Für Jeden das passende Pedal

Fahrrad Menschliche Kraft sorgt für den Antrieb. Doch damit die richtig eingesetzt wird, kommt es aufs Detail an. So läuft’s rund: Was bei Fahrradpedalen wichtig ist.
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    Flugs gewechselt: Neue Pedale – wie diese „Bärentatzen“ – sind schnell ans Rad gemacht. Foto: Mascha Brichta/dpa-mag
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    Variantenreich: Pedalen tauchen in vielen Formen auf, hier als
    flache Version mit Nieten für mehr Grip. Foto: Kay Tkatzik/pd-f
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    Foto: www.cosmicsports.de/pd-f/dpa-mag
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    Für viele Alltagsradler gut
    geeignet: Einfache gummierte
    Blockpedale. Foto: A. Warnecke
Rahmen, Räder und Schaltung mögen einige beim Fahrradkauf noch im Auge haben. Aber Pedale? Doch sie sind auch wichtig. Sie lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Die mit Bindungssystemen, ähnlich wie beim Skifahren. Damit klicken sich Radler mit Hilfe spezieller Schuhe und dort montierter Platten – den Cleats – ans Pedal. Die andere Hauptgruppe bilden klassische flache Aufstands- oder Plattformpedale ohne feste Bindung.

Normale Blockpedale dürften bei Alltagsradlern den überwiegenden Teil ausmachen, sagt Siegfried Neuberger vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Sie haben eine Metallachse und zwei gummierte Blöcke aus Kunststoff und sind meist an gewöhnlichen City- oder Trekkingrädern montiert. Vorteil: Der Radler kann mit normalen Schuhen treten.

Modelle mit „Grip-Tape“

Aufstandspedale in metallisch gezackter Ausführung tragen aufgrund ihrer Form den Spitznamen Bärentatzen. Sie spielen ihre Vorteile etwa beim Trekking- oder Mountainbike im Gelände aus. „Denn bei Schmutz, Wasser und Schlamm ist die Gefahr groß, dass ich von einem Blockpedal abrutsche“, sagt Neuberger. Ganz glatte Ledersohlen könnten sie im Alltag aber ramponieren und vor allem bei Nässe sehr rutschig machen. Dann greifen Radler besser zu flachen Modellen mit „Grip-Tape“ ähnlich wie bei Skateboards, erklärt Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad (pd-f).

Über die Jahre sind vor allem im Radsport Hakenpedale zum Einsatz gekommen. Der Haken ist dabei ein Körbchen oder ein Bügel aus Metall oder Kunststoff, der vor dem Pedal montiert ist. Ihre Füße können Radfahrer an der Öffnung mit Riemen festschnallen. „So kann mit dem Drücken und Ziehen mehr Kraft aufgebaut werden, und auch der Tritt wird runder“, sagt Neuberger. Zwar lässt sich der Riemen meist mit einer Handbewegung öffnen. Doch das ist etwa im Stadtverkehr manchmal nicht so schnell oder bei einem Unfall fast gar nicht mehr möglich. So steigt hier das Verletzungsrisiko.

Bei Schmutz, Wasser und Schlamm ist die Gefahr groß, dass ich von einem Blockpedal abrutsche.

Siegfried Neuberger,
Zweirad-Industrie-Verband

Das Lösen üben

Daher hießen die ersten Klickpedale auch „Sicherheitspedale“. Jederzeit kann sich der Radler durch eine seitliche Drehbewegung mit dem Fuß wieder aus der Vorrichtung lösen. So setzen sie beim Anhalten schnell und sicher mit dem Fuß auf und kommen auch bei einem Sturz aus der Verbindung.

Das setzt allerdings etwas Übung voraus. „Zeit nehmen, um sich einzugewöhnen“, rät daher Andreas Götz vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Also: Zuerst im Sattel sitzend irgendwo festhalten und das Ein- und Ausklicken üben. „Dann mit einem Bein eingeklickt losfahren, das zweite sofort einklicken. Dann bremsen, ein Bein ausklicken, Stehen. Und das mehrmals wiederholen.“

Eine Zwischenlösung bieten Kombipedale. Eine Seite sieht so aus wie ein Klickpedal, und die Rückseite ist flach. „So kann man mit normalen Schuhen mit dem Anzug ins Büro radeln und es nach Feierabend mit den Fahrradschuhen sportlicher angehen lassen“, fasst Siegfried Neuberger zusammen. dpa

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© Schwäbische Post 29.12.2017 17:37
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