Ein Geschenk von hohem historischem Wert

Zeichnungen Bund für Heimatpflege Wasseralfingen erhält Zeichnungen von Christian und Hermann Plock.
  • Pferd und Rind, eine Zeichnung aus der Hand von Christian Plock, 1868. Wahrscheinlich ein Entwurf für einen Relief-Kunstguss Foto: mam

Aalen-Wasseralfingen. Eine große Entdeckung ist dem Bund für Heimatpflege in Wasseralfingen jetzt vermacht worden: eine Sammlung von mindestens 40 Zeichnungen, Skizzen, briefen und anderen Schriftstücken aus der Hand von Christian Plock und dessen Sohn, Hermann Plock. Am Rande der Vorstellung des neuen Wasseralfinger Kalenders 2017 haben Vorsitzender Albrecht Jenner und Joachim Wagenblast das Geschenk gezeigt.

Die Sammlung stand im Eigentum eines alten Mannes, der früher im Fränkischen lebte, aber schon lange im Rheinland zuhause ist. Anlässlich eines Besuches in der Heimat seiner verstorbenen Frau wollte er diesen Schatz einem Geschichtsverein vermachen. „Im Internet ist er auf den Bund für Heimatpflege gestoßen“, berichtete Albrecht Jenner.

Die Sammlung hat zwei, zum Teil drei Kriege überstanden. Die Zeichnungen sind bis zu etwa 180 Jahre alt. Das Ganze ist nicht im allerbesten Zustand. Das Papier ist teilweise brüchig, manche Zeichnungen mit einem alten Firnis überzogen. Bevor es öffentlich gezeigt wird, muss es zum Teil restauriert werden. „Das ist teuer“, bemerkte Joachim Wagenblast. Dennoch freut sich der BfH natürlich sehr über das Geschenk.

Das ist eine große Entdeckung.

Albrecht Jenner
Vorsitzender Bund für Heimatpflege

Nach Christian Plock (1809 - 1882) und dessen Sohn Hermann (1858 - 1920) ist eine Straße in Wasseralfingen benannt. Der aus Aalen stammende Christian Plock war Kunstgießer. Er studierte an der Kunstschule Stuttgart, wurde aber Nachfolger des berühmten Conrad Weitbrecht als Modelleur, nach 1856 Professor in Stuttgart.

In der späten Ehe mit Anna Maria Mack wurde Sohn Hermann Plock geboren, der nach einigen Schwierigkeiten Erfolg als Kunstmaler des Realismus hatte. Bekannt wurde er mit dem Bild „Abendstimmung“, das auf der Weltausstellung in Paris gezeigt wurde.

© Schwäbische Post 21.10.2016 19:26
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