Form des Schulranzens, die sich der natürlichen Form der Wirbelsäule anpasst. Eine rutschfeste und atmungsaktive Polsterung am Schulranzen mit seitlicher Führung sorgt zudem für besten, mittigen Sitz des Schulrucksacks, der die Wirbelsäule entlastet.
  • Kinderrücken sind individuell, daher hat die Zehn-Prozent-Regel ihre Gültigkeit heute verloren. Orientierung bietet eine andere Faustregel: Ein Schulranzen mit einem Volumen von 15 Litern sollte leer nicht mehr wiegen als 1,3 Kilogramm. Für eine rückenschonende Gewichtsverteilung sollten schwere Objekte in einem Fach nah an der Wirbelsäule verstaut werden.
  • Mithilfe eines Brustgurts kann der Schulranzen zusätzlich am Körper des Schulkindes fixiert und das Gewicht hiermit ideal verteilt werden. Ein bequemer Tragegriff rundet die Ergonomie des Schul-Rucksacks ab.
  • Um die Schultern der Kinder nicht unnötig zu belasten, ist eine bequeme Polsterung der Schulter-Träger und deren ergonomische Formung und Mindestbreite von vier Zentimetern wichtig. Durch die Verstellbarkeit der Schulter-Träger wird eine nahe Platzierung des Ranzens an den Schulterblättern ermöglicht.

Neben allen ergonomischen Anforderungen ist es wichtig, dass der Ranzen zum Rücken passt. Darum sollte ein Schulrucksack unbedingt individuell angepasst und Probe getragen werden. Außerdem sollten Eltern zusammen mit dem Kind regelmäßig den Inhalt des Schulranzens überprüfen und Überflüssiges aussortieren. Das spart Gewicht und schont den Rücken.

Was es bei Schulrucksäcken zu beachten gilt

Rückengerechte Rucksäcke müssen grundsätzlich die gleichen Kriterien erfüllen wie Schulranzen. Zudem ist es wichtig, dass die Rückenlänge anpassbar ist. Außerdem sollten die Rucksäcke über einen Tunnelzug mit Kompressions-Effekt für die körpernahe Platzierung des Gewichtes und einen verstärkten Boden für einen sicheren Stand verfügen. Für die Grundschule wurde der Schulrucksack 2IN1 von Step by Step mit dem AGR-Gütesiegel ausgezeichnet. Kindern ab der dritten Klasse bietet der EvverClevver2 von coocazoo rückenfreundlichen Komfort mit Gütesiegel.

Alle Anforderungen an Schulranzen und Schulrucksäcke sowie eine Liste der von der AGR zertifizierten Modelle finden Sie hier.

Bildquelle: https://unsplash.com/

© Schwäbische Post 20.02.2018 09:00
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