Beleuchtung in einem praktischen Kunstwerk inszeniert

  • Foto: Für jeden Kunden wird die passende Leuchte gefunden. LICHT KREATIV GMBH
Die Ansprüche an das Thema „Wohnen“ sind die letzten Jahre merklich gestiegen. Funktionalität ist weiterhin wichtig, doch der Wohlfühl- und Entspannungsfaktor spielt eine immer größere Rolle. Die Menschen wollen nach einem stressigen Tag „nach Hause kommen“, sie wollen ankommen. Die Wohnung oder das Haus werden somit immer mehr zum Rückzugsort, der entsprechend angepasst werden will. Dazu gehört unter anderem das richtige Beleuchtungskonzept.

Die Realisierung eines umfassenden Beleuchtungskonzepts ist beim Neubau am einfachsten. Doch Experten in diesem Bereich weisen immer wieder darauf hin, dass speziell dieser Teil des Projekts oft vergessen geht oder zumindest stiefmütterlich behandelt wird. Dabei kann Licht der Seele so gut tun und darüber entscheiden, ob sich ein Hausbesitzer in seiner Immobilie wohlfühlt oder nicht. Die eigenen vier Wände „ins richtige Licht zu setzen“, sollte also schon in die Planungen des Architekten einfließen und nicht erst aktuell werden, wenn der Elektriker die Anschlüsse verlegt hat.

Die Planung der Lichtgestaltung ist nicht einfach zu erstellen und unterliegt inhaltlichen, wahrnehmungspsychologischen und technischen Aspekten. Daher sollte ein Experte hinzugezogen werden. Der Lichtgestalter inszeniert die Beleuchtung geschickt zu einem praktischen Kunstwerk. Früher galten diese Richtlinien eher für Museen, Ausstellungen oder Verkaufsräume. Heute haben sie Einzug in die privaten Wohnräume gehalten. Dennoch soll man am Ende bequem lesen oder kochen können und der Arbeitsplatz sollte perfekt ausgeleuchtet sein.

Licht soll seine Funktion im Raum praktisch und sinnvoll erfüllen. Das ist immer noch oberste Prämisse. Doch heutzutage geht es auch um Energiesparen und Design. Dank der LED-Technologie hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel verändert, ein Ruck ist durch die Branche gegangen. Doch sie macht das richtige Ausleuchten auch komplizierter. Farbwiedergaben haben sich beispielsweise verschoben, Tomatensauce sieht schnell aus wie Bratensauce. Aufgabe des Beleuchtungskonzepts ist es also, vor der Erstellung des Neubaus schon zu wissen, wie und wo man für genügend Helligkeit sorgt. Von Licht kann man nämlich nie genug bekommen. Doch falsch eingesetzt, blendet es uns oder lässt uns im Dunkeln stehen. Der Bauherr sollte für die Lichtplanung schon eine Idee von seiner späteren Möblierung haben.

Zur Verdeutlichung eines passenden Lichtkonzepts soll ein Esszimmer dienen. Es ist Mittelpunkt des Hauses, Treffpunkt der Familie und dient zum Essen, Genießen, Beisammensein, Basteln, Spielen, Lernen und Unterhalten. Oft passieren diese Dinge auch gleichzeitig. Für jede Aktivität benötigt man aber ein anderes Licht. Die Lichtquellen und deren Bedienung müssen heute multifunktional sein, beständig, flexibel, hell und blendfrei. Der Fachmann bezieht daher bei seiner Planung unterschiedliche Leuchten ein. Es gibt Pendelleuchten, Stehleuchten, Strahler, Spots und Leselampen. Jede Art von Leuchte hat ihre individuellen Vorteile. Diese können wiederrum durch Anordnung, Dimmbarkeit oder Anzahl verstärkt werden.

Es wird deutlich, dass ein einziger Deckenauslass inmitten des Raums wenig Sinn macht. Das Licht würde sich im Raum verlieren und keinem der Nutzer dienen. Daher beleuchtet man im Wohnbereich gerne vertikale Wandflächen, um das Licht erlebbar zu machen. Die Wände reflektieren das Licht und strahlen es in den ganzen Raum ab. Im Altbau ist das natürlich nicht so einfach realisierbar. Doch auch hier kann man sich behelfen, indem man bei Renovierungsmaßnahmen ausreichend Steckdosen für Steh- und Tischleuchten mit einplant. Lichtgestalter sind auch gerne hierbei behilflich.

Iha Ansprechpartner vor Ort: LICHT KREATIV GMBH

© Schwäbische Post 21.07.2016 09:43
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