Sicheres Wohnen für Senioren

Inneneinrichtung In höherem Alter spielt Barrierefreiheit in Haus oder Wohnung eine große Rolle. Experten geben Tipps und Ratschläge, was es dabei zu beachten gibt.
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    Foto: Viega/VDS/dpa-mag
Damit Haus und Wohnung nicht nur jetzt, sondern auch im Alter noch gut zu bewohnen sind, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Barrierefreies Wohnen ist für Senioren nicht nur eine körperliche Erleichterung, sondern bietet auch mehr Sicherheit, so dass sich dadurch Stürze und sonstige Unfälle vermeiden lassen. Worauf man in dem Zusammenhang achten sollte, zeigen Hinweise von Expertenorganisationen.

Treppenlifte und Handläufe

Treppenlifte im Eigenheim lassen sich bei vielen Treppenformen nachträglich einbauen. Ausnahmen sind Wendeltreppen, wie der Verband Privater Bauherren (VPB) erklärt. Laut Anbietern ist eine Mindestbreite von 70 Zentimetern nötig. Gut sind auch ausreichend breite und bündig abschließende Stufen. Handläufe an beiden Seiten erhöhen zudem die Sicherheit beim Treppensteigen.

Türbreite ausreichend wählen

Damit Gehhilfe, Rollstühle und auch eine Notarzttrage etwa ins Badezimmer gelangen, sollte man Türen mit mindestens 80 Zentimeter Breite einplanen, rät die Aktion Barrierefreies Bad.

Der VPB rät sogar zu Breiten von 101 Zentimetern für Innentüren im Rohbau. Diese Maße bedeuten 90 Zentimeter Breite nach dem fertigem Einbau der jeweiligen Türen.

Haltegriffe als absolutes Muss

Hier kommt es auf Details an: Sind die Wände stabil genug, so dass sie Haltegriffe tragen? Man sollte nach Griffen bei der Besichtigung bewusst fragen – auch wenn keine zu sehen sind. Beim Bau von altersgerechten Badezimmern werden mittlerweile häufig schon Systeme vorinstalliert. Aber auch die Aufteilung des Raums kann später eine Rolle spielen: Gibt es vor dem Waschtisch ausreichend Raum zum Sitzen, wenn man die Morgentoilette nicht mehr im Stehen schafft? Die Dusche sollte bodengleich sein sowie Platz für einen Klappsitz oder Hocker haben. Auch die Badewanne hat am besten eine möglichst niedrige Einstiegshöhe und eine rutschsichere Oberfläche.

Installationen gut erreichbar

Häufig benutzte Steckdosen sollten auf einer Höhe von 70 Zentimetern liegen, teils raten die Experten sogar zu 85 Zentimetern. Sinnvoll sind elektrische Rollladenheber, gerade wenn im Alter die Kraft in den Armen nachgelassen hat, sowie automatische Fensteröffner. Die Griffe fürs Fenster und die Heizung sowie Lichtschalter sollten in bedienfreundlicher Höhe sein, rät die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen. dpa

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© Schwäbische Post 09.06.2017 18:32
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